Liebe Leser:in,
in diesem Newsletter gehe ich auf den Corporate Influencer Day und die Re:pubica näher ein und stelle Bezüge zu LinkedIn her.
Never gonna give you up. So lautet das Motto der re:publica in Berlin, auf der ich vom 18. bis 20. Mai bin. Das klingt nach Trotz, ist aber keiner. Es geht um Haltung und dem Wunsch, etwas in unserer digitalen Welt zu verändern.
Ich liebe das Event und bin deshalb seit rund 14 Jahren regelmäßig bei der Re:publica dabei. Das Programm der #rp26 war in diesem Jahr wieder großartig.
Die Liveberichterstattung über die re:publica hält sich auf LinkedIn in Grenzen, obwohl es keine größere europäische Konferenz zur 𝗱𝗶𝗴𝗶𝘁𝗮𝗹𝗲𝗻 Gesellschaft gibt: mehr als 30.000 Besucher:innen waren es 2025.
Bei anderen Events wie der OMR, dem Corporate Influencer Day oder der Zukunft Personal sieht das anders aus. Darüber gibt es zeitnah viele Postings auf LinkedIn, weil HR- und LinkedIn-Themen auf diesen Events häufiger sind. Dann liegt es nahe, darüber auch hier zu schreiben.
Ich glaube jedoch nicht, dass es an einem fehlenden "Sichtbarkeits-Ökosystem" liegt. So nennt es Christoph Salzig. Im Programm der #rp26 habe ich fast kein LinkedIn-Thema wahrgenommen. Somit gibt es weniger unmittelbare Anlässe.
Politische und gesellschaftliche Themen und Akteure gibt es viele auf LinkedIn. Diese sind sogar manchmal ziemlich erfolgreich, wie das Mirko Lange, Marc Raschke und viele NGOs vormachen.
Hinzu kommt die Plattformlogik. Bei den meisten anderen Events wird auf LinkedIn mit einer gewissen Zeitverzögerung berichtet. Ich nutze erst nach meiner RP die Gelegenheit, auf der Heimfahrt von Berlin nach München im Zug darüber (zu "bloggen" aka) zu posten.
Mit der Twitter-Liveberichterstattung von früher ist das nicht zu vergleichen.
Ich habe mich auf der Republica besonders für das Thema digitale Souveränität interessiert und dazu tolle Vorträge von Markus Beckedahl und Dr. Laura Sophie Dornheim gehört, die es auch auf Youtube zu sehen gibt.
Meine Tipps für den Besuch eines Events:
✅ Nutze lieber die Gelegenheit, mit den Teilnehmenden zu networken, statt in viele Vorträge hineinzugehen. Bei der RP ist vieles auf Youtube dokumentiert.
✅ Schreibe allenfalls zwei Beiträge über das Event: Warum gehst Du auf das Event? Was hat es Dir gebracht?
✅ Verabrede Dich gezielt mit einzelnen Personen, die Du ansonsten nicht so oft sehen kannst.
✅ Spreche auch diejenigen an, die in einer Menschentraube stehen. Nur so lernst Du auch neue Menschen kennen.
Wer es nicht auf die Re:publica geschafft hat, aber dennoch neugierig auf einzelne Themen ist, findet von vielen Sessions die Videos auf Youtube. Dazu genügt es, "republica youtube" zu googeln.
👉 Vielen Dank für die tollen Community-Side-Events am 18. und 19. Mai im Goldenen Handwerk und beim Griechen, Bianca Oertel, Thorsten Ising und allen anderen.
Über unsere Gespräche und unser Wiedersehen habe ich mich gefreut, Vivian Pein, Kai Heddergott, Arne Klempert, Jochen Hencke, Katrin Kahle, Edda Vogt, Marile Glöcklhofer, Rouven Kasten, Nicole Nehaus-Laug, Manuela Braun, Carmen Hillebrand, Max Mundhenke, Stefanie Michels, Carline Mohr, Vera Schneevoigt, Oliver Gassner, Leander Wattig, Kai Heddergott, Lars Basche und viele weitere.
Mir hat die re:publica wieder einmal gut gefallen. Vielen Dank für die tollen Gespräche und das angenehme Networking.
Ich freue mich, wenn Du den Eck-Newsletter weiterempfiehlst oder mir Feedback gibst.
Viele Grüße
Klaus Eck
Denk nach, bevor du postest. Viele LinkedIn-Akteure tun das nicht. Dabei ist es der einzige Weg, um sich vom wachsenden Strom austauschbarer Inhalte abzuheben.
KI kann schnell Texte produzieren. Gute sogar. Aber ohne eine eigene Idee dahinter bleibt jeder Text leer, egal wie reibungslos er klingt.
Ich lese täglich zahlreiche LinkedIn-Postings und merke dabei nicht mehr, ob sie eine selbstständige Kommunikationsberaterin, eine HR-Verantwortliche eines Konzerns oder ein Corporate Influencer geschrieben hat. Oft sind es dieselben Thesen in einer ähnlichen Struktur. Selbst die Sprache wiederholt sich im Stil. Der Newsfeed wird so zum Echo.
Wann hast du 3 Wochen lang nicht auf LinkedIn geschaut, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben? Nun bin ich zurück aus meinem Urlaub in Südfrankreich.
✅ 3 Wochen, in denen ich auf dieser Plattform unsichtbar war, ohne dass es mich gestört hätte.
Ich bin seit 22 Jahren auf LinkedIn, davon die meiste Zeit über sogar aktiv. Deshalb fühlt es sich für mich seltsam an, wenn ich mehr als einen Tag lang nicht auf diese Plattform schaue.
Doch während unseres Urlaubs ging das überraschend gut. So hatte ich nie FOMO, sondern habe einfach LinkedIn Detox betrieben. Somit gab es in letzter Zeit keine neuen Beiträge, Likes oder Kommentare von mir.
Verpasst habe ich bestimmt vieles, aber meine Businesswelt ist nicht zusammengebrochen. Ich melde mich als selbständiger Corporate Influencer Berater immer eindeutig ab und hatte meine "Anrufbeantworter" sowohl auf Outlook wie LinkedIn Messenger aktiviert.
Wer vorher 2 Stunden am Tag auf LinkedIn unterwegs ist, dürfte verstehen, wie seltsam ein Leben ohne ist.
✅ In Aix-en-Provence, Avignon und Montpellier widmete ich meine Aufmerksamkeit lieber dem französischem Lebensgefühl. Renate Eck und ich haben lieber Stadt und Land in Südfrankreich erkundet (siehe Fotos).
Was unterscheidet funktionierende Corporate Influencer Programme von denen, die nach 6 Monaten still wieder einschlafen? Im Corporate Influencer Podcast trafen wir auf die Branchen Energie, Handel und Industrie.
Beim Corporate Influencer Day 2026 haben Sophie Rickmann und ich live in Berlin mit drei Menschen unseren Corporate Influencer Podcast aufgezeichnet.
Unsere Podcast-Gäste beschreiben ihre Unternehmenserfahrungen mit dem Corporate Influencing: Dabei nehmen Stefanie Steinmetz (GASAG Gruppe), Fabian Brütt (HellermannTyton) und Elisa Birekoven (REWE Group) kein Blatt vor dem Mund. Sie haben uns offen erzählt, was beim Aufbau ihrer Programme funktioniert hat, wo sie sich schwer getan haben und was sich gerade in diesem Feld jeweils verändert.
Ok, ich bin ein Boomer. Corporate Influencer Programme sind meistens divers. Alt tritt auf Jung. Deshalb liebe ich das Corporate Influencing.
Denn Corporate Influencing steht für Change, bei dem im Idealfalle Brücken zwischen den Generationen innerhalb einer Organisation gebaut werden.
In diesem Sinne startete der Corporate Influencer Day mit dem jungen Influencer Fabian Grischkat und endete mit einer 64jährigen Professorin. Beide Parts waren unterhaltsam.
✅ Ich bin so gut wie jedes Mal beim Corporate Influencer Day in Berlin dabei gewesen, war für einige gefühlt schon immer da - und liebe die Atmosphäre des Events der Quadriga Media Berlin GmbH. Deshalb ist es kein Wunder gewesen, dass mich Lisa Reuter beim zehnten #cid26 als "Papa Klaus" anmoderiert hat. 😂
Prof. Dr. Anja Lüthy und ich waren schon beim ersten Mal 2019 dabei. Darauf ging sie humorvoll in ihrer tollen Präsentation ein, in der sie auch auf die Entwicklung des Internets einging.
Seit 12 Jahren sind mir Corporate Influencer eine Herzensangelegenheit, deshalb nehme ich die Vaterschaft gerne an. Wer schon immer bei dem Thema da war, kann auch mit dem Titel "Papa Klaus" leben.
✅ Als "Vater" oder besser Begleiter von mehr als 250 Corporate Influencer Programmen habe ich den Verantwortlichen ins Gewissen geredet: Achtet auf eine gute Strategie von Beginn an, ansonsten droht euer Corporate Influencer Programm nach ein bis zwei Jahren zu scheitern.
Auf dem Corporate Influencer Day haben Sophie Rickmann und ich Stefanie Steinmetz, Fabian Brütt und Elisa Birekoven in unseren Corporate Influencer Podcast eingeladen. Unsere Gäste geben einen tiefen Einblick ins Corporate Influencing zum Nachhören.
Jeden Monat lese ich beruflich bedingt einige hundert LinkedIn-Postings. Diese 5 Content-Perlen haben mich wirklich beschäftigt.
1️⃣ Anjoula Hummel war zum ersten Mal beim Corporate Influencer Day in Berlin und hat drei klare Botschaften mitgenommen. Corporate Influencing ist kein Sprint, sondern eine nachhaltige Veränderung. Am Ende bleibt das Wichtigste beim Menschen: Haltung, Erfahrung und Urteilskraft.
👉 Lesestoff
2️⃣ Karoline Gellrich war aufgeregt vor ihrem Vortrag beim Corporate Influencer Day. Völlig unnötig, denn sie hielt einen tollen Vortrag und erlebte eine Community, die sich gegenseitig aufbaut statt konkurriert. Ihr Thema trifft viele: Wie überzeuge ich den Betriebsrat von einem Corporate Influencer Programm?
👉 Lesestoff
3️⃣ Andrea Hartmair stellt den LinkedIndex 2026 vor und zieht eine klare Schlussfolgerung: Erfolgreiche CEO-Kommunikation basiert nicht auf Posting-Frequenz, sondern auf einem konsistenten Führungsnarrativ. Wer heute kein klares Profil aufbaut, verschwindet morgen auch im KI-Radar.
👉 Lesestoff
4️⃣ Verena Krones interviewt Isabelle Schütz von den AllianzAmbassadors und lässt sie 19 konkrete Learnings aus ihrem Corporate Influencer Programm teilen. Praxiswissen direkt von einer der bekanntesten Programmverantwortlichen der Community. Wer ein CI-Programm aufbaut oder verbessern will, findet hier echten Mehrwert.
👉 Lesestoff
5️⃣ Daniel Rettig erklärt, warum wir KI-Antworten so widerstandslos vertrauen: Sie sind sprachlich glatt, klingen kompetent und liefern keine Quelle. Diese Quellenblindheit macht uns anfällig für Fehlinformationen und gezielte Manipulation. KI-Antworten sollten immer der Ausgangspunkt einer Recherche sein, nie ihr Abschluss.
👉 Lesestoff

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