Heute möchte ich mich mit einem Gefühl beschäftigen, das ihr wahrscheinlich alle gut kennt: dem Gefühl der Unsicherheit. In meinem Praxisalltag begegnet es mir fast täglich in ganz unterschiedlichen Gewändern. Viele bezeichnen dieses Gefühl als „negativ“ und möchten es möglichst schnell wieder loswerden. Mal ist es die Klientin, die vor einer Entscheidung steht und sich fragt, ob sie überhaupt das Recht hat, sich zu irren. Mal ist es der Klient, der nach einem beunruhigenden Befund tagelang nicht mehr richtig schläft, obwohl noch gar nichts feststeht. Und fast immer ist dieses Gefühl mit derselben Frage verbunden: Was kann ich tun, um mich sicherer zu fühlen, um mehr Selbstbewusstsein zu bekommen, um dieses unerträgliche Gefühl wieder loszuwerden?
Meine Antwort darauf ist für die meisten überraschend, weil sie damit nicht gerechnet haben. Ich verrate sie hier noch nicht. Nur so viel: Sie hat weniger mit Techniken zu tun, mit denen man Unsicherheit angeblich in den Griff bekommt, und mehr mit einer Frage, die wir uns selten stellen, wenn wir mitten in einer unsicheren Situation stecken. Eine Frage, die nicht danach fragt, wie wir dieses Gefühl loswerden, sondern was es eigentlich mit uns macht, wenn wir aufhören, dagegen anzukämpfen.
Wer heute Mitte dreißig ist, hat in einem einzigen Berufsleben schon mindestens zwei Zeitalter durchquert, und er hat es nicht bemerkt, während es geschah. Wer etwa 2010 seine Ausbildung begann, lernte in einer Welt, in der ein Fachwissen, ein Abschluss, ein Handwerk noch ein ganzes Erwerbsleben tragen konnte, ein Fundament, auf das man bauen durfte. Wer heute, gut fünfzehn Jahre später, auf denselben Beruf blickt, sieht das Fundament bereits unterspült. Lernende Maschinen stellen Diagnosen, verfassen Texte, schreiben Code, oft schneller und manchmal treffsicherer als die Menschen, die jahrelang dafür ausgebildet wurden. Was 2010 als solide Qualifikation galt, wirkt 2026 wie ein Griff ins Leere, weil eine Software in Sekunden das leistet, wofür andere Jahre gebraucht haben. Und das ist kein ferner Trend, es ist ein leises Beben, mitten unter den Dingen, die uns bisher Halt gaben: der Beruf, die Ausbildung, das Gefühl, zu wissen, wie die Welt funktioniert, und mit jedem Beben wird deutlicher, wie wenig davon je wirklich fest war.
Hartmut Rosa hat diese Erfahrung als Beschleunigung beschrieben, als eine strukturelle Verdichtung von Zeit, in der immer mehr Ereignisse, Entscheidungen und Anforderungen in immer kürzere Zeiträume gepresst werden, bis der Boden selbst zur bewegten Fläche wird (Rosa, 2005).
Das Ergebnis ist paradox: Wir verfügen über mehr Information, mehr Optionen, mehr Werkzeuge als je zuvor und fühlen uns dabei doch unsicherer als frühere Generationen. Byung-Chul Han beschreibt diese Gegenwart, die ihre eigene Erschöpfung kaschiert, in der Unsicherheit nicht ausgesprochen, sondern ästhetisch geglättet wird (Han, 2020). Wir polstern die Ungewissheit mit Optimierung, mit Selbstmanagement, mit dem stillen Versprechen, dass genug Vorbereitung jede Wendung des Lebens bändigen könnte. Künstliche Intelligenz verschärft dieses Gefühl gerade dort, wo es am empfindlichsten ist, an unserer Wissenshoheit. Wenn eine Maschine schneller diagnostiziert, formuliert und antwortet als wir selbst, wird eine Frage unausweichlich, die weit über Arbeitsmärkte hinausreicht: Worauf gründet sich eigentlich unser Gefühl von Sicherheit, Selbstbewusstsein oder Kompetenz, wenn genau das, was wir gestern noch als sicher wahrgenommen haben, morgen schon obsolet sein könnte. Und hier wird es schnell existenziell, denn diese gesellschaftliche Verunsicherung geschieht ja nicht nur im Außen, sie wandert nach innen, wird persönlich, oft unbemerkt und schleichend.
Wenn der Boden im Kleinen wackelt
Markus sitzt seit Tagen vor zwei Entwürfen einer E-Mail. Ein Angebot liegt vor ihm, sicherer, besser bezahlt, aber auch spürbar uninteressanter als das, was er gerade tut. Er schreibt eine Absage, löscht sie. Schreibt eine Zusage, löscht auch die. Es ist nicht so, dass ihm Argumente fehlten. Er hat für beide Seiten gute Gründe gesammelt, immer wieder, bis die Gründe selbst begonnen haben, sich gegenseitig aufzuheben. Was ihn eigentlich lähmt, zeigt sich nicht im Kopf, sondern im Körper: eine Enge im Brustkorb, sobald er sich für eine der beiden Optionen entscheidet, ein Ziehen im Nacken, das nicht verschwindet, sondern nur die Seite wechselt. Diese Szene ist typisch für das, was wir gewöhnlich Entscheidungsangst nennen, doch der Begriff verschleiert mehr, als er klärt. Was Markus erlebt, ist zunächst schlicht Unsicherheit, das Nichtwissen, wie sich eine offene Zukunft entwickeln wird. Problematisch wird sie erst durch das, was wir daraus machen. Wir behandeln Unsicherheit selten als das, was sie ist, ein Gefühl, das uns orientiert, indem es uns zeigt, an welcher Stelle wir noch nicht wissen. Stattdessen übersetzen wir sie sofort in Alarm, in ein Problem, das gelöst werden muss, bevor wir überhaupt zu Ende gefühlt haben, was da eigentlich ist. Genau an diesem Punkt beginnt die Verwandlung: Sobald wir Unsicherheit nicht mehr erleben, sondern bekämpfen, erzeugen wir daraus, ohne es zu bemerken, Angst.
Die Unsicherheit, die uns menschlich macht
Diese Verwandlung hat eine lange philosophische Vorgeschichte. Martin Heidegger beschrieb die Sorge als Grundstruktur unseres In-der-Welt-Seins, nicht als Störung, sondern als das, was uns überhaupt erst auf eine offene Zukunft hin ausrichtet (Heidegger, 2006). Wer in der Welt existiert, existiert notwendig unter Bedingungen, die er nicht vollständig kennt und nicht vollständig kontrollieren kann. Søren Kierkegaard ging noch weiter und deutete die Angst als notwendige Begleiterin der Freiheit: Wo Möglichkeiten offenstehen, entsteht zwangsläufig auch das Schwindelgefühl, sich zwischen ihnen entscheiden zu müssen, ohne im Voraus zu wissen, welche die richtige ist (Kierkegaard, 1844/2015). Irvin Yalom und Emmy van Deurzen haben aus dieser Tradition eine eigenständige existenzielle Psychotherapie entwickelt, die den Tod, die Freiheit, die Isolation und die Sinnfrage als Grundgegebenheiten des Menschseins begreift, nicht als pathologische Themen, sondern als das, womit jedes bewusste Leben sich auseinandersetzen muss (Yalom, 2015; van Deurzen, 2012). Aus dieser Perspektive ist Unsicherheit kein Defekt in einem ansonsten reibungslos funktionierenden System. Sie ist der Preis dafür, ein Wesen zu sein, das um seine eigene Zukunft weiß, ohne sie zu kennen.
Wie unmittelbar diese Grundverfassung werden kann, zeigt sich in Situationen, die zunächst nichts mit großer Philosophie zu tun haben. Frau K. erhält nach einer Routineuntersuchung den Hinweis, ein Wert müsse noch „abgeklärt“ werden. Niemand sagt ihr, was das bedeutet, und genau in dieser Lücke beginnt etwas zu arbeiten. Bis zum nächsten Termin verändert sich etwas an ihrer Wahrnehmung der Zeit, nicht dramatisch, eher leise. Der Alltag läuft weiter wie immer, doch er fühlt sich vorläufig an, als könnte er sich jeden Moment als Kulisse eines anderen Lebens entpuppen. Nachts wacht sie auf, ohne zu wissen, warum der Kopf sofort wach ist, während der Körper noch müde ist. Tagsüber ertappt sie sich dabei, wie sie ein und denselben Gedanken immer wieder durchgeht, als ließe sich durch genug Wiederholung eine Gewissheit erzeugen, die es noch gar nicht gibt. Kleine Dinge werden auffällig laut: ein Ziehen im Rücken, das sie sonst ignoriert hätte, ein Wort der Ärztin, das sie immer wieder abspielt, auf der Suche nach einem Ton, der etwas verraten könnte. Das ist keine Einbildung und keine Übertreibung. Es ist ein Nervensystem, das in einen Zustand erhöhter Wachsamkeit gerutscht ist, weil es eine Bedrohung vermutet, deren Umriss es nicht kennt, und das deshalb auf alles reagiert, was auch nur entfernt danach aussieht.
Was Frau K. erlebt, ist die Angst vor einer Krankheit, die noch gar nicht feststeht, und die Angst davor, dass sich mit einer einzigen Diagnose das ganze Leben von einem Tag auf den anderen verändern könnte, der Alltag, die Zukunftspläne, das Bild, das sie von sich selbst hatte. Zugleich zeigt sich darin etwas, das über diesen konkreten Anlass hinausreicht: das plötzliche Sichtbarwerden dessen, was ohnehin die ganze Zeit galt, dass wir über unsere nächste Woche, unseren nächsten Herzschlag, letztlich nicht verfügen. Normalerweise blendet unser Alltag diese Tatsache zuverlässig aus. Wir planen, verabreden uns, kaufen auf Vorrat, als wäre die Zukunft ein Ort, den wir schon kennen. Der offene Befund reißt dieses Ausblenden für eine Weile auf. Auch hier zeigt sich die zentrale Bewegung dieses Kapitels: Was wir Angst nennen, ist oft eine Unsicherheit, die wir nicht mehr als Gefühl gehalten haben, sondern die wir, aus Überforderung oder Gewohnheit, sofort in eine Bedrohung übersetzt haben, in Schlaflosigkeit, Grübeln und einen Körper, der auf Alarm steht, obwohl noch niemand weiß, wovor er sich eigentlich schützen soll.
Was sich bei Frau K. in den Tagen bis zum Befund zeigt, ihre Schlaflosigkeit, das kreisende Denken, das plötzlich laute Ziehen im Rücken, lässt sich nicht allein aus ihrer konkreten Situation erklären. Peter Levine hat gezeigt, dass das autonome Nervensystem auf eine noch nicht eingeordnete Bedrohung nicht mit gezielter Abwehr reagiert, sondern mit einem allgemeinen Zustand erhöhter Erregung, der so lange bestehen bleibt, bis eine klare Orientierung möglich wird (Levine, 2014). Genau das erlebt Frau K., ihr Körper bleibt im Alarm, nicht weil eine Krankheit feststeht, sondern weil er keine Einordnung vornehmen kann, solange der Befund offen ist. Bessel van der Kolk ergänzt, dass ein Organismus, dem diese Orientierung fehlt, das Gefühl von Sicherheit selbst verliert, unabhängig davon, ob überhaupt eine reale Gefahr vorliegt (van der Kolk, 2024). Auch das lässt sich an Frau K. ablesen: ihre Wachsamkeit richtet sich nicht auf eine bestätigte Diagnose, sondern auf das bloße Nichtwissen. Thomas Fuchs macht sichtbar, was Frau K. von innen erfährt: dass wir seelische Zustände nicht nur denken, sondern »leiben« ( d. h. den eigenen Körper unmittelbar als beseelt und empfindend erleben, nicht nur als Objekt besitzen), dass Gefühl und Körper keine getrennten Sphären sind, sondern eine gemeinsame, gelebte Erfahrung (Fuchs, 2022). Solange sie ihre Unsicherheit noch als Gefühl hält, zeigt sich das im Körper als eine Weite, die durchaus Spannung enthält, aber noch Raum lässt, ein Wachsein, das nicht einengt. Sobald sie in Angst kippt, wie in den Nächten, in denen sie aufwacht, ohne zu wissen warum, verengt sich genau dieser Raum: Der Atem wird flacher, der Fokus tunnelt sich auf die Bedrohung. Der Unterschied zwischen Gefühl und Emotion ist damit keine begriffliche Feinheit, sondern eine körperlich spürbare Schwelle, die sich an ihrem eigenen Beispiel ablesen lässt.
Genau an dieser Schwelle setzt die Frage an, was wir mit Unsicherheit eigentlich tun sollen. Die naheliegende Antwort, sie so schnell wie möglich zu beseitigen, mehr Informationen zu sammeln, mehr Kontrolle herzustellen, mehr abzusichern, führt selten dorthin, wo wir hinwollen. Die Forschung zur sogenannten Ambiguitätsintoleranz zeigt, dass gerade der Versuch, jede Ungewissheit vorab auszuräumen, das Nervensystem eher wachsamer macht statt ruhiger, weil das Nichtwissen selbst als Bedrohung markiert wird, unabhängig davon, ob überhaupt eine reale Gefahr vorliegt (Carleton, 2016). Wer Unsicherheit auf diese Weise behandelt, gerät in einen Kreislauf, der sie verstärkt statt löst: Je mehr wir versuchen, sie zu kontrollieren, desto bedrohlicher erscheint sie, sobald sich zeigt, dass Kontrolle an ihre Grenzen stößt (Clark & Beck, 2014).
Der andere Weg beginnt nicht mit dem Versuch, das Nichtwissen zu beseitigen, sondern mit der Bereitschaft, es für einen Moment auszuhalten, ohne sofort zu handeln. Das ist keine passive Ergebenheit, sondern eine geübte Fähigkeit. In der Praxis heißt das zunächst Innehalten: die Bewegung zu unterbrechen, mit der wir automatisch von der Unsicherheit zur Lösung springen wollen. Es folgt das Benennen, schlicht anzuerkennen, dass gerade Unsicherheit da ist, ohne sie in Katastrophenszenarien zu übersetzen. Und es folgt das Spüren, die Aufmerksamkeit dorthin zu legen, wo sich die Unsicherheit im Körper zeigt, in der Brust, im Nacken, im Atem, bevor der Verstand sie in eine Geschichte verwandelt. Jon Kabat-Zinn hat diese Grundhaltung als eine bewusste, urteilsfreie Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment beschrieben, die genau dort ansetzt, wo Denken sonst automatisch in Bewertung und Flucht kippt (Kabat-Zinn, 2019). Für Markus würde das bedeuten, die Enge im Brustkorb zunächst als das zu erkennen, was sie ist, ein körperliches Echo des Nichtwissens, nicht als Beweis dafür, dass eine der beiden Optionen falsch sein muss. Für Frau K. würde es bedeuten, den Tagen bis zum Befund ihre Vorläufigkeit zu lassen, ohne sie im Kopf schon mit einem Ergebnis zu füllen, das noch gar nicht feststeht.
Diese Praxis verändert die Unsicherheit nicht in Gewissheit. Sie verändert unsere Beziehung zu ihr. Statt sie sofort zu bekämpfen, lässt sie sich als das lesen, was sie ursprünglich ist, ein Gefühl, das uns zeigt, wo wir noch nicht wissen, kein Feind, sondern ein ehrlicher Kompass in einer Zukunft, die sich ohnehin nicht vollständig sichern lässt.
Wir begannen bei einer Gegenwart, die sich beschleunigt, während der Boden unter ihr unsicherer wird: Wissen, Beruf, Gewissheit, alles ist im Fluss, verstärkt durch Maschinen, die schneller lernen als wir. Diese kollektive Unsicherheit lässt sich nicht wegoptimieren, ebenso wenig wie Markus seine Entscheidung oder Frau K. ihren Befund einfach erzwingen können, indem sie sich mehr anstrengen. Was sich ändern lässt, ist unsere Beziehung zu diesem Nichtwissen. Solange wir Unsicherheit sofort in Alarm übersetzen, verwandeln wir ein normales, orientierendes Gefühl in eine Emotion, die uns überrollt. Aus Unsicherheit wird Angst. Lassen wir sie dagegen als das stehen, was sie ist, ein Zeichen dafür, dass wir in eine offene Zukunft hineinleben, ohne sie zu besitzen, dann verändert sich ihr Gewicht, ohne dass sie verschwindet. Das ist kein Trost im Sinne einer schnellen Auflösung, eher eine andere Art, mit wachen Augen dort zu stehen, wo der Boden schon immer weniger fest war, als wir geglaubt haben.
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Literaturverzeichnis
Carleton, R. N. (2016). Fear of the unknown: One fear to rule them all? Journal of Anxiety Disorders, 41, 5–21.
Clark, D. A., & Beck, A. T. (2014). Ängste bewältigen – ein Übungsbuch: Lösungen aus der Kognitiven Verhaltenstherapie (C. Campisi, Übers.). Junfermann.
Fuchs, T. (2022). Verteidigung des Menschen: Grundfragen einer verkörperten Anthropologie (Originalausgabe, 4. Aufl.). Suhrkamp.
Han, B.-C. (2020). Palliativgesellschaft: Schmerz heute (2. Aufl.). Matthes & Seitz.
Heidegger, M. (2006). Sein und Zeit (19. Aufl., unveränd. Nachdr. d. 15. Aufl.). Niemeyer.
Kabat-Zinn, J. (2019). Gesund durch Meditation: Das große Buch der Selbstheilung mit MBSR (H. Kappen, Übers.; Taschenbuchneuausgabe). Knaur.
Kierkegaard, S. (1844/2015). Der Begriff Angst. Reclam.
Levine, P. A. (2014). Sprache ohne Worte: Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt (6. Aufl.). Kösel.
Rosa, H. (2005). Beschleunigung: die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne. Suhrkamp.
Schneller, H. (2026) Innehalten im Staunen: Husserls Epoché und zentrumsloses Gewahrsein, https://doi.org/10.5281/zenodo.20574130
Van der Kolk, B. A. (2024). Verkörperter Schrecken: Traumaspuren in Gehirn, Geist und Körper und wie man sie heilen kann (T. Kierdorf & H. Höhr, Übers.; 9. Aufl.). G.P. Probst Verlag.
Van Deurzen, E. (2012). Existential counselling & psychotherapy in practice (3. Aufl.). SAGE.
Yalom, I. D. (2015). Existenzielle Psychotherapie. EHP – Verlag Andreas Kohlhage.

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