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Wirtschaft | RP ONLINE · Aug 20, 2026

Rekordhoch in den USA: 40.000.000.000.000 Dollar Schulden

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Georg Winters · RP ONLINE

Rekordhoch in den USA 40.000.000.000.000 Dollar Schulden!

20.08.2026 · 16:48 Uhr

Donald Trumps Poltik hat die Schuldenlast in den USA noch einmal deutlich steigen lassen.

Donald Trumps Poltik hat die Schuldenlast in den USA noch einmal deutlich steigen lassen.

Foto: Jacquelyn Martin

Düsseldorf · Die Schulden der Vereinigten Staaten haben ein Rekordhoch erreicht. Eine Folge auch der desaströsen Politik Donald Trumps. Warum die Entwicklung in den USA auch für uns nicht ohne Folgen bleibt.

Wenn man die Zahl 40 Billionen in Ziffern aufschreibt, dann steht da 40.000.000.000.000 – eine Vier und dreizehn Nullen, die in ihrer Aneinanderreihung eine schwer fassbare, beinahe irrationale Zahl bedeuten. Wobei sich der Begriff irrational zumindest im mathematischen Sinne verbietet.

In den Vereinigten Staaten ist die Zahl ungeachtet aller gefühlten Irrationalität bittere Realität geworden. In Dollar bezeichnet sie den derzeitigen Schuldenstand der USA, der noch nie in der Geschichte des Landes so hoch war. Das hat das amerikanische Finanzministerium mitgeteilt. Gut eineinhalb Jahre nach dem Amtsantritt von Donald Trump ist die Ankündigung des amerikanischen Präsidenten, die Staatsausgaben senken zu wollen, Makulatur, wie vieles, was Trump im Laufe der Jahre von sich gegeben hat. „Erst im Januar 2022 waren 30 Billionen Dollar erreicht worden. Der aktuelle Schuldenstand entspricht etwa 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts“, schreibt der Commerzbank-Analyst Bernd Weidensteiner in einer Analyse zur US-Staatsverschuldung.

Die Folgen sind auch an den Kapitalmärkten absehbar. Die Renditen auf amerikanische Staatsanleihen sind zuletzt auf ein Niveau gestiegen, das seit 2007 nicht mehr erreicht worden war. Das hat damit zu tun, dass Anleihen-Investoren eine höhere Risikoprämie auf ihr Investment haben wollen. Das ist kein Wunder, wo doch Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit der USA längst runtergestuft haben.

Die Schulden sind mittlerweile so hoch, dass allein die Zinsen den USA Lasten in Billionenhöhe aufbürden. „Der Finanzminister wird für das Haushaltsjahr 2026, das bis Ende September reicht, etwa 1100 Milliarden Dollar an Zinsausgaben leisten müssen. Seit 2021 haben sich die Zinsausgaben damit verdreifacht“, so Commerzbank-Experte Weidensteiner.

Die Staatsverschuldung, die für as Ende des laufenden Jahres auf etwas mehr als 39 Billionen Dollar veranschlagt worden war, ist schneller gestiegen als erwartet; die 40-Billionen-Grenze sollte eigentlich erst in zwei Jahren überschritten werden. Und damit ist ja noch nicht Schluss bei der Schuldenmacherei. „Schließlich plant die Trump-Administration für 2027 eine massive Anhebung des Verteidigungshaushalts von 1,0 Billionen auf 1,5 Billionen Dollar“, so Weidensteiner. Zudem reichten die Einnahmen der Rentenkassen nicht mehr für die Rentenzahlungen aus und erforderten daher zusätzliche Schulden. An der Stelle wird auch Trump von der Demografie eingeholt: immer mehr Amerikaner, die länger leben, immer weniger Amerikaner, die mit ihrer Arbeit das Leben der älteren Generation finanzieren.

Dass der Schuldenanstieg sich schon jetzt viel schneller vollzogen hat als gedacht, liegt daran, dass Donald Trump das Geld mit vollen Händen ausgegeben hat. Das Prunkstück seiner verfehlten Wirtschafts- und Finanzpolitik ist der „One Big Beautiful Act“, jenes „große schöne Gesetz“, mit dem Trump die von ihm geschaffenen Steuerleichterungen bezeichnet hat. Das Problem: Sie kosten den Staat mehr als drei Billionen Dollar an Einnahmen. Und davon abgesehen, kommen sie vor allem den Milliardären und Millionären zugute sowie den Senatoren, die Trumps Steuerpläne politisch gebilligt haben, während das Trump’sche Wahlvolk mal wieder in die Röhre schaut. Dazu kamen Zoll-Pläne, die von Gerichten gestoppt wurden, und Ausgaben für einen Krieg im Iran, den der Präsident zwar angezettelt hat, aus dem er aber keinen Ausweg mehr findet. Die Folgen für das Wirtschaftswachstum klingen desaströs. Die Universität von Pennsylvania hat herausgefunden, dass allen die Steuervergünstigungen das Bruttoinlandsprodukt der USA in den nächsten zehn Jahren um 0,3 und binnen drei Jahrzehnten um 3,4 Prozent sinken lassen würden. Wer nun glaubt, dass das Desaster jenseits des Atlantiks mit uns nichts zu tun hätte, irrt gewaltig. Denn der Schuldenberg der Amerikaner und seine Folgen haben auch Konsequenzen für die Alte Welt.

Höhere Zinsen Wenn die Renditen auf die US-Staatsanleihen steigen, dann treibt das auch das Zinsniveau weltweit nach oben. Die Konsequenz: Wenn die Zinsen auch bei uns stiegen, müssten Unternehmen und Verbraucher mehr Geld für Kredite ausgeben, Sparer bekämen mehr für ihre Geldanlage. Mittelfristig könnten auch die Bauzinsen nach oben gehen.

Weniger Investitionen Das Investitionsniveau würde nicht nur darunter leiden, dass Kredite teurer werden. Höhere Kapitalerträge, die für Investoren in den USA zu erzielen wären, würden Kapital über den Großen Teich locken. Die Folge: weniger Liquidität an den europäischen Märkten und auch deshalb weniger Investitionen.

Schwankender Euro Eine instabile US-Fiskalpolitik führt zu Schwankungen beim US-Dollar, was die Wettbewerbsfähigkeit des Euros im Welthandel unberechenbar macht.

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