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Eck Newsletter · Apr 13, 2026

10 Tipps für Evergreen Content auf LinkedIn

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Klaus Eck · Eck Newsletter

Liebe Leser:in,

26 Jahre bin ich selbstständig. Von Anfang an habe ich auf die digitale Transformation gesetzt. Bereut habe ich es nicht, selbst wenn es nicht immer leicht war. Ich bin stolz darauf.

Im April 2000, habe ich den Sprung gewagt. Damals bin aus einer Festanstellung als Online-Chef der Werben & Verkaufen in die unsichere, raue See der Selbstständigkeit. Ohne das Internet wäre ich heute nicht selbstständig.

✅ Wirtschaftskrisen habe ich in dem Vierteljahrhundert einige erlebt und gut überstanden. Immerhin startete ich in der Dotcom-Blase und arbeitete Anfang der Nuller-Jahre mit vielen Internet-Firmen zusammen. Social Media gab es noch nicht, dafür aber Blogger und sogar die ersten Corporate Blogs.

Ich weiß noch, wann ich meinen ersten Kundenworkshop durchgeführt habe: Am 11.9.2001 wurden 2 Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York gesteuert. Nach dem Terroranschlag bin ich abends vom Köln-Bonner-Flughafen heimgeflogen. Das fühlte sich seltsam an.

Zu Beginn der Nullerjahre habe ich mich auf Plattformen wie Xing vernetzt, bevor ich im Juni 2003 durch ein Interview mit dem Mitgründer Konstantin Guericke als Mitglied Nr. 3 zu LinkedIn in Deutschland stieß.

✅ Ich habe meine digitale Identität schon früh aktiv gesteuert: 1999 begann ich selbst zu bloggen und 2004 gründete ich den PR-Blogger.

Tatsächlich setze ich seitdem auf ein rotes Hemd, eine rote Brille und einen Anzug als Signage im Rahmen meines Personal Brandings. Auf einen Irokesenschnitt habe ich aus Gründen lieber verzichtet.

✅ Das Thema Personal Branding hat mich fasziniert, seit ich es für mich im Tim Peters-Titel-Beitrag „The Brand called You“ der Zeitschrift Fastcompany (August 1997) entdeckt habe.

Kein Wunder, dass ich später gleich zwei Bücher über Reputation Management geschrieben habe.

Ich bin dankbar, diese mehr als zweieinhalb Jahrzehnte gemeinsam mit meinen Kunden, meiner Familie, Wegbegleitern wie Winfried Ebner, Alexander Wunschel, Sophie Rickmann und der großartigen Corporate-Influencer-Community zu verbringen.

Am 21. und 22. April geht unser Corporate Influencer Club auf der ZP Süd weiter. Dich erwartet in Stuttgart ein reichhaltiges Programm auf der Employer Branding Stage.

🎫 Am ersten Abend findet wieder unserer Corporate Influencer Meetup in einem Restaurant statt. Einfach anmelden: https://luma.com/weeu2s2c


Ich freue mich, wenn Du den Eck-Newsletter weiterempfiehlst oder mir Feedback gibst.

Viele Grüße

Klaus Eck

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Hat Dein Posting ein Verfallsdatum? Es brennt keine Zündschnur, aber dennoch verlieren viele LinkedIn-Beiträge schon nach kurzer Zeit jeden Wert. Ich präsentiere Dir 10 Tipps für Evergreen Content.

In meinem Newsfeed häufen sich Texte, die 2, 3 und 4 Wochen alt sind. Erbarmungslos spielt der LinkedIn-Algorithmus sie aus, obwohl sich keiner mehr für Ostern oder ein altes Event interessiert.

Mich nerven nichtssagende Postings, die mir in keiner Hinsicht helfen oder mich nicht inspirieren.

Oft ist es einfach nur kalter Kaffee. Doch das muss gar nicht so sein, wenn Du bei einigen Deiner Postings auf Evergreen Content setzt und diese planst.

Evergreen Content ist zeitlos und nicht an aktuelle News, Trends oder Events gebunden. Diese kannst Du auch für LinkedIn einsetzen.

Evergreen-Inhalte wirken sich für Dich positiv auf LinkedIn aus: Je mehrwertiger ein Beitrag, desto eher speichern ihn Deine Kontakte für später.

Saves sind die neuen Likes. Sie zahlen unmittelbar auf Dein Personal Branding ein und stärken Deine Sichtbarkeit im Newsfeed.

👉 Zum LinkedIn-Beitrag

Stell Dir vor, Du postest nie wieder für den Algorithmus, sondern nur noch für einen bestimmten Menschen. Was würde sich ändern? Ich mache damit gute Erfahrungen.

Es nimmt mir die Angst davor, nicht gelesen zu werden.

Die Zielgruppe ALLE wird gerne auf LinkedIn adressiert, aber bringt mir viel zu wenig.

Worauf zahlen 100.000 Impressions für einen LinkedIn-Beitrag ein? Auf viel Reichweite und Sichtbarkeit. Aber wofür wirklich? Oft fehlt dabei der Impact, der auf Deine konkreten Businessziele einzahlen.

Hohe Impression-Zahlen verführen uns nur dazu, die falschen Inhalte zu posten, um schnelle vermeintliche Erfolge zu erzielen.

Das lässt unsere Inhalte oft nur flacher werden. Damit erzeugst Du zwar mehr Resonanz. Doch erinnert LinkedIn so immer mehr an Facebook und Instagram.

Relevant ist Dein Beitrag für Deine Zielgruppe so vermutlich weniger. Ihm fehlt es an Expertise.

✅ Je weniger komplex unsere LinkedIn-Inhalte sind, desto mehr Aufmerksamkeit erhalten sie.

👉 Zum LinkedIn-Beitrag

In einer Welt, in der alle mit KI arbeiten, werden unsere tatsächlichen Fähigkeiten bedeutsamer. Darauf weist der LinkedIn-CEO in einem Interview deutlich hin. Deine Berufsbezeichnung wird unwichtiger.

Ryan Roslansky warnt im lesenswerten Handelsblatt-Interview:

👉 „Fähigkeiten sind die eigentliche Währung auf dem Arbeitsmarkt. ... Stellen Sie sich vor, Ihre Berufsbezeichnung gibt es ab morgen nicht mehr. Sie sind nicht gefeuert, aber Sie können den Titel nicht mehr verwenden.

Fragen Sie sich: Was würden Sie jemandem erklären, was Sie tun?

Fangen Sie an, Ihre tatsächlichen Aufgaben zu katalogisieren. Das ist der erste Schritt, um zu verstehen, wo Sie im KI-Zeitalter stehen." (Handelsblatt, 31.3.26)

Diese Frage kannst Du übrigens ganz gut im Profil-Infotext auf LinkedIn beantworten und damit auf Deine Reputation und Sichtbarkeit einzahlen.

👉Jeder Job ist letztlich „eine Sammlung von Aufgaben“.

Spannend wird es, wenn Du ehrlich selbst überprüfst, welche Deiner Arbeitsaufgaben sich mit KI automatisieren und erweitern lassen oder verändern. So entscheidet sich, ob Du Dein Profil schärfst und auf Dein Personal Branding einzahlst.

Wer hingegen auf KI-Slop im Autopiloten setzt und per KI kommentiert, erreicht damit auf LinkedIn keine Leserschaft. Die generischen KI-Texte sind austauschbar und lassen sich keinem Menschen mehr zuordnen, weil jede:r sie hätte schreiben können.

Erst wenn Du Deine persönlichen Erfahrungen mit einbringst und Deine Haltung zu einem Thema deutlich machst, bist Du nicht mehr austauschbar, sondern einmalig mit Deiner persönlichen Perspektive.

👉Mach selbst den Test: Lese in Deinem Feed die Texte durch, ohne auf die Content Creator zu achten. Weißt Du dann, wer den gelesenen (KI-)Text verfasst hat?

Ich bin dankbar für unsere Community, die sich für 2 Tage im Corporate Influencer Club eingefunden hat. Sophie Rickmann und ich haben eure Begeisterung gespürt.

Was die Referent:innen von Beiersdorf, HellermannTyton, Dr. Oetker, Funke, der Stadt Hamburg, der Stern-Wywiol Gruppe, der Investionsbank Sachsen-Anhalt und Goldbeck miteinander verbindet, das ist die Leidenschaft mit der die jeweiligen Kernteams für ihre Corporate Influencer brennen.

Wir haben zahlreiche Best Practices aus den unterschiedlichsten Branchen kennengelernt und zahlreiche Learnings mitgenommen:

👉 Zum LinkedIn-Beitrag

LinkedIn interessiert sich nicht dafür, was Du im letzten Sommer getan hat. Aber LinkedIn schaut sich genau an, was Du zuletzt gelesen hast. Jede Interaktion wirkt sich direkt auf Deinen Newsfeed aus.

In Echtzeit wertet der LinkedIn Algorithmus Dein Verhalten aus. Dadurch wirkt sich alles, was Du in den vergangenen Stunden und Tagen angeklickt, gelesen und kommentiert hast, unmittelbar auf den ausgelieferten Content aus:

✅Die angezeigten Beiträge in Deinem Newsfeed spiegeln wider, womit Du Dich gerade beschäftigst. Wenn Du Dich über ein neues Thema informierst, greift der Feed diese Recherche auf und liefert Dir weitere tiefergehende Inhalte.

Bist Du jedoch vielseitig interessiert, ohne klaren Fokus, tut sich der Algorithmus damit schwer, Dir einen passenden Newsfeed anzubieten.

Dann bekommst Du vielleicht zahlreiche Inspirationen, die sich aus Deinem LinkedIn-Verhalten ergeben, aber nicht zu Deiner Zufriedenheit beitragen.

Jeden Tag entscheidest Du somit neu, was für Dich relevant und bedeutsam ist. Ändern sich Deine Interessen schneller, passt sich Dein Newsfeed sogar innerhalb derselben LinkedIn-Sitzung an.

Bei alledem berücksichtigt LinkedIn auch den Kontext, der sich aus Deinem Profilslogan, Infobereich und Kenntnissen und weiteren Profilinformationen ergibt.

👉 Zum LinkedIn-Beitrag

Schnell, schnell. Ich will in 10 Minuten ein LinkedIn-Posting raushauen. Mir fehlt die Zeit. Kommt Dir das bekannt vor? Dann mach es nicht. Denn so entstehen die Beiträge, die niemand auf LinkedIn liest.

Die Motivation für die schnelle Content-Produktion ist leicht nachzuvollziehen:

✅ LinkedIn hat weder für Corporate Influencer, Vorstände noch für andere Menschen auf dieser Plattform die Top-Priorität. Alle haben oftmals Besseres zu tun.

Ich erwische mich selbst immer wieder dabei, dass ich zwischen zwei Terminen einen Text verfassen will. Doch das funktioniert einfach nicht.

✅ Je weniger Du Dir für die Content Creation Zeit nimmst, desto flüchtiger wirkt das Ergebnis.

Auf LinkedIn sehe ich viele Texte, die nicht geschrieben sind, sondern abgefertigt.

Storytelling Fehlanzeige.

Stattdessen werden Wörter aufgezählt, die in jedem anderen Posting stehen könnten.

Aus einem Reflex heraus posten einige jeden Tag, weil die eigene Sichtbarkeit eine gewisse Frequenz benötigt. Nur, was bringt eine hohe Frequenz, wenn es an Substanz fehlt. So entsteht nur ein banales Grundrauschen im Newsfeed.

✅ Nach 10 bis 20 Minuten Content Creation bin ich meistens unzufrieden mit meinem Text und arbeite lieber länger daran, bis er mir selbst gefällt.

👉 Zum LinkedIn-Beitrag

Es gibt die guten Postings auf LinkedIn. Doch sie sind nicht immer leicht zu finden. Deshalb sammle ich jeden Monat 5 Content-Perlen, die mir positiv aufgefallen sind.

1️⃣ Wer KI nutzt, ohne selbst zu denken, verlernt genau das. Oliver Hoffmann Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann nennt es "kognitive Kastration": die schleichende Entmündigung durch falschen KI-Einsatz. Es lohnt sich, erst zu denken und dann zu prompten.

👉 Lesestoff

2️⃣ Felix Beilharz hat 22 wichtige Cheat Sheets zusammengestellt, die Dir einen guten Überblick über den LinkedIn-Algorithmus verschaffen.

👉 Lesestoff

3️⃣ Die Allianz Ambassadors haben an einem gemeinsamen Content-Day gleichzeitig an 3 Standorten Fotomaterial für LinkedIn-Postings erstellt. Eine tolle Idee, über die Isabelle Schütz berichtet:

👉 Lesestoff

4️⃣ Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank - apoBank startet mit "apoInsider" ihr Corporate Influencer Programm, das Mitarbeitende als glaubwürdige Stimmen nach innen und außen sichtbar macht. Matthias Jaworski gibt einen ersten Einblick:

👉 Lesestoff

5️⃣ 23 heise-Mitarbeitende haben in einem Workshop bei mir gelernt, wie sie auf LinkedIn zu authentischen Corporate Influencern werden. Mehr darüber berichtet heise:

👉 Lesestoff

👉 Welcher dieser Beiträge spricht dich am meisten an?

11 % aller KI-Antworten zitieren LinkedIn als Quelle. Deine Corporate Influencer entscheiden mit, ob deine Marke dabei vorkommt oder nicht.

Eine neue Semrush-Studie hat 89.000 LinkedIn-URLs analysiert, die von ChatGPT Search, Google AI Mode und Perplexity zitiert wurden. Das Ergebnis ist eindeutig: LinkedIn landet bei KI-Zitationen auf Platz 2, noch vor YouTube und allen großen Nachrichtenverlagen.

👉 Was zitiert die KI bevorzugt?

Die Semrush-Studie zeigt hierbei ein klares Muster (siehe auch die Grafiken):

✅ Originäre, lehrreiche Inhalte mit echtem Mehrwert

✅ Artikel zwischen 500 und 2.000 Wörtern

✅ Kürzere LinkedIn-Beiträge mit 50 bis 299 Wörtern

✅ Inhalte von Autoren, die regelmäßig posten (5+ Beiträge pro Monat)

✅ Profile, die mehr als 2.000 Follower haben

Herausgefunden hat die Studie, dass reine Weiterleitungen, vage Formulierungen und generische Meinungen ohne Substanz keinen GEO-Effekt haben. So etwas wird kaum zitiert.

Hingegen fokussieren sich 54 bis 64 % der zitierten Beiträge auf Wissenstransfer und praktische Ratschläge.

Deshalb sollten Unternehmen über ihre LinkedIn-Präsenz nachdenken.

👉 Zum LinkedIn-Beitrag

Warum Behördenkommunikation gar nicht unsexy und langweilig sein muss, das zeigte unser LinkedIn Local München.

Beim LILO Muc haben Stefanie Nimmerfall und Patrik Riedel das Corporate Influencer Programm der Landeshauptstadt München vorgestellt. Ich durfte den Abend moderieren.

✅ Ich kenne die Aktivitäten der 42 Münchner Corporate Influencer schon seit einigen Jahren, bin dennoch immer wieder beeindruckt, wie offen und transparent die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung auf LinkedIn kommunizieren.

Damit sind die Münchner:innen erfolgreicher als mit ihrem Unternehmensauftritt, dem immerhin 42.000 Personen folgen.

👉 Zum LinkedIn-Beitrag

Was passiert, wenn Du das Unternehmen berätst, das Dich als Kommunikator geprägt hat? In den 90iger Jahren habe ich die c't und Telepolis verschlungen, nun unterstütze ich die Corporate Influencer von heise.

c't, iX und Telepolis haben mich in den frühen 90ern aufs IT-Business und Internet neugierig gemacht. Heise war für mich keine Marke, sondern ein Fenster in eine neue Welt. Denn in deren Computerzeitschriften wurde früh erklärt, wie Technologie, Internet, Netzkultur und IT-Fachjournalismus zusammengehören.

✅ Davon habe ich zunächst als Journalist beim Computerwoche Verlag und als Chefredakteur von werben & verkaufen online profitiert. Vielleicht hätte ich diese Welt als Politikwissenschaftler ohne diese Lektüre gar nicht wahrgenommen.

Später kam noch das t3n Magazin dazu, dass ich seit 21 Jahren regelmäßig lese. Inzwischen gehört es auch zum Heise Verlag.

Umso mehr freut es mich, dass ich Heise bei seinem Corporate Influencer Programm begleiten darf.

👉 Zum LinkedIn-Beitrag

Read the original on klauseck.substack.com

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