Sinnnlich (sensualis): 1) den Sinnen angeh�rend, durch die Sinne erfa�bar, aus den Sinnen stammend, im Gegensatze zum Intellektuellen. 2) der Sinnenlust zugeneigt, f�r Sinnengenu� empf�nglich. - Von den Wolfianern wird sinnliches (niederes) und oberes Erkenntnisverm�gen (s. d.) unterschieden. Nach MENDELSSOHN nennt man eine Erkenntnis sinnlich, �nicht blo� wenn sie von den �u�eren Sinnen empfunden wird, sondern �berhaupt, so oft wir von einem Gegenstande eine gro�e Menge von Merkmalen auf einmal wahrnehmen, ohne sie deutlich auseinander setzen zu k�nnen� (Philos. Schr. II, 91 f.). KANT versteht unter sinnlicher Erkenntnis eine solche, die auf Sinnesobjekte, nicht auf �bersinnliches, Transzendentes geht. �Da nun alle Erkenntnis, deren der Mensch f�hig, sinnlich, und Anschauung a priori desselben Raum oder Zeit ist, beide aber die Gegenst�nde nur als Gegenst�nde der Sinne, nicht aber als Dinge �berhaupt vorstellen, so ist unser theoretisches Erkenntnis �berhaupt, ob es gleich Erkenntnis a priori sein mag, doch auf Gegenst�nde der Sinne eingeschr�nkt und kann innerhalb dieses Umfanges allerdings dogmatisch verfahren, durch Gesetze, die sie der Natur, als Inbegriff der Gegenst�nde der Sinne, a priori vorschreibt, �ber diesen Kreis aber nie hinauskommen, um sich auch theoretisch mit seinen Begriffen zu erweitern� (�b. d. Fortschr. d. Met. S. 114). Nach BOLZANO sind sinnliche Dinge jene, welche sich wahrnehmen lassen (Wissensch. III, � 279, S. 23). - Unter dem sinnlichen Bewu�tsein verstehen HEGEL u.a. die erste Stufe des Erkennens (vgl. GLOGAU, Abr. d. philos. Grundwiss. II, 22 ff.). - Sinnliche Gef�hle (K�rpergef�hle) sind die an Empfindungen gekn�pften prim�ren Lust- und Unlustzust�nde, im Unterschiede von den �Vorstellugsgef�hlen�, �h�heren�, �geistigen� Gef�hlen (vgl. SCHILLING, Psychol. S. 68. EBBINGHAUS, Grdz. d. Psychol. S. 553 ff. u.a.). - Sinnliche und intellektuelle Triebe unterscheidet u.a. G. H. SCHNEIDER (Der menschl. Wille, S.286). �ber sinnliches Begehren s. Begehren, Trieb, Sinnlichkeit.