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The BIG TECHS · Feb 16, 2026

🤖 Der AI-Backlash-Moment ist da. Kommt jetzt der große KI-Crash? 💥

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Nils Jacobsen · The BIG TECHS

👋 Hey everyone!

Schadet uns AI eigentlich mehr, als sie uns nutzt? An diesem Punkt ist die große AI-Diskussion mittlerweile angekommen.

Wofür brauchst Du eigentlich AI – wenn Dich ChatGPT & Co. am Ende bequemer, unsozialer, fauler, antriebsloser und damit unattraktiver machen? Wenn Du also Schritt für Schritt zu einem schlechteren Fortpflanzungspartner wirst?

Diese Frage wirkt zunächst provokant. Aber sie wird aktuell immer öfter gestellt. Auf Twitter, gefühlt in jedem zweiten Bahnabteil, an der Bushaltestelle, am Rande jedes Elternabends, in Gesprächen mit Kollegen und Freunden.

Denn was passiert, wenn wir unsere eigenen Fähigkeiten verlernen bzw. zukünftige Generationen sie gar nicht mehr erlernen? Wenn Du Deine Gedanken nicht mehr selbst sortierst, weil AI es schneller kann. Wenn Du nicht mehr halbwegs strukturiert schreibst, weil das Tool den Job übernimmt. Wenn Du Telefonate vermeidest, weil WhatsApp oder vorgefertigte AI-Antworten bequemer ist. Wenn Smalltalk schwerfällt, Blickkontakt unangenehm wird und der Versuch eines Dates schon vorab aufgegeben wird – weil zu anstrengend.

Wenn Du Dich nicht mehr traust, in einer Bar, im Club oder auf der Straße jemanden anzusprechen, weil die Angst vor Ablehnung größer ist als je zuvor – und der schnelle Ersatz online nur ein paar Klicks entfernt liegt und in ein paar Jahren vielleicht eine AI-Girlfriend Alltag wird – wie in HER.

Die Geburtenraten geben bereits eine erste Antwort. Seit dem Aufkommen von iPhone und Social Media zeigen sie in vielen Ländern einen klaren, bitteren Trend nach unten. Wir leben im All-Things-Tech-Zeitalter – und gleichzeitig schrumpfen wir.

Das wirft eine unbequeme Frage auf: Was, wenn technologischer Fortschritt nicht automatisch gesellschaftlicher Fortschritt ist?

Wie „cool“ ist AI für die Menschheit, wenn gleichzeitig…
– ganze Branchen verschwinden,
– Massenarbeitslosigkeit droht,
– die Wirtschaft in eine Dauerrezession rutscht,
– und die Börsen kollabieren wie 2000 oder 2008?

Wie groß ist der Nutzen einer Technologie, wenn sie kurzfristig Produktivität steigert, aber langfristig Motivation, soziale Kompetenz und menschliche Beziehungen untergräbt?

So berechtigt diese Fragen sind – sie ändern nichts an der Realität. AI ist nicht mehr aufzuhalten. You can’t get the genie back in the bottle. Der Geist ist aus der Flasche. AI ist real. AI wird bleiben. Und AI wird Regeln setzen.

Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht mehr, ob wir diese Entwicklung wollen. Sondern, wie wir mit ihr umgehen. Es gewissermaßen ein Corona 2.0-Moment – verbunden mit der Frage, wie sich die Gesellschaft anpasst.

Abseits dieser philosophischen Fragen wird an der Börse 2026 der große AI-Trade rückabgewickelt. Der “Sell US-Tech“ ist bislang der Trade des Jahres.

Für Leser meines Newsletters The Big Techs ist das allerdings keine wirkliche Überraschung. Gleich zu Jahresbeginn habe ich in meinen „10 Surprises for 2026“ darauf hingewiesen, dass ein Tech-Bärenmarkt nach drei Jahren steigender Kurse überfällig ist. Zu lange, zu steil, zu euphorisch – irgendwann muss die Gegenbewegung kommen.

Friendly Reminder: Ich hatte auf den Bruch des Aufwärtstrends im The BIG TECHS-YouTube-Kanal bereits Mitte November hingewiesen – abonniert den Channel für Video Content rund um die Big Techs hier.

Und nun ist sie da. Die Stimmung ist in wenigen Wochen gekippt. Aus der AI-Euphorie ist regelrechter AI-Hass geworden. Zumindest für Besitzer von Software-Aktien fühlt sich der Markt aktuell wie ein schlechter Film an. Fast täglich brechen Titel aus dem Sektor zweistellig ein.

Der Grund ist immer derselbe: die Sorge vor der totalen AI-Disruption. Was jahrelang als Wachstumstreiber gefeiert wurde, wird plötzlich zum Existenzrisiko. Alle Mag 7-Werte notieren seit Jahresbeginn im Minus – Amazon und Microsoft hat es mit zweistelligen Kursverlusten besonders schwer erwischt. Big Tech hat sich in Kursgift verwandelt.

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Charlie Bilello@charliebilello

All 7 members of the Magnificent Seven are now down on the year and underperforming the S&P 500.

9:17 PM · Feb 14, 2026 · 131K Aufrufe

88 Antworten · 283 Reposts · 1.71K Likes

Der Tech-Bär von 2022 ist zurück. Drei Jahre lang lag er in Lauerstellung, nun will er wieder fette Beute. Das Playbook aus 2022 zeigt, wie brutal solche Phasen verlaufen können. Die typische Hype-Tech-Aktie verlor damals 60 bis 70 Prozent. Wer es vergessen hat, sollte sich nur einmal die Charts der ARK-Akrien anschauen. Euphorie ist schnell, Ernüchterung ist schneller. They (almost) never came back.

Story Stocks: Große Kursverluste seit Jahresbeginn (Stand: 13.2.)

Besonders hart trifft es aktuell jene Story-Stocks, die in den vergangenen Jahren die Fantasie der Anleger beflügelt haben. Namen wie Duolingo, Hims & Hers, Redditt oder zahlreiche Quantum-Computing-Werte stehen exemplarisch für eine Generation von Aktien, deren Bewertungen mehr auf Hoffnung als auf Cashflows beruhten. Die Stars von gestern werden heute zu den größten Verlierern.

Damit ist das Narrativ der Jahre 2023 bis 2025 komplett gekippt. Damals dominierte die Angst, den AI-Zug zu verpassen. Heute wächst die Erkenntnis, dass selbst der schnellste Zug irgendwann bremsen muss – und dass diese Bremsung an der Börse selten sanft erfolgt.

Besonders bitter ist das für Anleger, die in den Hochphasen eingestiegen sind. Der Weg zurück nach einem „Eiffelturm-Crash“ ist lang und steinig. Historisch entkommen ihm nur wenige Superstar-Unternehmen. Neben den Magnificent 7 waren das bei den 2021er-Darlings vor allem Netflix, Shopify oder Spotify, die 2024 und 2025 neue, deutlich massivere Hoch ausbildeten. Doch selbst diese Comeback-Stories haben zuletzt wieder massiv verloren. Die Wahrheit ist unbequem: Viele Aktien kommen nie wieder auf alte Höchststände zurück.

Stockpicking ist schwer. Und so soll es sein. Wer Alpha will, muss mit Schmerz leben. Gleichzeitig existiert an der Börse ebenfalls eine völlig andere Welt. Während Tech korrigiert, stehen klassische Dividendenwerte auf Allzeithochs. Ein breit gestreuter Dividenden-ETF wirft aktuell 3 bis 4 Prozent ab und liefert solide Renditen. Für viele Tech-Investoren ist das traditionell zu wenig und langweilig. Aber genau diese Langeweile ist langfristig oft der größte Vorteil – von allem im gegenwärtigen Umfeld, das 2026 gerade erst 6-7 Wochen alt ist.

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