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Werkstattnotizen · Jun 24, 2026

Ich-Entwicklung aus systemischer Perspektive – Neugier unter Vorbehalt

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Alexander Leuthold · Werkstattnotizen

Meine erste Begegnung mit systemischem Denken hatte ich gegen Ende meines Studiums, Mitte der 1990er Jahre. Gut zehn Jahre später lernte ich die „Landkarte“ der Ich-Entwicklung kennen – zunächst über die Person und dann über die Arbeit von Susanne Cook-Greuter (1999). Seither bewege ich mich zwischen beiden Feldern. Seit gut zwölf Jahren spreche ich immer wieder im systemischen Kontext über Ich-Entwicklung, in Ausbildungen, Supervisionen, Vorträgen und Gesprächen.

Die Resonanz war fast immer ambivalent. Ich begegnete selten offener Ablehnung, aber auch nicht einfach jener unbefangenen Neugier, die im systemischen Feld sonst so hoch geschätzt wird. Eher war es eine Neugier unter Vorbehalt. Etwas an der Perspektive schien erklärungskräftig zu sein; zugleich klang sie für viele systemisch Denkende verdächtig. Stufen, Entwicklung, Einschätzung, vielleicht sogar Scoring – all das berührt systemische Alarmstellen.

Die Neugier entstand dort, wo Ich-Entwicklung Erfahrungen beschreibbar machte, für die viele Praktiker:innen zwar ein Gespür, aber noch keine gute Sprache hatten. Warum wirkt mancher erfahrene Berater auch nach vielen Jahren noch so, als sei er innerlich vor allem mit der Suche nach der nächsten Frage beschäftigt? Und warum gibt es manchmal junge Menschen am Beginn einer systemischen Ausbildung, die fast mühelos ein Gespür für Prozess, Perspektive und Anschlussfähigkeit zeigen – als hätten sie ein systemisches Sprachgefühl, bevor sie die Vokabeln vollständig gelernt haben?

Solche Beobachtungen beweisen noch nichts. Aber sie machen eine Frage auf: Könnte es sein, dass systemische Kompetenz nicht nur eine Sache von Methode, Haltung, Übung und Erfahrung ist? Könnte sie auch davon abhängen, in welcher Weise Menschen Bedeutung bilden – wie sie Selbst, Welt, Beziehung, Kontext, Widerspruch und Möglichkeit innerlich organisieren? Eben dieser Aspekt – Bedeutungsbildung – ist Gegenstand eines jahrzehntelangen wissenschaftlichen Diskurses zur Ich-Entwicklung, den Loevinger (1966) angestoßen hat, der international zahlreiche empirische Studien hervorgebracht hat (Manners & Durkin, 2001) und dennoch im deutschen Sprachraum bisher kaum zur Kenntnis genommen wurde1.

Hier entsteht ein Spannungsfeld. Denn aus systemischer Perspektive ist Vorsicht gegenüber jeder Theorie geboten, die Menschen zu erfassen, zu beurteilen oder auf eine Entwicklungsstufe festzulegen scheint. Diese Vorsicht ist nicht falsch. Sie ist vielleicht sogar die notwendige Bedingung dafür, Ich-Entwicklung überhaupt systemisch fruchtbar zu verstehen.

Diese Vorbehalte kommen nicht aus dem Nichts. Sie berühren Grundannahmen systemischen Denkens. Ein „System“ ist nicht einfach vorhanden, es wird nicht irgendwo dort draußen vorgefunden. Es entsteht erst durch den „systemischen Blick“ einer Beobachterin, die Elemente, Beziehungen und Grenzen sieht und einem System zurechnet. Es ist also ein „erkenntnistheoretischer Begriff“ – „kein ontologischer“ (Schlippe & Schweitzer, 2016, S. 31).

Ähnlich formuliert die Systemische Gesellschaft auf ihrer Website2, Menschen würden vor einem systemischen Denkhintergrund als „autonom und prinzipiell unverfügbar“ verstanden; sie seien füreinander „grundsätzlich undurchschaubar“ und damit „weder vollständig erfassbar noch beliebig veränderbar bzw. instruierbar“. Statt einer immer besseren „Erfassung“ von Individuen und Systemen rücke deshalb die Beobachterposition selbst in den Vordergrund. Für die systemische Praxis heißt es dort entsprechend, dass sie sich am Anliegen der Klient:innen orientiert und auf „normative Zielsetzungen und Pathologisierung“ verzichtet.

Vor diesem Hintergrund ist es nur folgerichtig, wenn systemisch Denkende hellhörig werden, sobald von Entwicklungsstufen, Scoring oder Einschätzungen von Personen die Rede ist. Zu groß ist die Gefahr, dass aus einer Beschreibung eine Festlegung wird; aus einer hilfreichen Unterscheidung eine Rangordnung; aus einer Landkarte ein Urteil über die Person. Genau deshalb ist sorgfältig zu prüfen: Wird eine Aussage über die Ich-Entwicklung einer Person notwendig zu einer festlegenden Aussage über diese Person? Oder lässt sich eine solche Aussage auch anders verstehen – nicht als objektivierender Zugriff auf eine Person, sondern als rekonstruktive Beschreibung wiederkehrender Formen der Bedeutungsbildung, die in Äußerungen, Deutungen und Handlungslogiken sichtbar werden?

Die systemische Vorsicht richtet sich also nicht gegen ein einzelnes Wort, sondern gegen eine mögliche Denkbewegung. Sobald von Entwicklung, Stufen oder Einschätzungen von Personen die Rede ist, steht die Frage im Raum, ob hier wieder eine Beschreibung entsteht, die Menschen festlegt: als seien sie Träger einer inneren Eigenschaft, die fachkundig erkannt, benannt und eingeordnet werden kann. Damit verbunden ist eine zweite Sorge. Entwicklungsstufen klingen nach oben und unten, nach weiter und weniger weit, nach besser und schlechter. So kann leicht der Eindruck entstehen, mit Ich-Entwicklung werde eine Rangordnung von Menschen eingeführt – nur in psychologisch anspruchsvollerer Sprache. Gerade in professionellen Kontexten ist diese Gefahr real. Wer über Entwicklung spricht, kann sich unbemerkt in eine Position begeben, von der aus andere Menschen als weniger entwickelt, weniger komplex oder weniger reflektiert erscheinen.

Hinzu kommt die Frage nach der Beobachterposition. Wer beschreibt hier wen? Von wo aus wird beschrieben? Und was geschieht, wenn eine solche Beschreibung als Wissen über eine Person verstanden und verwendet wird? Systemisches Denken ist an dieser Stelle empfindlich – zu Recht. Es misstraut einem Beobachten, das vergisst, dass es selbst am Hervorbringen dessen beteiligt ist, was es beschreibt. Diese Vorbehalte sind deshalb nicht einfach Missverständnisse. Sie benennen reale Risiken. Die Ich-Entwicklungsperspektive kann so verwendet werden: zu schnell, zu sicher, zu personenbezogen, zu wenig kontextsensibel. Dann wird aus einer Landkarte eine Festlegung, aus einer Beobachtung ein Urteil, aus einer rekonstruktiven Hypothese eine vermeintliche Wahrheit über eine Person.

Aber daraus folgt nicht, dass jede ich-entwicklungsbezogene Aussage diese Form annehmen muss. Entscheidend ist, worauf sich eine solche Aussage bezieht, wie begrenzt sie formuliert wird und ob sie ihre eigene Beobachterabhängigkeit mitführt. Sie bezieht sich nicht auf das Wesen eines Menschen. Sie beschreibt nicht die Person als ganze. Sie beansprucht auch keinen objektiven Zugriff auf eine verborgene Entwicklungswirklichkeit. Gemeint ist vorsichtiger: In bestimmten Äußerungen, Deutungen und Handlungslogiken zeigen sich wiederkehrende Formen der Bedeutungsbildung. Diese lassen sich mit Hilfe eines Entwicklungsmodells rekonstruieren, benennen und zueinander in Beziehung setzen.

Der Unterschied ist klein in der Formulierung, aber groß in der Sache. Eine alltagssprachlich verkürzte Aussage wie „Diese Person ist auf dieser Entwicklungsstufe“ kann leicht wie eine Eigenschaftszuschreibung klingen. Präziser wäre: In den untersuchten Äußerungen einer Person zeigt sich gegenwärtig überwiegend ein Muster der Bedeutungsbildung, das innerhalb eines bestimmten Entwicklungsmodells beschrieben werden kann. Diese Aussage bleibt modellabhängig, beobachterabhängig und kontextgebunden. Sie ist keine Aussage über den Wert, die Würde oder die ganze Person. Dabei wäre es allerdings überzogen, jede sprachliche Verkürzung bereits als theoretischen Fehler zu behandeln. In professionellen Feldern wird häufig verkürzt gesprochen. Man sagt, jemand sei depressiv, bindungsvermeidend, hochbegabt, traumatisiert, systemisch gut ausgebildet oder ressourcenorientiert, obwohl all diese Formulierungen genauer gefasst werden könnten und müssten, sobald es darauf ankommt. Solche Kurzformeln sind nicht per se problematisch. Problematisch werden sie, wenn vergessen wird, dass sie Kurzformeln sind.

Im Umgang mit einer noch wenig vertrauten Perspektive fallen solche Verkürzungen oft stärker auf als bei Begriffen, deren Nützlichkeit bereits anerkannt ist. Genau deshalb braucht Ich-Entwicklung im systemischen Feld eine doppelte Sorgfalt: Sie muss ihre Begriffe so genau verwenden, dass sie nicht unnötig reifiziert. Zugleich darf sie nicht durch eine übersteigerte Sprachvorsicht so entschärft werden, dass ihr eigentlicher Erkenntnisgewinn verloren geht.

Wenn sprachliche Vorsicht nicht dazu führen soll, die Ich-Entwicklungsperspektive zu entschärfen, muss genauer gesagt werden, worin ihr Erkenntnisgewinn für systemisches Arbeiten liegen könnte. Systemische Praxis wendet nicht einfach Techniken an, sondern macht Angebote zur Bedeutungsbildung und Sinngebung – durch Fragen, Hypothesen, Reframings, Perspektivwechsel oder neue Kontextualisierungen. Dann ist nicht nur entscheidend, ob diese Angebote methodisch korrekt oder fachlich elegant sind. Entscheidend ist auch, aus welcher Logik der Bedeutungsbildung heraus sie hervorgebracht werden und in welcher Bedeutungslogik sie aufgenommen werden können. An dieser Frage setzt die Ich-Entwicklungsperspektive an. Sie fragt nicht nur, was jemand sagt oder tut, sondern in welcher Weise Selbst, andere Menschen, Beziehung, Regeln, Konflikte, Verantwortung und Möglichkeit in einer Äußerung organisiert werden. Damit wird sie für systemisches Denken nicht als Etikettierung von Personen interessant, sondern als Perspektive auf die Bedingungen professioneller Anschlussfähigkeit.

Ein einfaches Beispiel: In einer Familienberatung beschreibt eine Mutter die heftigen Auseinandersetzungen mit ihrem jugendlichen Sohn als Respektlosigkeit und Grenzüberschreitung. Eine Beraterin könnte diese Beschreibung einfach bestätigen, abschwächen oder pädagogisch kommentieren. Sie könnte aber auch eine andere Bedeutung anbieten: Vielleicht zeigt sich in der Heftigkeit des Konflikts nicht nur Respektlosigkeit, sondern auch Nähe, Bedeutsamkeit und ein noch ungeübtes Ringen um Ablösung. Systemisch gesprochen wäre das ein Reframing: Das Verhalten wird in einen anderen Bedeutungszusammenhang gestellt. Doch ein solches Reframing entsteht nicht schon dadurch, dass eine Beraterin die Technik des Umdeutens kennt. Es setzt voraus, dass sie mehrere Bedeutungsrahmen gleichzeitig im Blick halten kann: Regelverletzung und Beziehungssignal, Eskalation und Entwicklungsaufgabe, elterliche Belastung und jugendliches Autonomieringen. Sie muss eine alternative Bedeutung hervorbringen können, ohne die bisherige Deutung der Beteiligten einfach zu entwerten.

Auch die Aufnahme eines solchen Angebots ist nicht voraussetzungslos. Die Mutter könnte darin eine entlastende und zugleich herausfordernde Perspektive erkennen: Vielleicht steckt in den Konflikten tatsächlich mehr Beziehung, als sie bisher gesehen hat. Der Vater könnte dieselbe Äußerung als Verharmlosung erleben: Die Beraterin sehe offenbar nicht, wie untragbar das Verhalten des Sohnes sei. Der Jugendliche könnte vor allem hören, dass seine Wut verstanden wird – oder den Eindruck gewinnen, die Erwachsenen redeten wieder einmal über ihn, ohne ihn wirklich zu sehen. Das Beispiel ist keine Stufendiagnostik. Es soll nicht zeigen, auf welcher Entwicklungsstufe die Mutter, der Vater, der Jugendliche oder die Beraterin stehen. Es zeigt nur, worauf die Ich-Entwicklungsperspektive aufmerksam macht: Systemische Angebote treffen nicht auf neutrale Empfänger:innen, und sie entstehen auch nicht aus neutraler Methodenanwendung. Sie werden von Menschen hervorgebracht und aufgenommen, die Bedeutung bereits in bestimmter Weise organisieren – mehr oder weniger regelbezogen, beziehungsbezogen, selbstbezogen, perspektivenbewusst, widerspruchstolerant oder kontextsensibel.

Damit ist allerdings noch nicht das spezifische Angebot der Ich-Entwicklung benannt. Dieses besteht nicht nur darin, allgemein auf Bedeutungsbildung hinzuweisen. Das leisten auch andere systemische, konstruktivistische, narrative oder relationale Perspektiven. Die besondere Leistung der Ich-Entwicklungsforschung liegt darin, wiederkehrende Grundmuster der Bedeutungsbildung sehr detailliert beschrieben zu haben. Systemisch gesprochen könnte man sagen: Sie beschreibt systemimmanente Regeln, nach denen Bedeutung gebildet, begrenzt, erweitert und koordiniert wird. Aus der Perspektive der Ich-Entwicklung werden diese Grundmuster als Ich-Entwicklungsstufen bezeichnet; in diesem Text spreche ich von Bedeutungsbildungsgrundmustern.

Bedeutungsbildungsgrundmuster sind systemimmanente Regeln der Sinngebung und damit mögliche Ankerpunkte struktureller Kopplung.

Diese Grundmuster erlauben keine genaue Vorhersage. Aus einem Bedeutungsbildungsgrundmuster folgt nicht mechanisch, wie eine Person ein bestimmtes Reframing aufnehmen wird, und ebenso wenig, welche therapeutische Intervention eine Beraterin hervorbringen wird. Aber sie machen Möglichkeitsräume erkennbar. Sie lassen beschreiben, innerhalb welcher Grenzen und Möglichkeiten Bedeutung gebildet werden kann: welche Formen von Perspektivenübernahme, Ambiguitätstoleranz, Selbstreflexion, Verantwortungszuschreibung oder Kontextsensibilität wahrscheinlich verfügbar sind – und welche noch kaum gesehen, gehalten oder integriert werden können.

Darüber hinaus kann die Ich-Entwicklungsperspektive auf Wunsch der betreffenden Person individualisiert werden. Dann geht es nicht nur um das allgemeine Bedeutungsbildungsgrundmuster, sondern um die konkret realisierten Aspekte innerhalb dieses Musters: Welche Möglichkeiten sind bereits sichtbar? Welche Differenzierungen werden schon genutzt? Welche Formen von Selbst-, Beziehungs- und Kontextverständnis sind noch brüchig, situativ oder kaum verfügbar? So wird aus einer allgemeinen Entwicklungslogik keine Festlegung einer Person, sondern eine präzisere Rekonstruktion ihrer gegenwärtig verfügbaren Formen der Bedeutungsbildung.

Genau darin kann der Nutzen für systemisches Arbeiten liegen. Die Ich-Entwicklungsperspektive sagt nicht: Diese Person ist so. Sie hilft vielmehr zu fragen: Welche Art von Bedeutung ist hier bereits möglich? Welche Unterscheidungen sind anschlussfähig? Welche Komplexität kann in diesem Gespräch aufgenommen werden? Und wo würde ein noch so elegant formuliertes systemisches Angebot ins Leere laufen, weil es einen Bedeutungsrahmen voraussetzt, der im Moment nicht verfügbar ist?

Auch nachdem dieser mögliche Nutzen benannt ist, bleibt der systemische Vorbehalt notwendig. Eine Ich-Entwicklungsperspektive, die Menschen zu schnell auf Stufen festlegt, die Entwicklungsunterschiede in eine Rangordnung von Personen übersetzt oder ihre eigene Beobachterabhängigkeit vergisst, wäre aus systemischer Sicht zu Recht problematisch.

Aber ebenso problematisch wäre es, aus dieser Gefahr zu schließen, dass jede entwicklungsbezogene Beschreibung bereits unsystemisch sei. Dann würde systemisches Denken an einer Stelle blind, an der es eigentlich besonders aufmerksam sein müsste: bei der Frage, welche Formen von Bedeutungsbildung in einem Gespräch hervorgebracht, aufgenommen, begrenzt oder erweitert werden können.

Ich-Entwicklung aus systemischer Perspektive bedeutet deshalb nicht, Personen durch Stufen zu erklären. Sie bedeutet, die Formen der Bedeutungsbildung zu rekonstruieren, die in Äußerungen, Deutungen und Handlungslogiken sichtbar werden. Sie fragt nicht, was ein Mensch „ist“, sondern wie in einem bestimmten Kontext Selbst, andere, Beziehung, Verantwortung, Konflikt und Möglichkeit organisiert werden.

Die entscheidende Aufgabe besteht daher darin, Personenbezug und Personenfixierung sauber zu unterscheiden. Systemisches Denken kommt nicht ohne Personen aus; es muss aber vermeiden, Personen als isolierte Erklärungseinheiten zu betrachten. Genau an dieser Unterscheidung zeigt sich, ob Ich-Entwicklung lediglich als Etikettierung missverstanden wird – oder ob sie als präzise Perspektive auf Bedeutungsbildung systemisch fruchtbar werden kann. Die weiterführende Frage lautet daher, wie Personenbezug gelingen kann, ohne in Personenfixierung umzuschlagen.

Cook-Greuter, Susanne R. (1999). Postautonomous ego development: A study of its nature and measurement. Doctoral dissertation, Harvard University.

Loevinger, Jane (1966). The meaning and measurement of ego development. American Psychologist, 21(3), 195–206.

Manners, John & Durkin, Kevin. (2001). A critical review of the validity of ego development theory and its measurement. Journal of Personality Assessment, 77(3), 541–567.

Oerter, Rolf, & Montada, Leo (Hrsg.). (2008). Entwicklungspsychologie (6., vollständig überarbeitete Auflage). Weinheim: Beltz Psychologie Verlags Union.

Schlippe, Arist von & Schweitzer, Jochen. (2016). Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I. Das Grundlagenwissen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Schneider, Wolfgang, & Lindenberger, Ulman (Hrsg.). (2018). Entwicklungspsychologie (8., überarbeitete Auflage). Weinheim: Beltz.

Hinweis zum Format: Werkstattnotizen sind sorgfältige Zwischenstände aus der Arbeit an einem größeren Projekt. Einzelne Notizen können später zu zitierfähigen Werkstattpapieren mit DOI weiterentwickelt werden.

Hinweis zum Einsatz generativer KI: Für die Arbeit an dieser Werkstattnotiz habe ich im Wechsel mit eigenem Schreiben auf ChatGPT (OpenAI) zurückgegriffen. Ich habe das System für Recherche, kritische Gegenprüfung, begriffliche Präzisierung und Formulierungsvarianten genutzt; es brachte dabei auch eigene Einwände und argumentative Vorschläge ein. Fragestellung, Material und argumentative Richtung stammen von mir; was in den Text einging, habe ich entschieden. Die damals verwendete Modellversion habe ich nicht dokumentiert. Für den Text trage ich die Verantwortung.

1

Ein Hinweis auf diese geringe Rezeption ist der Umgang mit Loevingers Ansatz im deutschsprachigen Standardlehrbuch der Entwicklungspsychologie. In der 6., vollständig überarbeiteten Auflage von Oerter & Montada (2008) wird Loevinger zwar erwähnt, jedoch nur sehr knapp und nicht als eigenständige Theorie der Bedeutungsbildung entfaltet, sondern in einen anderen entwicklungspsychologischen Zusammenhang eingeordnet. In der aktuellen 8. Auflage unter neuer Herausgeberschaft erscheint Loevinger im Namensverzeichnis nicht mehr. Vgl. Oerter & Montada (Hrsg.), 2008, Kap. 19, S. 668–669; Schneider & Lindenberger (Hrsg.), 2018.

2

Systemische Gesellschaft: Was ist systemisch? Abgerufen am 22.06.2026 von https://systemische-gesellschaft.de/systemischer-ansatz/was-ist-systemisch/

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