Stoizismus: die Philosophie der Stoiker (Name von der Stoa poikile, in welcher ZENO die Schule begr�ndete). Sie ist empiristisch (s. d.), pantheistisch (s. d.), organischer Materialismus (s. d.), lehrt in der Ethik einen strengen Tugend- (s. d.) und Pflicht- (s. d.) Begriff (s. Adiaphora) (�Stoizismus� auch als Glattungsname f�r ein unersch�tterlich-sittliches, konsequentes Verhalten). Im Stoizismus sind Elemente der Heraklitischen, Kynischen, Aristotelischen Philosophie enthalten. Die bekanntesten Stoiker sind: ZENO VON KITION, ARISTON VON CHIOS, HERILLUS, KLEANTHES, CHRYSIPPUS, DIOGENES DER BABYLONIER, ANTIPATER VON TARSUS. BO�THUS, PANAETIUS, teilweise CICERO, POSIDONIUS, HEKATON, L. ANNAEUS CORNUTUS, C. MUSONIUS RUFUS, L. ANNAEUS SENECA, EPIKTET, MARC AUREL. In der neueren Zeit erneuert den Stoizismus JUSTUS LIPSIUS (Manuduct. ad Stoicam philos. 1604). Stoisches findet sich im r�mischen Recht, bei Kirchenv�tern, in der Renaissancephilosophie u.s.w.. �hnlichkeiten im Christentum, bei G. BRUNO, SPINOZA, KANT u. a. Vgl. F. RAVAISSON, Essai sur le stoicisme, 1856. F. OGEREAU, Essai sur le syst�me philos. des Stoiciens, 1885. die Werke von R. HIRZEL, E. ZELLER, �BERWEG-HEINZE u. a.. L. STEIN, Die Psycholog. d. Stoa, 1886/88. P. BARTH, Die Stoa, 1903. Vgl. Dialektik, Erfahrung, Hylozoismus, Pneuma, Materie, Kraft, Gott, Seele, Seelenverm�gen, Willensfreiheit, Gut, Tugend u.s.w.

Vergleiche ferner:
- Stoizismus (Kirchner: W�rterb. d. phil. Grundbegr.)
- Die Stoiker (Vorl�nder, Gesch. d. Phil.)