🙋 Hey everyone!
2026 ist gerade einmal sechs Wochen alt, doch der Newscycle könnte für ein ganzes Jahr reichen. AI-Sorgen. Tech-Ausverkauf. SaaS-Crash. Speicherhersteller-Boom. Und schließlich: der totale Krypto-Kollaps. Und auf der anderen Seite: Gold- und Silber-Boom und dann ebenfalls Absturz der edlen Metalle. Dazu ein neuer Notenbankchef. Wow!
In meinen 10 Surprises for 2026 hatte ich auf mögliche Überraschungen in diesem Jahr hingewiesen, die sich nahezu in Echtzeit materialisieren. 2022 Vibes liegen in der Luft. Let’s have a look:
Das war die erste und die wichtigste Prediction. Sechs Wochen später deutet viel auf einen Regimewechsel hin, der stark an 2022 erinnert. Tech-Aktien haben einen ziemlichen Fehlstart hingelegt und ihre Underperformance aus dem vierten Quartal 2025 fortgesetzt bzw. beschleunigt. Bis auf Alphabet und Meta performen alle Mag 7 2026 schwächer als der S&P 500. In der abgelaufenen Quartalssaison reagierten lediglich die Anteilsscheine von Meta und Apple überhaupt positiv auf das veröffentlichte Zahlenwerk.
Vor allem Microsoft zeigte ungewohnte Schwäche: Auf die an sich solide Quartalsbilanz reagierte der letztes Jahr noch wertvollste Konzern der Welt mit Abschlägen von 11 Prozent – YTD beträgt das Minus gar 15 Prozent. Die “Mister Softee”-Aktie ist damit 2026 der bislang der Mag 7-Konzern an der Börse. Yikes!
Aber auch Amazon, für Scott Galloway noch der Mag-7-Pick des Jahres, hängt schon wieder tief hinten dran. Amazon verschreckt die Börse nicht so sehr mit seiner Q4-Bilanz, als vielmehr mit seinen mit KI-Investments im XXL-Format. Die Aktie rauschte daraufhin nachbörslich um rund zehn Prozent ab.
CEO Andy Jassy kündigte ein Investitionsprogramm an, das in seiner Dimension selbst für Amazon-Verhältnisse außergewöhnlich ist. Amazon hob seine Investitionsausgaben für 2026 auf rund 200 Milliarden Dollar an. Der Markt hatte mit etwa 147 Milliarden gerechnet. Künstliche Intelligenz, eigene Chips, neue Rechenzentren, Robotics, Satelliten – Amazon investiert kompromisslos und langfristig. Kurzfristige Margen spielen dabei eine untergeordnete Rolle, das große Versprechen lautet: hoher ROIC über Jahrzehnte. Genau diese Logik hat Amazon in der Vergangenheit groß gemacht.
Die Botschaft aus dem Earnings-Call war unmissverständlich: Amazon hebt seine Investitionsausgaben für 2026 auf rund 200 Milliarden Dollar an. Der Markt hatte mit etwa 147 Milliarden gerechnet. Die Differenz ist kein Detail, sondern ein Statement.
Doch der Zeitpunkt ist heikel. An der Wall Street wächst nach den Capex-Ankündigungen von Alphabet, Microsoft und anderen Tech-Giganten die Sorge vor einem unkontrollierten AI-Investitionswettlauf. Immer mehr Kapital fließt in Infrastruktur, während unklar bleibt, wann und in welcher Höhe sich diese Ausgaben monetarisieren lassen. Der Markt reagiert allergisch auf das Gefühl, dass Quartale geopfert werden, um Visionen zu finanzieren.
Amazon denkt – wie in seinen besten Zeiten – nicht in Earnings-Calls, sondern in Infrastruktur-Monopolen. Das Problem: Die Börse honoriert diese Denkweise derzeit nicht. Und damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt, die lange verdrängt wurde: Was läuft eigentlich schief bei Amazon – und ist Andy Jassy noch der richtige CEO?
Die Zahlen liefern den Kritikern Munition. Seit Jassy 2021 die operative Führung übernommen hat, ist die Amazon-Aktie um gerade einmal 15 Prozent gestiegen. Über fünf Jahre betrachtet – also inklusive der Phase, in der der Abschied von Jeff Bezos bereits absehbar war – liegt das Plus bei rund 20 Prozent. Im Vergleich dazu wirken andere Tech-Giganten wie aus einer anderen Börsenwelt. Apple, Meta und Alphabet haben ihre Aktionäre in diesem Zeitraum deutlich besser entlohnt.
Der Kontrast wird noch schärfer, wenn man die historische Messlatte anlegt. Jassy ist offenkundig kein Tim Cook. Der Apple-CEO strauchelte nach dem Tod von Steve Jobs zunächst selbst massiv, mit einem Drawdown von rund 45 Prozent in den Jahren 2012 und 2013. Danach fand er jedoch seine Linie – und lieferte bis heute Shareholder Returns von rund 1.500 Prozent. Eine vergleichbare Lernkurve ist bei Amazon bislang nicht erkennbar.
Dass die Wall Street mit Jassys Exekution unzufrieden ist, zeigt sich auch im laufenden Jahr. Nach dem erneuten Kurssturz liegt die Aktie rund 10 Prozent im Minus und war bereits im Vorjahr der schwächste Wert unter den Mag 7 – ebenso wie über die vergangenen fünf Jahre. Die Geduld der Investoren wird sichtbar auf die Probe gestellt.
Besonders schmerzhaft ist der Vergleich mit Walmart. Der Handelsriese hat Amazon in den vergangenen fünf Jahren an der Börse deutlich abgehängt, kommt auf ein Kursplus von über 160 Prozent und wird inzwischen sogar mit einem höheren KGV bewertet. Walmart – ausgerechnet.
Die zentrale Frage bleibt damit offen: Investiert Amazon heute visionär in die Infrastruktur von morgen – oder verzettelt sich der Konzern in einem Capex-Rausch, der Vertrauen kostet und Rendite vernichtet? Die Antwort darauf entscheidet nicht nur über die Zukunft der Aktie, sondern auch über das Vermächtnis von Andy Jassy.
Tatsächlich sind die Enttäuschungen nicht auf die Mag 7 beschränkt. Der ganze Software-Komplex kommt seit Jahresbeginn gehörig unter die Räder. Das neue Narrativ lautet: AI eats Software.
Mitten in der größten KI-Hausse seit Jahrzehnten erlebt ausgerechnet die Software-Industrie ihren eigenen Absturz. Während Chips, Infrastruktur und Rechenzentren neue Bewertungsdimensionen erreichen, geraten klassische SaaS-Aktien massiv unter Druck. Titel wie Adobe, Salesforce oder Oracle notieren teils 30, 40 oder sogar 50 Prozent unter ihren Allzeithochs. Selbst Microsoft, lange Zeit das Maß aller Dinge an der Börse, schwächelt deutlich: Die Aktie liegt mittlerweile 28 Prozent unter dem Hoch – und nur noch auf Platz vier im globalen Börsenranking statt auf dem jahrelang abonnierten Spitzenplatz.
Das eigentliche Tech-Drama spielt sich jedoch jenseits der Mag-7-Schlagzeilen ab, dort, wo über Jahre die vermeintlich unzerstörbare Software-Aristokratie residierte. Unternehmen wie SAP, ServiceNow, Workday oder DocuSign erleben einen abrupten Stimmungsumschwung. Aus Cloud-Glorie und planbaren Abo-Erlösen ist binnen weniger Quartale ein Free-Fall-Narrativ geworden. Die Aktienkurse erzählen plötzlich nicht mehr die Geschichte von Stabilität und Preissetzungsmacht, sondern von struktureller Verunsicherung.
Der Kern der Sorge liegt im klassischen SaaS-Geschäftsmodell selbst. Per-Seat-Lizenzen leben davon, dass viele Menschen viele Stunden mit Software arbeiten. Künstliche Intelligenz tut jedoch das Gegenteil: Sie verdichtet Arbeit, automatisiert Prozesse oder ersetzt sie vollständig. Was für Unternehmen Produktivitätsgewinne bedeutet, wirkt aus Investorensicht wie ein Brandbeschleuniger für die Angst vor schrumpfenden Lizenzvolumina. Wenn ein KI-Agent die Arbeit von fünf Mitarbeitern erledigt, braucht es am Ende womöglich nur noch einen Software-Zugang – oder gar keinen mehr.
Diese Skepsis ist längst nicht mehr nur theoretisch. „Viele Buy-Side-Investoren sehen derzeit keinen Grund, Software-Aktien zu besitzen – egal wie günstig sie sind“, schreibt der Mizuho-Analyst Jordan Klein. Genau das ist das Problem für den Sektor: Es fehlt an einem klaren Re-Rating-Katalysator. Wachstum allein reicht nicht mehr, wenn zugleich die strukturelle Frage im Raum steht, ob KI das Geschäftsmodell langfristig aushöhlt.
In den Bewertungen spiegelt sich diese Angst bereits wider. Zahlreiche Software-Aktien handeln inzwischen auf KGV-Niveaus, die den tiefsten Stand seit rund zehn Jahren markieren. Der Markt preist damit fast ein Worst-Case-Szenario ein: Wertschöpfung wandert zu Modell-Anbietern, Hyperscalern und Hardware-Produzenten, während Software zunehmend zur austauschbaren Hülle degradiert wird. Ob diese pessimistische Sicht überzogen ist oder den Beginn einer neuen Ordnung markiert, wird eine der zentralen Fragen der kommenden Tech-Jahre sein. Klar ist nur: Die Underperformance der SaaS-Aktien ist kein Randphänomen mehr – sie ist zum dominanten Gegennarrativ der KI-Euphorie geworden. Ich habe darüber im Detail bei heise online geschrieben.
AI-Gewinner gibt es allerdings immer noch. In der exakten Gegenwelt zur gebeutelten Software-Branche stehen nämlich jene Unternehmen, die schon beim ersten Internet-Boom das physische Rückgrat der digitalen Ökonomie gebaut haben. Speicherhersteller haussieren derzeit wie keine andere Tech-Gruppe. Aktien von Micron, Western Digital, Seagate und SanDisk liefern genau das, was Künstliche Intelligenz zwingend benötigt: Speicher.
Denn KI lebt nicht von Rechenleistung allein, sondern von Daten. Modelle müssen gespeichert, geladen, trainiert und permanent mit neuen Informationen gefüttert werden. GPUs ohne ausreichend schnellen und skalierbaren Speicher sind am Ende nichts weiter als teure Rechenhüllen. Je größer die Modelle, je komplexer die Anwendungen, desto kritischer wird der Speicher als Engpassfaktor.
Diese neue industrielle Realität trifft auf einen beispiellosen Investitionszyklus. Hyperscaler bauen Rechenzentren in einem Tempo, das Angebot, Planung und Kapazitäten der Speicherindustrie zunehmend überfordert. Meta allein hat zuletzt seine Capex-Pläne für 2026 auf 115 bis 135 Milliarden Dollar angehoben – und das ist nur ein einziger Big-Tech-Player unter vielen.
Besonders angespannt ist die Lage bei NAND-Flash. Die globale Produktion ist hoch konzentriert, neue Kapazitäten verschlingen zweistellige Milliardenbeträge und benötigen Jahre bis zur Marktreife. NAND lässt sich nicht kurzfristig hochskalieren. Das Ergebnis ist eine klassische Angebotsknappheit mit realer Preissetzungsmacht für die Hersteller – ein Zustand, der nach Einschätzung vieler Marktteilnehmer mindestens bis 2027 anhalten dürfte.
Davon profitieren sogar Geschäftsmodelle, die lange als Relikte vergangener Tech-Zyklen galten. Selbst klassische HDD-Spezialisten feiern ein Comeback, weil Hyperscaler bei gigantischen Datenmengen weiterhin auf kosteneffiziente, skalierbare Festplattenlösungen setzen. Old Tech wird plötzlich wieder systemrelevant.
Die Kursentwicklungen spiegeln diesen Paradigmenwechsel brutal wider. Auf Jahressicht stehen bei einzelnen Werten Kursgewinne von 350 bis über 1.800 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn teils dreistellige Zuwächse innerhalb weniger Wochen. Das Markt-Learning ist dabei ebenso simpel wie gnadenlos: KI ist längst keine reine Software-Story mehr. Sie ist eine Infrastruktur-, Energie- und vor allem eine Speicher-Story. Ich habe diese Story ebenfalls im Detail bei heise online aufgeschrieben.
Die ultimative Crash-Story des Jahres kommt unterdessen aus der spekulativsten Assteklasse, deren Case für den Absturz ich in den “10 Surprises” skizziert hatte. Bitcoin ist unterdessen in den freien Fall übergegangen. Friendly Reminder: Ich hatte auf den Bruch des Aufwärtstrends beim Bitcoin in diesem Video im The BIG TECHS-YouTube-Kanal bereits Mitte November hingewiesen – abonniert den Channel für Video Content rund um die Big Techs hier.
Vier Monate, minus 50 Prozent. Was nach einer gewöhnlichen Korrektur klingt, markiert in Wahrheit einen der schärfsten Stimmungsumschwünge in der jüngeren Geschichte von Bitcoin. Noch im Oktober notierte die Kryptowährung auf einem Allzeithoch von rund 126.000 Dollar. In der Spitze hat Bitcoin mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt – und das in einem Umfeld, in dem klassische Aktienindizes lediglich moderat nachgegeben haben.
Dabei war die Erwartungshaltung vor wenigen Monaten kaum zu überbieten. Der Markt sprach vom „greatest bullrun ever“. Kursziele von 200.000 Dollar galten als konservativ, Prognosen von über einer Million Dollar bis 2030 wurden als mathematische Gewissheit präsentiert. Bitcoin, so das verbreitete Narrativ, sei das neue „Sound Money“, ein überlegenes Wertaufbewahrungsmittel, das strukturelle Defizite des bestehenden Finanzsystems behebe.
Zweifel an dieser Erzählung waren unerwünscht. Wer sie äußerte, hatte „es nicht verstanden“. Die Debatte war weniger von Argumenten geprägt als von Glaubenssätzen. In dieser Phase erreichte die Hybris einen Höhepunkt.
Nun jedoch ist Ernüchterung eingekehrt. Bitcoin hat sämtliche Gewinne seit November 2024 wieder abgegeben und ist ohne nennenswerte Gegenwehr in den Bereich von 70.000 Dollar zurückgefallen – zeitweise wurde vergangene Woche sogar die 60.000-Dollarmarke getestet. Der Bereich um 70.000 Dollar ist unterdessen von zentraler Bedeutung: Er markierte nicht nur das Hoch des Bullenmarktes von 2021, sondern fungierte zugleich als charttechnisch entscheidende Marke.
Dass auch diese Unterstützung nicht hielt, ist ein Alarmsignal. Innerhalb nur eines Tages crashte Bitcoin am vergangenen Donnerstag bis auf 60.000 Dollar – ein Verlust von rund 10.000 Dollar binnen 24 Stunden. Supportzonen, die über Monate hinweg beschworen wurden, erwiesen sich als brüchig.
Auffällig ist dabei die Struktur des Abverkaufs. Es handelt sich nicht um einen klassischen Flashcrash, ausgelöst durch einzelne große Marktteilnehmer, der rasch wieder aufgefangen wird. Vielmehr wirkt die Bewegung kontrolliert, sukzessive und anhaltend.
Ein entscheidender Unterschied zu früheren Zyklen liegt in der Marktstruktur: Bitcoin ist inzwischen über börsengehandelte ETFs tief in das System der Wall Street integriert. Was im Bärenmarkt 2022 noch fehlte, entfaltet nun seine Wirkung. ETFs werden nach festen Regeln liquidiert, komplett emotionslos – Kapital fließt mechanisch ab. In diesem Prozess entstehen zusätzliche Abwärtsdynamiken, die es in früheren Zyklen so nicht gab. Hinzu kommen mögliche Zwangsliquidierungen bei Unternehmen, die Bitcoin als Treasury-Asset halten und bei fallenden Kursen unter Druck geraten.
Damit rückt eine grundsätzliche Frage wieder in den Vordergrund: Wo liegt eigentlich der Boden eines Assets, das keinen inneren Wert besitzt? Bitcoin wird primär von Marktpsychologie und Charttechnik getrieben. Beides sendet derzeit klare Warnsignale.
Ein Blick in die Historie mahnt zur Vorsicht. In früheren Bitcoin-Bärenmärkten waren Kursverluste von 70 bis 80 Prozent keine Seltenheit. Überträgt man diese Größenordnung auf das jüngste Hoch, läge eine potenzielle Zielzone bei etwa 38.000 Dollar. Im Extremfall könnte die Phase der echten Kapitulation also noch bevorstehen.
Bemerkenswert ist zudem, dass selbst ein politisch vermeintlich positives Umfeld bislang keinen stabilisierenden Effekt hatte. Die Hoffnung auf regulatorischen Rückenwind und institutionelle Akzeptanz hat den Abverkauf nicht verhindert. Im Gegenteil: Gerade die stärkere Einbindung in das traditionelle Finanzsystem könnte sich kurzfristig als Belastung erweisen.
Der erneute Kryptowinter ist damit kaum mehr wegzudiskutieren. Durchhalteparolen, Verweise auf das mögliche Ende der Vierjahreszyklen und langfristige Heilsversprechen verlieren an Überzeugungskraft, wenn der Markt in kurzer Zeit so massive Vermögensverluste produziert.
Es könnte der Moment sein, in dem Bitcoin zumindest teilweise entzaubert wird – nicht als technologische Innovation, wohl aber als vermeintlich alternativloses Wertaufbewahrungsmittel. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob sich ein tragfähiger Boden ausbildet oder ob der Markt erst durch eine tiefere Phase der Kapitulation gehen muss, bevor neues Vertrauen entstehen kann.
Bitcoin-Besitzer, die wie in früheren Bärenmärkten eine erneute Kurshalbierung mitgemacht haben, müssen sich indes die Frage gefallen lassen, ob sie das Risikomanagement bei der Geldanlage eigentlich “verstanden” haben...
Stell Dir vor, Du bist all-in Krypto, hast deinen Einsatz halbiert, hättest stattdessen aber auch aktuell auf Allzeithochs notieren können. Wie das geht, hat der Schweizer Fondsmanager Thierry Borgeat wunderbar in diesem Tweet herausgearbeitet.
Tatsächlich erleben Dividendenaktien dieser Tages ein bemerkenswertes Comeback. In Fintwit-Community werden sie ohnehin seit Jahren mit einem eingängigen Schlachtruf gefeiert: “Hoch die Hände, Dividende!” Tatsächlich spricht viel für das Comeback. Nach Jahren im Schatten des AI-Hypes schätzen Anleger wieder verlässliche, moderat bewertete Dividenden-Werte – vermeintlich „boring stocks“ wie Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pepsi oder Walmart.
Value ist plötzlich wieder in, wie ein fast vergessener Leitindex beweist: Wow, der Dow! Zum ersten Mal in der Geschichte hat der Dow Jones Industrial Average am Freitag die magische 50K-Marke nicht nur markiert, sondern per Schlusskursbasis genommen.
Früher war der Dow das unbestrittene Leitbarometer der Wall Street – ja, der ganzen Börsenwelt. Dann hat ihm der S&P 500 mit seiner Big Tech-Gewichtung und dem Mag7-Glamour Rang und Performance abgelaufen (wobei mit Apple, Microsoft, Amazon und #Nvidia mittlerweile immerhin 4 der Mag-7-Titeln auch im Dow vertreten sind). 2026 gibt nun eindeutig der DJIA den Ton an. Die Geschichte dieses noch jungen Börsenjahres wird damit ziemlich treffend erzählt: (Big)Tech schwächelt – die Old Economy boomt.
Und nicht nur das: Auch eine andere Überraschung für 2026 hat sich bereits ereignet: Die Gold-und Silber-Hausse läuft weiter. Die in den “10 Surprises” genanten magischen Marken von Gold bei 5000 Dollar und Silber bei 100 Dollar wurden bereits abgearbeitet, ehe eine überfällige Korrektur einsetzte.
Damit verbunden haussieren die Schwellenländerbörsen. Für mich sind das die vorherrschenden Investmenttrends des Jahres, wenn nicht der nächsten Jahre, die ich in einem gesonderten Post oder Letter ins den nächsten Wochen weiter im Detail behandeln möchte. Merke: Es muss nicht immer Tech sein.
Nicht minder spektakulär als der Jahresstart an den Kapitalmärkten war bislang der Hamburger Winter. Not gonna lie: Ich kann mich in meiner Lebenszeit nicht an einen Jahresauftakt fast durchgehend in Weiß erinnern. Gefühlt sechs Wochen Schnee und mitunter arktische Temperaturen von bis –15 Grad in der Nacht. Wow, wow, wow!
Wenn ich nicht gerade erkältet war, habe ich diese Zeit sehr genossen. Schlitten fahren, durch den Schnee stapfen. Wenn schon Winter, dann richtig. Und wenn man sich den Schnee abklopft hat, steht schon bald Frühling parat. Vielleicht schon im März.
👋 Bis dahin – cheers & all the best!
Disclaimer: Keine Anlageberatung | keine Anlageempfehlung | keine Gewähr | keine Haftung
Dieser Newsletter dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Alle enthaltenen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und basieren auf zum Zeitpunkt der Veröffentlichung als zuverlässig erachteten Quellen. Dennoch übernehme ich keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Die in diesem Newsletter besprochenen Meinungen und Ansichten können sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern.
Bitte beachten Sie, dass der Handel mit Finanzinstrumenten Risiken birgt und hohe Verluste verursachen kann. Jeder Leser sollte sich bewusst sein, dass vergangene Wertentwicklungen keine Garantie für zukünftige Ergebnisse bieten. Bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, sollten Sie Ihre persönliche Risikobereitschaft und finanzielle Situation sorgfältig prüfen und gegebenenfalls professionellen Rat von unabhängigen Finanzberatern einholen.
Haftungsausschluss: Der Ersteller dieses Newsletters und alle damit verbundenen Parteien übernehmen keinerlei Haftung für etwaige Verluste oder Schäden, die aus der Nutzung der bereitgestellten Informationen resultieren könnten.
Keine Posts

Comments
Nothing yet. Say the first thing.
Sign in to join the conversation.