feilen
GrammatikVerb · feilt, feilte, hat gefeilt
Aussprache [ˈfaɪ̯lən]
Worttrennung fei | len
GrundformFeile
Wortbildung
mit ›feilen‹ als Erstglied:
Feilarbeit
· Feilkloben · Feilmaschine · Feilspan · Feilstaub · Feilstrich
· mit ›feilen‹ als Letztglied: abfeilen · auffeilen · ausfeilen · durchfeilen · herausfeilen · nachfeilen · wegfeilen · zufeilen
· mit ›feilen‹ als Letztglied: abfeilen · auffeilen · ausfeilen · durchfeilen · herausfeilen · nachfeilen · wegfeilen · zufeilen
etw. mit der Feile bearbeiten, glätten
Beispiele:
einen, an einem Schlüssel, Hammer feilen
ein Werkstück rund, winklig, passend feilen
gerade, sauber feilen
den Grat von einer Kante feilen
(sich) [Dativ] die Fingernägel feilen
●
übertragen ⟨an etw. feilen⟩etw. bis zur letzten Vollkommenheit ausfeilen, glätten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Feile · feilen
Feile f. ‘Werkzeug aus Stahl zur glättenden Oberflächenbearbeitung’, ahd. fīhala (um 800), mhd. mnd. mnl. vīle, asächs. fīla, nl. vijl, aengl. fīl, engl. file und (mit Wechsel zwischen f und þ) anord. þēl (?). Herkunft ungeklärt. Geht man von germ. *finh(i)lō aus und vergleicht aind. piṁśáti ‘haut aus, schneidet zurecht’, griech. pikrós (πικρός) ‘scharf, bitter’, lat. pingere ‘malen, sticken mit der Nadel’, aslaw. pьsati, russ. pisát’ (писать) ‘schreiben’, so kann auf die Wurzel ie. *peik̑- (neben *peig-) ‘kennzeichnen durch Einritzen oder Färben, buntfarbig’ (s. Feh) zurückgegangen werden. – feilen Vb. ‘mit der Feile glätten’, ahd. fīhalōn (9. Jh.), mhd. vīlen ‘feilen, ritzen’.
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
abfeilen ·
abreiben ·
abschaben ·
abschleifen ·
abschmirgeln ·
feilen ·
glatt feilen ·
glatt reiben ·
glätten ·
schmirgeln
| Oberbegriffe |
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| Unterbegriffe |
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perfektionieren ·
vervollkommnen ●
(an etwas) feilen fig. ·
(den) letzten Schliff geben fig. ·
(etwas) auf Hochglanz polieren ugs.
| Assoziationen |
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Typische Verbindungen zu ›feilen‹ (berechnet)
Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›feilen‹.
Aerodynamik
akribisch
Athletik
Aussprache
Detail
Drehbuch
eifrig
emsig
Feinabstimmung
Feinheit
Feinschliff
fieberhaft
Fingernagel
Formulierung
Image
Kleinigkeit
Konzept
Manuskript
monatelang
Nagel
polieren
Profil
Schlagtechnik
Schusstechnik
stundenlang
tagelang
Taktik
Technik
wochenlang
Wurftechnik
Legende:
Adjektive
Substantive
Verben
Verwendungsbeispiele für ›feilen‹
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora
Ich behaupte: Wir waren konditionell besser, technisch besser, weil wir mehr Zeit hatten, an unserem Spiel zu feilen.
[Der Spiegel, 06.07.1987]
Etliche Funktionen sollen noch fehlen und auch an der Stabilität wolle man bis zur fertigen Version noch feilen.
[C’t, 2001, Nr. 14]
An der unpraktischen Handhabung muß der Hersteller aber noch feilen.
[C’t, 1998, Nr. 22]
Und doch ist alles so ziseliert, als hätten Jahre daran gefeilt.
[Tucholsky, Kurt: Der alte Fontane. In: Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien, Berlin: Directmedia 2000 [1919]]
Schließlich hat er noch ein halbes Jahr Zeit, an seiner Idee zu feilen.
[Die Zeit, 04.05.2013]
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