Der Februar ist ein seltsamer Monat. Er ist nicht mehr richtig Winter, aber auch noch kein Frühling. Ein Dazwischen, das sich manchmal schwerer anfühlt als der Winter selbst. Die Feiertage sind weit weg, die Energie des neuen Jahres ist verpufft, und die Tage sind zwar länger, aber noch nicht hell genug, um uns wirklich zu tragen. Ich mag diesen Monat einfach nicht.
Ich habe eine diffuse Schwere. Keine Depression, kein Drama — eher ein leises „Ich kann nicht mehr so viel“. Und das ist kein persönliches Versagen. Es ist Biologie.
Der Körper reagiert stark auf Licht. Und im Februar ist das Licht zwar zurück, aber noch nicht stabil. Das bedeutet:
Melatonin ist immer noch hoch — wir sind müder.
Serotonin steigt nur langsam — die Stimmung hinkt hinterher.
Vitamin‑D‑Speicher sind leer — das beeinflusst Energie und Immunsystem.
Temperaturschwankungen stressen das Nervensystem — der Körper mag das gar nicht.
Kurz gesagt: Der Februar ist ein hormonelles und emotionales Zwischenland.

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