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Schweiz – News und Hintergründe zum Inland | NZZ Nachrichten · Aug 20, 2026

Andri Silberschmidt erhält den Bonny-Preis

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Christina Neuhaus · Neue Zürcher Zeitung

Andri Silberschmidt erhält den Bonny-Preis

Hohe Ehre für den Zürcher FDP-Nationalrat. Der Politiker erhält den mit 100 000 Franken dotierten Freiheitspreis. Die liberale Bonny-Stiftung würdigt den 32-Jährigen für seinen Einsatz für Generationengerechtigkeit und bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen.

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Andri Silberschmidt.

Alessandro della Valle / Keystone

Der diesjährige Bonny-Preis für die Freiheit geht an den Zürcher FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt. Der 32-Jährige erhielt am Donnerstagabend die mit 100 000 Franken dotierte Auszeichnung gleichzeitig als Förder- und als Lebenspreis.

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Die Bonny-Stiftung würdigt insbesondere Silberschmidts Engagement für die Generationengerechtigkeit. Schon als Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz habe er 2017 zu den Wortführern im erfolgreichen Abstimmungskampf gegen die Reform der Altersvorsorge 2020 gehört, heisst es in der Medienmitteilung. Später habe er sich für die Renteninitiative der Jungfreisinnigen. engagiert. Silberschmidt vertrete dabei den Standpunkt, dass sozialpolitische Versprechen nicht auf Kosten künftiger Generationen finanziert werden dürften.

Gründer eines Gastrounternehmens

Ausgezeichnet wird auch Silberschmidts wirtschaftspolitisches Engagement. 2017 gründete er mit Partnern das Gastronomieunternehmen Kaisin, das laut Stiftung mittlerweile rund 150 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 2019 sitzt Silberschmidt im Nationalrat. Dort setzt er sich unter anderem für weniger Regulierung und bessere Bedingungen für Unternehmen ein. Zu seinen parlamentarischen Erfolgen zählt die Einführung der vollständig digitalen Unternehmensgründung. Weitere Vorstösse zur Modernisierung der GmbH, zur Stärkung des Produktionsstandorts und zu besseren Investitionsbedingungen fanden im Parlament Mehrheiten.

In seiner Laudatio lobte Beat Brechbühl, Vizepräsident der Stiftung, Silberschmidt als «en Gmögige» und «ä guete Cheib». Dass er verträglich sei, habe er unter anderem bewiesen, als er während der Session eine WG mit einer grünen Nationalrätin und einem SVP-Nationalrat geteilt habe.

Gewürdigt wurde auch der Bildungsweg des diesjährigen Preisträgers. Der im Zürcher Oberland aufgewachsene Politiker brach mit 15 Jahren das Gymnasium ab und absolvierte anschliessend eine Banklehre bei der Zürcher Kantonalbank. Später holte er die Berufsmatura nach, erwarb einen Master in Global Finance in London und einen LL.M. in Wirtschaftsrecht an der Universität Zürich. Die Stiftung sieht darin ein Beispiel für die Durchlässigkeit des dualen Schweizer Bildungssystems.

Silberschmidt begann seine politische Karriere früh. Mit 18 Jahren gründete er die Jungfreisinnigen im Bezirk Hinwil, später wurde er Präsident der Zürcher und schliesslich der Schweizer Jungfreisinnigen. 2019 gelang ihm im Alter von 25 Jahren der Einzug in den Nationalrat.

Kandidatur für den Zürcher Regierungsrat

Inzwischen strebt Silberschmidt ein Exekutivamt an. Im Juni nominierten ihn die Delegierten der Zürcher FDP als Kandidaten für die Regierungsratswahlen im April 2027. Die Bonny-Stiftung betont in der Laudatio, sie sei parteipolitisch neutral und die Auszeichnung sei nicht als Wahlempfehlung zu verstehen.

Die Bonny-Stiftung vergibt den Freiheitspreis jährlich an Personen oder Organisationen, die sich nach ihrer Einschätzung um die Erhaltung der Freiheit verdient gemacht haben. Sie wurde 2013 vom langjährigen FDP-Nationalrat und ehemaligen Biga-Direktor Jean-Pierre Bonny gemeinsam mit seinem Weggefährten Beat Brechbühl gegründet. Zu den früheren Preisträgern gehören unter anderen der ehemalige Bundesrat Kaspar Villiger, die Ökonomin Monika Bütler und  die NZZ-Journalisten Geri Schwarz und Katharina Fontana.

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