Kosmopolitismus (kosmos, polit�s): Weltb�rgertum, der Standpunkt, von dem aus die ganze bewohnte Erde als Heimat, alle Menschen als Mitb�rger, Br�der betrachtet werden, im Gegensatze oder auch als Erg�nzung zum Nationalismus. Den kosmopolitischen Standpunkt vertreten im Altertum zuerst die Kyniker. ANTISTHENES erkl�rt, ton sophon ou kata tous keimenous nomous politeuesthai, alla kata tou aret�s (Diog. L. VI, 11); t� soph� xenon ouden oud' aporon (l.c. VI, 12); (Diogen�s) er�t�theis pothen ei�, kosmopolit�s, eph� (l.c. VI, 63). Die Notwendigkeit des Zusammenhaltens aller Menschen, die allgemeine Menschenliebe betonen die Stoiker (vgl. SENECA, Ep. 95). So auch das Christentum. - KANT sch�tzt die Idee des Kosmopolitismus als �regulatives Prinzip�, dessen Vollendung �nur durch fortschreitende Organisation der Erdb�rger in und zu der Gattung als einem System, das kosmopolitisch verbunden ist, erwartet werden kann� (Anthropol. II E).
Nachtrag: Kosmopolitismus: vgl. P. NATORP, Die Ethica des Demokritos, 1893, S. 168.