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Wirtschaft | RP ONLINE · Aug 20, 2026

Verivox-Untersuchung: Versicherungsvergleich kann jetzt mehrere Hundert Euro sparen

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Christopher Jaspers · RP ONLINE

Verivox-Untersuchung Versicherungsvergleich kann jetzt mehrere Hundert Euro sparen

20.08.2026 · 16:55 Uhr

 Verivox vergleicht für den Kfz-Versicherungsindex mehr als 30 Versicherer (Symbolbild).

Verivox vergleicht für den Kfz-Versicherungsindex mehr als 30 Versicherer (Symbolbild).

Foto: Robert Michael/dpa/Robert Michael

Düsseldorf · Nach Jahren steigender Beiträge zeichnet sich bei Kfz-Versicherungen ab, dass es zunächst nicht weiter nach oben geht. Die Haftpflicht wird sogar günstiger. Doch wie lange hält das?

In den zurückliegenden Jahren schien die Rechnung der Kfz-Versicherung für Autofahrer nur eine Richtung zu kennen: nach oben. Jetzt gibt es erste Anzeichen für eine Verschnaufpause auf dem Markt. Eine Analyse des Vergleichsportals Verivox zeigt, dass sich die Preise für Versicherungswechsler über alle Versicherungsarten hinweg stabilisierten und aktuell im Mittel mit 1,3 Prozent über dem Vorjahr liegen.

Haftpflicht erstmals wieder günstiger

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist aktuell drei Prozent günstiger als im vergangenen Jahr. Dies sei die erste Preissenkung der Kfz-Haftpflicht durch die Versicherer seit der Coronakrise, schreibt das Portal. Die Prämien für Vollkasko-Versicherungen steigen im Vergleich zum Vorjahr im Preis um 2,5 Prozent an, während die Teilkasko mit einer Steigerung von 0,1 Prozent nahezu unverändert bleibt.

Der Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH, Aljoscha Ziller, sagt, dass der Sanierungskurs der Kfz-Versicherer in den vergangenen Jahren erfolgreich gewesen sei. Er warnte zugleich, die Preisstabilität stehe auf wackligen Beinen. „Die Reparaturkosten steigen weiter, die Versicherer haben keinen allzu großen Puffer aufgebaut und müssen im Falle stark steigender Kosten selbst wieder die Preise erhöhen.“ Die gute Nachricht für Autofahrer: Prämienerhöhungen seien fürs Erste jedoch vorbei.

Auf die Preiswelle folgt ein Plateau

Laut Verivox mussten Autofahrer seit 2023 massive und flächendeckende Preissteigerungen hinnehmen. Die Tarife seien über alle Versicherungsarten hinweg im Mittel 52,8 Prozent teurer als noch 2022 – dem Jahr vor der ersten Preisrunde. Das Portal schreibt, dass die Preissteigerungen aufseiten der Kfz-Versicherer aufgrund „erheblich gestiegener Reparaturkosten und des plötzlichen Wiederanstiegs der Schadenhäufigkeit nach Ende der Coronabeschränkungen“ vor dem Hintergrund defizitärer Bilanzen dringend notwendig gewesen seien.

Nicht bei allen Versicherern sei die Strategie für die kommende Wechselsaison gleich. „Viele Versicherer sind noch mehr als vor den defizitären Jahren darauf bedacht, Prämien streng am individuellen Schadensrisiko eines Kunden auszurichten, um so auskömmliche Überschüsse zu erwirtschaften“, sagt Ziller. Andere Versicherer würden hingegen großzügiger rechnen und mit günstigen Preisen den Kundenstamm erweitern wollen. Wer nun gründlich vergleiche, könne vom aktuellen Preisplateau profitieren.

Große Unterschiede zwischen den Tarifen

Günstige Kfz-Versicherungen liegen nach Angaben von Verivox über alle Versicherungsarten hinweg 32,5 Prozent unter Angeboten aus dem mittleren Preissegment. 32,8 Prozent Ersparnis seien bei der Teilkaskoversicherung möglich, 32,5 Prozent bei der Vollkasko und 31,9 Prozent bei der Haftpflichtversicherung.

Ein Preisbeispiel liefert das Vergleichsportal auf Anfrage: Die Sparpotenziale habe Verivox modellhaft für einen 45-jährigen Fahrer eines VW Golf VIII aus Düsseldorf mit 15.000 Kilometern jährlicher Fahrleistung und Schadenfreiheitsklasse zehn berechnet. „Die Differenz zwischen einem mittelteuren Tarif und Tarifen aus dem günstigen Preissegment liegen in der Vollkaskoversicherung bei 548 Euro“, teilt eine Sprecherin mit. In der Teilkasko liege der Unterschied bei 307 Euro und in der Haftpflicht-Versicherung bei 149 Euro.

Grundlage der aktuellen Preisdaten des Kfz-Versicherungsindex sind Nutzerberechnungen von Verivox vom 1. bis zum 30. Juni 2026 sowie für die gleichen Zeiträume 2025 und 2022. Sie wurden anonymisiert zu einem Index zusammengefasst. Aktuell nähmen mehr als 30 Versicherer mit rund 330 Tarifen an dem Vergleich teil, teilt Verivox mit.

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