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Stefan A K Weichelt · Aug 2, 2026

Die Bauern spüren den Klimawandel – und bekommen dafür billigeren Diesel

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Stefan A K Weichelt · Stefan A K Weichelt

Traktor auf einem trockenen Feld in Deutschland. Foto: Ingo Bartussek

Es war so ein Post, an dem man hängenbleibt. Gelesen auf Facebook im Juli 2026. Jemand teilt einen Artikel über Wetterextreme in der Landwirtschaft, und das sie weiter billigen Diesel haben wollen, und darunter steht der Satz: „Die dummen Bauern haben dann halt gar keine Kartoffeln mehr.” 837 Likes, 328 Kommentare, 86 mal geteilt.

Ich verstehe den Impuls. Wirklich. Es hat ja etwas Absurdes, wenn dieselben Betriebe, die im Sommer über vertrocknete Felder klagen, im Winter mit Traktoren die Autobahnauffahrten blockieren, weil ihnen der Diesel zu teuer wird. Trotzdem ist „dumme Bauern” die faulste aller möglichen Reaktionen. Sie fühlt sich gut an, sie kostet nichts, und sie erklärt genau null.

Ich habe mir die Sache angesehen. Die Zahlen, die Interessen, die Rechnung. Und bin an einem ziemlich anderen Punkt herausgekommen, als ich dachte.

Vorweg, damit hier keine Missverständnisse entstehen: Ich bin kein Agrarwissenschaftler. Ich bin niemand, der morgens auf einen Acker geht und weiß, wie das Getreide steht. Was ich mache, ist Lesen – Behördenzahlen, Verbandsmitteilungen, Studien, Bundestagsdrucksachen – und dann versuchen, das so aufzuschreiben, dass man es ohne Vorbildung versteht. Das ist es, was mir Spaß macht: Sachen, die eigentlich alle angehen, aus einem Fachchinesisch rausholen, das meiner Meinung nach selbst Politiker nicht richtig verstehen, obwohl sie darüber entscheiden dürfen, wie es weitergeht. Aber das ist ein anderes Thema.

Emissionsinventare, Nährstoffbilanzen, Drucksachen mit vierstelligen Nummern – da steht das Wesentliche oft in einem Nebensatz auf Seite elf. Ich habe beim Lesen selbst dauernd Wörter nachschlagen müssen, also erkläre ich sie hier unterwegs gleich mit. Wenn dir eins davon längst geläufig ist, überlies es einfach.

Alles, was unten im Quellenverzeichnis steht, habe ich mir angesehen – die entscheidenden Passagen habe ich gelesen, nicht jede Studie von der ersten bis zur letzten Seite. Und einiges davon hat mich ziemlich kalt erwischt.

Der Frühling 2026 war außergewöhnlich trocken. Das sagt der Dürremonitor, und weil das jetzt so ein Wort ist: Der Dürremonitor ist eine Karte, die das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig täglich aktualisiert. Sie zeigt für ganz Deutschland, wie viel Wasser im Boden steckt, bis in etwa 1,80 Meter Tiefe, und vergleicht das mit dem Durchschnitt der letzten sechzig Jahre. Also nicht „hat es geregnet”, sondern „ist unten noch was da”. Für einen Landwirt ist genau das die Zahl, die zählt. Bayern war nach dieser Karte die trockenste Region des Landes.

Ende Juni kam dann eine Hitzewelle mitten in die Kornfüllungsphase. Das sind die Wochen, in denen das Weizenkorn seine Stärke einlagert und dick wird. Jeder heiße Tag kostet da unmittelbar Ertrag, weil die Pflanze abreift, bevor das Korn fertig ist. Ergebnis: bestenfalls eine durchschnittliche Ernte, regional deutlich schlechter. Aus Niedersachsen kamen im Juni Meldungen über eine katastrophale Rapsernte.

Und jetzt der Teil, den in der Empörungsspirale kaum jemand mitbekommt: Der Bauernverband selbst sagt völlig unmissverständlich, woran das liegt. Präsident Joachim Rukwied zum Ernteauftakt 2026, die Folgen des Klimawandels seien unmittelbar spürbar. Sein bayerischer Kollege Günther Felßner noch direkter, für die Landwirtschaft sei der Klimawandel bereits Realität.

Die Spitze des Bauernverbands leugnet den Klimawandel also keineswegs. Sie beschreibt ihn als das, was er für ihre Mitglieder ist: eine betriebswirtschaftliche Tatsache. Was der eine oder andere Landwirt am Stammtisch dazu sagt, steht auf einem anderen Blatt – aber die Organisationen, die für die Branche sprechen, haben das Thema durch. Sie haben es ja im Boden.

Gleichzeitig ist die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe wirklich mies, und das gehört fairerweise dazu. Rukwied hat es beim Bauerntag in Freiburg auf vier Worte gebracht: „Die Zahl ist rot.” Hohe Kosten für Energie, Dünger und Arbeit, dazu gefallene Erzeugerpreise – das ist der Betrag, den der Betrieb ab Hof für seine Ware bekommt, nicht das, was du im Laden bezahlst. Dazwischen liegen Molkerei, Mühle, Schlachthof, Handel. In der Schweinehaltung ist innerhalb eines Jahrzehnts die Hälfte der Betriebe verschwunden.

Jetzt sollten wir mal ehrlich darüber reden, worüber wir hier eigentlich streiten. Denn „21 Cent” klingt nach nichts. Nach Kleingeld in der Ablage.

Es sind 21,48 Cent pro Liter Diesel, die der Landwirt zurückbekommt. Wie viel das in der Stunde ausmacht, hängt daran, was die Maschine gerade tut. Bei leichter Arbeit – mulchen, kehren, Anhänger rangieren – schluckt ein mittelgroßer Traktor rund sieben Liter, macht etwa eineinhalb Euro pro Arbeitsstunde. Beim schweren Zug, wenn der Pflug tief im Boden hängt, ist es gut das Doppelte: vierzehn, fünfzehn Liter, also gute drei Euro. Und genau diese Arbeiten machen den Löwenanteil des Jahresverbrauchs aus.

Der deutsche Durchschnittshof bewirtschaftet etwa 65 Hektar und verbraucht übers Jahr grob 120 Liter Diesel pro Hektar. Knapp 8.000 Liter also. Am Jahresende überweist ihm das Hauptzollamt dafür rund 1.700 Euro.

Siebzehnhundert Euro. Ein Satz Reifen. Eine Reparatur, die schiefgeht. Für einen Betrieb mit roter Zahl ist es trotzdem der Unterschied zwischen mühsam und noch mühsamer – und vor allem ist es Geld, das sicher kommt, ohne Antragsdschungel, ohne Auflagen, ohne dass jemand kontrolliert, ob man auch brav war. Ein 300-Hektar-Betrieb in Ostdeutschland kommt schon auf knapp 8.000 Euro.

Wer das haben will, ist nicht dumm. Ich würde die auch nehmen. Du auch.

Auf den einzelnen Hof gerechnet wirkt das alles überschaubar. Über die insgesamt vergüteten Dieselmengen summiert es sich im Bundeshaushalt aber auf rund 430 Millionen Euro im Jahr.

Kurz zum Wort, weil es ständig fällt: Rückvergütung heißt nicht, dass Landwirte an einer Sonderzapfsäule billiger tanken. Sie zahlen den vollen Preis samt Steuer und holen sich hinterher beim Hauptzollamt einen Teil zurück. Mit Antrag, Formular und Elster-Zertifikat, versteht sich.

Was dann passierte, ist schnell erzählt. Ende 2023 kippt die Ampel die Rückvergütung. Einfach so, von heute auf morgen, mitten in eine Lage hinein, die für viele Höfe ohnehin schon eng war. Man muss kein Bauer sein, um zu ahnen, wie das ankam.

Den Rest hast du im Fernsehen gesehen. Januar, Frost, Traktoren auf den Autobahnauffahrten. Männer in Arbeitsjacken, Thermoskanne in der Hand, wochenlang. Wer damals im Stau stand, hat geflucht. Ich auch, ehrlich gesagt.

Anderthalb Jahre später sitzen Union und SPD über dem Koalitionsvertrag und schreiben die Rückvergütung wieder hinein. Ohne Finanzierungsvorbehalt. Ich weiß, das klingt jetzt nach Kleingedrucktem – aber es ist der spannendste Satz der ganzen Geschichte. Denn hinter fast jedem Versprechen in so einem Vertrag steht sinngemäß: falls Geld da ist. Hinter dem Agrardiesel stand das nicht. Der stand da, als hätte ihn jemand einbetoniert. Im November 2025 hat der Bundestag ihn dann beschlossen. Voller Satz, 21,48 Cent.

Warum ausgerechnet dieser Posten so bombenfest saß? Ein Blick auf die Verbindungen hilft. Rukwied, seit 2012 Präsident des Bauernverbands, ist CDU-Mitglied. Sein Verband vertritt nach eigenen Angaben rund 90 Prozent der etwa 255.000 deutschen Betriebe und leistet sich laut Lobbyregister knapp fünf Millionen Euro jährlich für Interessenvertretung, mit etwa 20 Vollzeitstellen. Und der ländliche Raum ist seit Jahrzehnten Kernwählerschaft von CDU und CSU. Nichts davon ist verboten, nichts davon auch nur ungewöhnlich. So arbeiten Verbände eben.

Es erklärt aber, wie derselbe Verband am selben Tag den Klimawandel zur täglichen Realität erklären und eine Steuerentlastung für Kraftstoff fordern kann.

Und da haben wir es. Keine dummen Bauern, sondern ein Verband, der zwei Botschaften gleichzeitig senden muss, weil seine Mitglieder zwei Wirklichkeiten gleichzeitig erleben: den vertrockneten Acker und die rote Zahl darunter.

Und jetzt wird es unbequem, auch für die Empörung.

Die deutsche Landwirtschaft war 2025 für 53,3 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente verantwortlich, schätzt das Umweltbundesamt – jedenfalls das, was die amtliche Statistik dem Sektor Landwirtschaft zurechnet. Auf diese Einschränkung komme ich gleich zurück, sie ist wichtiger, als sie klingt.

Aber erst zum Wort, es kommt noch öfter: CO₂-Äquivalent ist eine Umrechnungseinheit. Es gibt ja nicht nur Kohlendioxid, sondern auch Methan und Lachgas, und die wirken pro Molekül viel stärker. Damit man nicht drei Zahlen nebeneinanderlegen muss, rechnet man alles auf die Wirkung von CO₂ um. Eine Tonne Methan zählt dann wie 28 Tonnen CO₂, eine Tonne Lachgas wie fast 300.

53,3 Millionen Tonnen sind 8,2 Prozent der deutschen Gesamtemissionen. Damit du ein Gefühl für die Größenordnung bekommst, nehmen wir eine Stadt als Maßstab: Frankfurt am Main kam 2022 auf rund 8,7 Millionen Tonnen im Jahr, den anteiligen Flugverkehr schon eingerechnet. Die beiden Bilanzen sind methodisch nicht deckungsgleich, als Vorstellungshilfe taugt der Vergleich aber: Was offiziell dem Landwirtschaftssektor zugerechnet wird, entspricht gut sechs Frankfurts.

Der größte Brocken davon ist Methan aus der Tierhaltung, gut 33 Millionen Tonnen, überwiegend aus der Verdauung von Rindern und der Lagerung von Gülle.

Und der Diesel? 430 Millionen Euro geteilt durch 21,48 Cent ergibt rund zwei Milliarden Liter im Jahr. Mal drei Kilogramm CO₂ pro Liter, Verbrennung plus Förderung und Raffination, macht etwa sechs Millionen Tonnen. Knapp ein Prozent der deutschen Gesamtemissionen. Weniger als ein Frankfurt. Warum ich hier von 3 Kilogramm spreche, dass erkläre ich in einem anderen Beitrag. Der Link ist unten.

Jetzt kommt die Zahl, über die niemand streitet, weil sie niemandem wehtut. Und weil sie sich mit der eben genannten leicht verwechseln lässt, sage ich vorher deutlich, was sie ist und was nicht.

Entwässerte Moorböden setzen in Deutschland jedes Jahr über 50 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente frei.

Das ist keine gespeicherte Menge und kein einmaliger Betrag. Es ist ein Strom, der Jahr für Jahr weiterläuft, solange die Böden trocken bleiben. Und es sind ausdrücklich nicht die 53,3 Millionen Tonnen von eben – die beiden Größen ähneln sich rein zufällig. Das eine sind vor allem Methan und Lachgas aus Tierhaltung und Düngung, das andere ist überwiegend CO₂ aus zerfallendem Torf.

Wie das geht, ohne dass irgendwo etwas brennt: In einem intakten Moor steht das Wasser so hoch, dass abgestorbene Pflanzen nicht verrotten können, es fehlt der Sauerstoff. Deshalb wächst über Jahrtausende Torf, und in diesem Torf steckt Kohlenstoff, den die Pflanzen der Luft entzogen haben. Legt man das Moor trocken, um Acker oder Weide daraus zu machen, kommt Sauerstoff heran. Und dann passiert dasselbe wie in jedem Komposthaufen: Es zersetzt sich. Der Kohlenstoff verbindet sich mit Sauerstoff und geht als CO₂ in die Luft. Lautlos, jahrzehntelang, ohne dass jemand etwas sieht.

Davon entfallen 46,5 Millionen Tonnen auf Moorflächen, die landwirtschaftlich genutzt werden – Äcker und Weiden auf trockengelegtem Grund. Und jetzt kommt die Stelle, an der ich beim Lesen erst mal stutzte: In der amtlichen Klimabilanz erscheinen diese Emissionen größtenteils gar nicht beim Sektor Landwirtschaft. Sie laufen unter Landnutzung. Nach den internationalen Berichtsregeln ist das erklärbar. Für jemanden, der wissen will, welche Klimawirkung eigentlich an unserer Landwirtschaft hängt, ist es trotzdem irreführend – denn diese Flächen wurden größtenteils gerade deshalb entwässert, damit man sie als Acker oder Weide nutzen kann.

Das Umweltbundesamt rechnet deshalb zusätzlich eine erweiterte Betrachtung. Nimmt man zum offiziellen Landwirtschaftssektor die Emissionen aus der landwirtschaftlichen Verbrennung hinzu und dazu die Nettoemissionen aus Nutzung und Umwandlung von Acker- und Grünland, kommt man für 2025 auf 94,3 Millionen Tonnen. Das ist keine amtliche Sektorsumme, sondern der ehrlichere Blick aufs Ganze – rein von der Größenordnung her knapp elf Frankfurts statt sechs.

Die Größenordnung bleibt also gewaltig, ganz gleich, in welche Schublade man sie sortiert. Entwässerte Moore liegen auf etwa sieben Prozent der deutschen Agrarfläche und verursachen einen erheblichen Teil dessen, was mit Landwirtschaft an Treibhausgasen zusammenhängt. Ein einziger Hektar Acker auf entwässertem Moor kann jährlich 37 bis 40 Tonnen CO₂ abgeben. Ohne dass ein Traktor anspringt.

Der Thinktank Agora Agrar hat 2026 berechnet, dass die Wiedervernässung eines großen Teils dieser Flächen rund 30 Millionen Tonnen im Jahr vermeiden könnte. Nicht zusätzlich einspeichern – schlicht verhindern, dass der Kohlenstoff überhaupt aus dem Torf entweicht.

Ich hatte den Beitrag angefangen, um über Agrardiesel zu schreiben. Dass Moore in der deutschen Klimabilanz ungefähr so viel ausmachen wie die gesamte Stahlindustrie, war mir völlig neu. Es steht in einem Absatz auf einer Behördenseite, wo es kein Mensch sucht.

Und weil sich hier eine Frage aufdrängt, die ich mir beim Lesen auch gestellt habe: Trocknen diese Moore aus, weil es wärmer wird? Wäre das dann nicht am Ende doch eine Folge des Klimawandels – und beißt sich die Katze in den Schwanz?

Nein. Jedenfalls nicht in erster Linie. Diese Moore sind nicht ausgetrocknet, sie wurden trockengelegt. Mit Spaten, Gräben und Drainagerohren, über Jahrhunderte hinweg, weil man Acker und Weide brauchte und nasses Land als nutzlos galt. Das war keine Naturkatastrophe, sondern eine bewusste Entscheidung von Generationen vor uns. Und genau deshalb ist sie umkehrbar: Man muss die Gräben schließen und das Wasser zurücklassen.

Was allerdings stimmt: Der Klimawandel macht es schlimmer. Heißere, trockenere Sommer drücken den Wasserstand weiter nach unten, der Torf zersetzt sich schneller, und die Wiedervernässung wird mühsamer, wenn schlicht das Wasser fehlt, das man zurückholen will. Insofern hängt beides doch zusammen, nur andersherum, als man zuerst denkt. Der Diesel trocknet das Moor nicht aus. Aber jede Tonne CO₂, die zusätzlich in die Luft geht, macht die Reparatur schwieriger.

Merkst du also, was hier passiert? Wir führen einen erbitterten, emotional aufgeladenen Kampf um sechs Millionen Tonnen – und die fast fünfzig Millionen daneben interessieren keinen. Weil dort keine Traktoren fahren. Weil es keine Bilder gibt. Weil trockengelegtes Moor einfach wie ein Feld aussieht.

Wir diskutieren mit voller Lautstärke über die kleinere Zahl und übersehen den viel größeren Hebel gleich daneben.

Das heißt aber nicht, dass die kleine Zahl egal wäre. Im Gegenteil. Sechs Millionen Tonnen sind sechs Millionen Tonnen, und kein Bereich darf sich damit herausreden, dass woanders mehr zu holen sei. Genau so kommt man nämlich nirgends an. Wir müssen an allen Ecken sparen – bei den großen Brocken zuerst, aber eben nicht nur dort. Und damit ist der Diesel dann doch wieder eine Überlegung wert.

Also rechnen wir.

Vorweg: Das Folgende ist meine eigene Rechnung, mit Taschenrechner und Herstellerangaben, nicht die einer Hochschule. Wenn du Landwirt bist und andere Zahlen kennst, schreib es in die Kommentare, ich korrigiere gern.

Es gibt serienreife Geräte. Der Fendt e107 Vario aus Marktoberdorf hat 75 PS Dauerleistung und einen Akku mit 100 Kilowattstunden, etwa so viel wie ein größeres Elektroauto. Vier bis sieben Stunden Einsatzzeit bei leichter Arbeit. Kostenpunkt rund 210.000 Euro, das sind 60 bis 70 Prozent mehr als beim vergleichbaren Diesel-Modell. Mehrpreis also grob 80.000 Euro.

Nimm einen Hoftraktor mit 600 Betriebsstunden im Jahr. Der verbrennt 4.200 Liter Diesel, mit Rückvergütung etwa 4.350 Euro. Der elektrische braucht dafür 12.000 Kilowattstunden; kommen die von der eigenen Photovoltaik auf dem Stalldach, kostet das rund 960 Euro. Dazu spart man sich Ölwechsel, Partikelfilter und AdBlue, also nochmal etwa 700 Euro. Ersparnis: gut 4.000 Euro im Jahr. Bei 80.000 Euro Mehrpreis dauert die Amortisation – also der Punkt, an dem sich der höhere Kaufpreis über die eingesparten laufenden Kosten wieder hereingeholt hat – rund zwanzig Jahre. Für eine Maschine, die vielleicht fünfzehn hält, ist das keine gute Antwort.

Bei 1.000 Betriebsstunden sieht es besser aus, da sind es knapp zwölf Jahre. Und jetzt der entscheidende Teil: Rechne dieselben 1.000 Stunden ohne die Rückvergütung, und du landest bei knapp zehn.

Die Subvention verlängert die Amortisationszeit des Elektrotraktors also um rund zwei Jahre. Das ist keine Nebenwirkung, sondern genau das, wofür eine Kraftstoffsubvention da ist. Sie macht den fossilen Betrieb billiger. Etwas anderes kann sie gar nicht.

Und der Akku, der ja auch Dreck macht? Stimmt, aber rechnen wir auch das. Bei der Zellfertigung entstehen je nach Bauart etwa 55 Kilogramm CO₂ pro Kilowattstunde; die Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen, die zunehmend verbaut werden und ohne Kobalt und Nickel auskommen, liegen deutlich darunter. Nimm den ungünstigen Wert: Ein 100-kWh-Akku bringt rund 5,5 Tonnen CO₂ als Rucksack mit. Der Dieseltraktor, den er ersetzt, verbrennt 4.200 Liter im Jahr, also elf Tonnen. Jedes Jahr. Nach einem halben Betriebsjahr ist der Akku ausgeglichen.

Wo es dagegen schwierig wird, ist das schwere Gerät. Ein Mähdrescher mit 500 PS, zwölf Stunden unter Volllast, bräuchte grob 3.000 Kilowattstunden. Bei heutiger Technik wäre das ein Akku von rund 19 Tonnen, und der presst den Boden so fest zusammen, dass weder Wurzeln noch Wasser durchkommen.

Aber der Akku ist ja nicht die einzige Möglichkeit. Man kann den Strom auch einfach hinschicken. John Deere hat mit dem GridCON genau das gebaut: einen autonomen Elektrotraktor mit 400 PS, ohne Batterie, ohne Fahrerkabine, der an einem Kabel hängt. Eine Trommel gibt vom Feldrand aus bis zu 1.000 Meter Kabel aus, ein Roboterarm führt es, die Maschine fährt vorgeplante Bahnen. Sie wiegt 8,5 Tonnen, also etwa so viel wie ein normaler Schlepper mit der halben Leistung – und die Maschinen- und Betriebskosten liegen nach Herstellerangaben rund 50 Prozent unter denen eines Akku-Traktors. Kein Wunder: Der teuerste und schwerste Teil fehlt einfach. Gefördert wurde das Projekt vom Bundeswirtschaftsministerium, mit dem DLR als Träger und der TU Kaiserslautern als Partner.

Die zweite Richtung ist noch radikaler: nicht eine große Maschine, sondern viele kleine. Statt eines Fünfzehn-Tonnen-Ungetüms mehrere leichte, autonome Einheiten, die im Schwarm über den Acker gehen. Weniger Bodendruck, kleinere Motoren, überschaubare Akkus.

Beides ist bislang Prototyp und kein Produkt, und beides hat Haken. Das Kabel setzt voraus, dass am Feldrand ein kräftiger Netzanschluss liegt und der Schlag nicht weiter als einen Kilometer entfernt ist – auf einem verwinkelten Betrieb mit dreißig kleinen Flächen wird das nichts. Wer aber sagt, elektrisch gehe auf dem Acker grundsätzlich nicht, meint eigentlich etwas anderes: dass es mit Akku und in der heutigen Bauform nicht geht.

Für den Mähdrescher mitten in der Ernte bleibt es vorerst trotzdem beim Verbrenner. Und da, aber auch nur da, hat die Debatte um alternative Kraftstoffe ihre Berechtigung.

Weil es gerade überall beworben wird: HVO heißt „hydriertes Pflanzenöl”. Man nimmt Fett oder Öl, presst unter Druck Wasserstoff hinein und bekommt einen Kraftstoff, der sich wie Diesel verhält und in jeden Dieselmotor passt. Die 100 heißt, dass nichts beigemischt ist. Diesel aus altem Frittenfett, klingt wunderbar.

Nur stimmt das Bild fast komplett nicht, und das war der Teil der Recherche, bei dem ich am längsten gebraucht habe, um es zu glauben. Ich habe die Zahl dreimal in verschiedenen Quellen gesucht, weil ich dachte, ich hätte mich verlesen: 99,9 Prozent der Ausgangsstoffe für in Deutschland getanktes HVO stammen nicht aus Deutschland. Reines Importprodukt, überwiegend aus Asien.

Dazu kommen massive Betrugsverdachtsfälle – und ein System, das falsche Deklarationen geradezu belohnt. Altspeiseöl und Abwasser aus Palmölmühlen gelten als Abfall, und Abfall zählt bei der gesetzlichen Klimaquote der Mineralölkonzerne doppelt. Ein Liter aus Abfall wirkt also wie zwei. Genau dieser Anreiz schafft ein erhebliches Risiko, dass frisches Palmöl als Abfall deklariert wird. Die Organisation Transport & Environment hat über Handelsströme nachgewiesen, dass aus Südostasien nach China Mengen exportiert wurden, die die dortigen Produktionskapazitäten überstiegen. Das ZDF hat darüber berichtet, die Deutsche Umwelthilfe hat es mit dem ifeu-Institut aufgearbeitet.

Und selbst wenn alles sauber liefe, bliebe ein Denkfehler: Altspeiseöl gibt es nur in endlicher Menge. Verarbeitest du es zu Kraftstoff, fehlt es woanders, und dort wird es durch frisches Palmöl ersetzt. Die Einsparung wandert von der linken in die rechte Tasche.

Der eigentliche Punkt gilt für E-Fuels genauso, also für synthetische Kraftstoffe aus Strom, Wasser und CO₂. Auch ein tatsächlich klimaneutral erzeugter Sprit holt kein einziges Gramm des bereits ausgestoßenen CO₂ wieder aus der Atmosphäre. Er kann fossile Emissionen ersetzen, das schon – aber er braucht dafür so viel Energie, dass er nur dort sinnvoll ist, wo sich direkt mit Strom nichts machen lässt. Und wir sind nicht an dem Punkt, an dem Ersetzen allein reicht: Die Werte müssen runter, nicht bloß aufhören zu steigen. Für Mähdrescher und Schiffsmotoren also gern. Als Strategie für die breite Masse ist es eine Sackgasse.

Damit die Verhältnisse stimmen: Die Ernährungssysteme der Welt stoßen laut FAO rund 16,5 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalente im Jahr aus, etwa ein Drittel aller menschengemachten Emissionen. Die Hälfte der bewohnbaren Landfläche wird landwirtschaftlich genutzt, 70 Prozent aller Süßwasserentnahmen gehen dorthin.

Und mittendrin steht ein Verfahren von 1908, ohne das die halbe Menschheit nicht existieren würde. Beim Haber-Bosch-Verfahren wird der Stickstoff aus der Luft – davon haben wir reichlich, achtzig Prozent unserer Atemluft – unter enormem Druck und Hitze mit Wasserstoff zu Ammoniak verbunden, dem Grundstoff für Kunstdünger. Vorher war Stickstoff der begrenzende Faktor jeder Ernte, seitdem ist er kaufbar. Das ist der Grund, warum acht Milliarden Menschen satt werden. Der Prozess frisst drei bis fünf Prozent des weltweiten Erdgases und verursacht ein bis zwei Prozent aller CO₂-Emissionen.

Dazu das Gas, das kaum jemand auf dem Schirm hat: Lachgas. Es ist knapp 300-mal so klimawirksam wie CO₂ und entsteht überall dort, wo mehr Stickstoff im Boden liegt, als die Pflanze aufnehmen kann. Übrigens: Die deutsche Landwirtschaft ist bei diesen Gasen nicht schlechter geworden. Alle anderen Branchen sind besser geworden – die Industrie hat ihre Lachgasemissionen seit 1990 um 98 Prozent gesenkt. Deshalb steht die Landwirtschaft heute so allein da.

Und hier läuft jede Empörung ins Leere. Es gibt keine Variante, in der wir ohne Landwirtschaft auf diesem Planeten leben. Keine. Nicht mit vertikalen Farmen, nicht mit Laborfleisch, nicht mit Algen. Acht Milliarden Menschen essen dreimal am Tag, und der weitaus größte Teil unserer Kalorien hängt am Ende an Flächen, auf denen etwas wächst. Auf Kohlekraftwerke können wir verzichten. Auf Wochenendflüge nach Mallorca auch. Aufs Essen nicht.

Die Landwirtschaft ist der einzige Sektor, den wir nicht abschalten können. Genau deshalb ist es so verheerend, dass über ihn fast nur in Subventionsdetails verhandelt wird.

Dänemark hat 2024 die weltweit erste CO₂-Abgabe auf landwirtschaftliche Emissionen beschlossen. Zahlen muss sie weder der Verbraucher an der Kasse noch der Ackerbauer, sondern der Tierhalter – pro Tier, nach hinterlegten Standardwerten für Rinder und Schweine. Eine Milchkuh verursacht im Schnitt 5,6 Tonnen CO₂-Äquivalente im Jahr, macht ab 2030 rund 90 Euro Abgabe pro Kuh, ab 2035 etwa 225. Bei hundert Kühen im Stall sind das 9.000 beziehungsweise 22.500 Euro jährlich. Das tut weh, und ein Teil landet am Ende natürlich im Milchpreis.

Erträglich wird es durch zwei Dinge: Die Einnahmen fließen zweckgebunden in die Umstellung zurück, und wer besser wirtschaftet als der Durchschnitt seiner Tierkategorie, zahlt weniger. Ausgehandelt wurde das im „Grünen Dreiklang”, mit Regierung, Bauernverband und Naturschutzbund an einem Tisch, samt Flächenfonds für neuen Wald und 140.000 Hektar Moorwiedervernässung. Die dänischen Landwirte halten den Kompromiss für machbar. Da wurde verhandelt statt blockiert, und das ist der ganze Unterschied.

Indien ist die Warnung. Der Staat gibt jährlich rund 21 Milliarden Dollar für Düngersubventionen aus. Nur 35 bis 40 Prozent des ausgebrachten Stickstoffs werden von den Pflanzen überhaupt aufgenommen, der Rest verflüchtigt sich oder wandert ins Grundwasser. Im Punjab fällt der Grundwasserspiegel um rund einen halben Meter pro Jahr; zwischen 1973 und 2016 sank er von 4,8 auf 14,6 Meter unter der Erdoberfläche. Der Mechanismus: billiger Dünger plus kostenloser Strom für die Pumpen plus garantierte Abnahme von Reis und Weizen. Drei Subventionen, die zusammen eine Wasserkrise erzeugen.

Zehn Meter Grundwasser in vierzig Jahren. Ich habe danach eine Weile auf den Bildschirm geschaut. Ein ganzes Land pumpt sich das Wasser unter den Füßen weg, weil die Politik jahrzehntelang das Richtige wollte – Ernährungssicherheit – und dafür die falschen Knöpfe gedrückt hat. Wenn du wissen willst, wohin Subventionen führen, die niemand mehr zurückbaut: dorthin.

Japan hat mit der MIDORI-Strategie eines der ambitioniertesten Papiere der Welt, bis 2050 raus aus den fossilen Brennstoffen in der Landwirtschaft. Nur liegt das Durchschnittsalter der japanischen Landwirte bei 67 Jahren, Weltrekord, und nur 38 von 100 gegessenen Kalorien wachsen auch im Land. China düngt inzwischen deutlich ausgewogener als Indien und holt bei ähnlicher Fläche die doppelte Wertschöpfung heraus, führt aber bei den absoluten Emissionen aus Reisanbau und Moorböden. Und die USA gehen rückwärts: Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins hat 2025 das drei Milliarden Dollar schwere Programm für klimafreundliche Landwirtschaft gestrichen und als „green new scam” bezeichnet.

Ich werde 2076 mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr dabei sein. Das ist keine Koketterie, das ist Statistik, und es verschiebt die Perspektive: Ich schreibe hier nicht über meine Zukunft, sondern über die von Leuten, die ich zum Teil kenne, und von welchen, die noch gar nicht geboren sind.

Was ich für wahrscheinlich halte: Die Fläche wird knapp. Bis 2050 sind wir wohl zehn Milliarden, und gleichzeitig fällt Anbaufläche weg durch Versalzung, Erosion und den steigenden Meeresspiegel in den Deltas, in denen ein großer Teil des Weltreises wächst. Die Anbauzonen wandern nach Norden; was heute in der Poebene wächst, wächst dann vielleicht in Polen. Für Deutschland heißt das nicht weniger, aber ganz sicher anderes – und ein Betrieb, der heute einen Stall baut, baut für 2060.

Beim Stickstoff entscheidet sich, ob die Grundlage unserer Ernährung am Erdgas hängen bleibt. Grünes Ammoniak, bei dem der Wasserstoff mit erneuerbarem Strom aus Wasser gewonnen wird statt aus Erdgas, funktioniert technisch bereits, kostet aber noch etwa das Doppelte. Diese Lücke schließt sich, wenn Strom billig genug wird – und schneller, wenn ein CO₂-Preis den fossilen Weg verteuert. Das ist neben der Moorfrage die wichtigste Weichenstellung überhaupt.

Ich halte all das für beherrschbar, und das ist mir wichtig. Es gibt keinen Grund für Panik. Panik hilft ohnehin nur denen, die wollen, dass gar nichts passiert. Aber es gibt jeden Grund für Eile, denn die Landwirtschaft hat die längsten Vorlaufzeiten und die härtesten physikalischen Grenzen von allen. Wenn wir irgendwo früh anfangen müssen, dann hier.

Moor zuerst. 30 Millionen Tonnen jährlich auf sieben Prozent der Fläche, das ist der mit Abstand größte Hebel, den Deutschland hat. Bund und Länder haben sich auf magere fünf Millionen Tonnen bis 2030 geeinigt, ein Sechstel des Möglichen. Und nasses Land ist ja kein totes Land. Dafür gibt es das Wort Paludikultur, von palus, lateinisch für Sumpf: Landwirtschaft auf nassem Boden. Rohrkolben, aus dem sich hervorragendes Dämmmaterial pressen lässt. Torfmoos als Ersatz für Torf in der Blumenerde. Wasserbüffel als Weidetiere. Dazu Solarmodule, die so hoch aufgeständert sind, dass darunter weitergearbeitet werden kann. Nur muss das über eine Prämie laufen, die sich am bisherigen Einkommen orientiert – auf dem Rücken einzelner Betriebe geht es nicht.

Stickstoff präzise statt reichlich. Jedes Kilo, das nicht in der Pflanze landet, ist doppelt verloren: als Geld und als Lachgas. Sensoren, die während der Fahrt messen, was die Pflanze gerade braucht. Und Leguminosen in der Fruchtfolge – Erbsen, Bohnen, Klee, Lupinen. An deren Wurzeln sitzen Bakterien, die Stickstoff direkt aus der Luft holen. Diese Pflanzen düngen ihren eigenen Acker, gratis, ohne Haber-Bosch.

Subventionen umbauen statt streichen. Hier widerspreche ich der Ampel und der Union gleichzeitig. Die Streichung 2023 kam abrupt, ohne Alternative, ohne Übergang – kein Wunder, dass die Traktoren rollten. Die Wiedereinführung ohne jede Gegenleistung ist aber genauso falsch. Dänemark zeigt den dritten Weg: umlenken statt wegnehmen. Wer die 430 Millionen aus dem Diesel herausholt und in Wiedervernässungsprämien, Präzisionstechnik und Ladepunkte auf Höfen steckt, nimmt niemandem etwas weg. Er bezahlt etwas anderes.

Und die Politik. Das ist der Kern. Parteien und Präsidenten, die auf fossile Energien setzen, gehen den falschen Weg – nicht aus ideologischen Gründen, sondern weil Physik nicht verhandelbar ist. Weltweit passiert durchaus etwas. Es passiert nur zu langsam, und an den entscheidenden Stellen passiert gar nichts.

Der Mann, der „die dummen Bauern” geschrieben hat, hat mit einem recht: Es ist paradox. Er hat bloß die falschen Leute im Visier.

Die Landwirte spüren den Klimawandel früher und härter als fast jeder andere Berufsstand. Sie sagen das auch, offen, in Pressemitteilungen ihrer eigenen Verbände. Und dann verhandeln sie über 21,48 Cent, weil das die einzige Verhandlungsmasse ist, die ihnen jemand angeboten hat.

Die Frage ist nicht, warum ein Bauer billigen Diesel will. Die Frage ist, warum ihm nach fünfundzwanzig Jahren Klimapolitik immer noch niemand etwas Besseres anbietet.

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Herzlichen Dank fürs Lesen. Und ja, ich weiß, das sind keine sehr unterhaltsamen Texte. Aber der hier ging mir einfach schon eine ganze Weile im Kopf herum. Und mir ist auch klar: Sie sind lang. Allein das Thema Kunstdünger könnte ein eigener Substack-Beitrag sein. Ich versuche eben, alles im Zusammenhang zu zeigen. Vielleicht muss ich dafür künftig öfter kleinere Beispiele nehmen. Etwa: Wie viel CO₂ sparen wir eigentlich ein, wenn wir einfach nur noch halb so viel Fleisch essen?

Ja, danke auch, liebes Gehirn – da habe ich mir gerade selbst schon wieder ein Thema verpasst. Ich habe darüber vor etwa zwei Jahren sogar schon mal was geschrieben. Das suche ich gleich mal raus.

Schönen Tag euch allen noch.

Hier übrigens der Link zu dem Beitrag, den ich oben im Text angekündigt habe – also dazu, warum ich bei einem Liter Diesel von drei Kilogramm CO₂ spreche.

Agrardiesel und Politik

  • Bundestag, Drucksache 21/2632 (Beschlussempfehlung Agrardieselrückvergütung, 05.11.2025): https://dserver.bundestag.de/btd/21/026/2102632.pdf

  • CDU/CSU-Fraktion, „Agrardieselrückerstattung kommt in vollem Umfang wieder”: https://www.cducsu.de/presse/agrardieselrueckerstattung-kommt-vollem-umfang-wieder

  • top agrar, „Jetzt offiziell: Agrardieselrückerstattung kommt in voller Höhe zurück”: https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/jetzt-offiziell-agrardieselruckerstattung-kommt-in-voller-hohe-zuruck-20019759.html

  • Bayerischer Bauernverband, „Volle Rückerstattung beim Agrardiesel ab Verbrauchsjahr 2026”: https://www.bayerischerbauernverband.de/themen/steuern-recht/volle-rueckerstattung-beim-agrardiesel-ab-verbrauchsjahr-2026-38405

  • LBH Steuerberatung, „Wiedereinführung der Agrardieselrückvergütung ab dem Verbrauchsjahr 2026”: https://www.lbh.de/aktuelles/steuernews/archiv/details/wiedereinfuehrung-der-agrardieselrueckverguetung-ab-dem-verbrauchsjahr-2026

Bauernverband und Verflechtungen

  • Deutscher Bauernverband, Präsident und Vorstand: https://www.bauernverband.de/der-verband/praesident-vorstand

  • Wikipedia, Joachim Rukwied (Mandate, Aufsichtsratsposten): https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Rukwied

  • t-online, Interview Rukwied zu den Bauernprotesten (CDU-Mitgliedschaft): https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100317156/proteste-der-bauern-praesident-rukwied-dann-haben-wir-ein-gewaltiges-problem-.html

  • Lobbyregister des Deutschen Bundestages, Eintrag Deutscher Bauernverband e.V.: https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R002175

Ernte 2026 und Klimafolgen

  • Deutscher Bauernverband, „Ernteauftakt 2026: Angespannte wirtschaftliche Situation trotz Durchschnittsernte”: https://www.bauernverband.de/pressemitteilungen/ernteauftakt-2026-angespannte-wirtschaftliche-situation-trotz-durchschnittsernte

  • Bayerischer Bauernverband, „Trockenheit und Hitze schmälern Ernte in Bayern”: https://www.bayerischerbauernverband.de/themen/landwirtschaft-umwelt/ernte-2026

  • top agrar, Ernteticker 2026: https://www.topagrar.com/acker/news/ernteticker-wiezen-verkaufen-oder-einlagern-p-20026563.html

  • DBV, Grundsatzrede Rukwied Deutscher Bauerntag 2026: https://www.bauernverband.de/pressemitteilungen/deutscher-bauerntag-2026-grundsatzrede-von-dbv-praesident-joachim-rukwied-48624

Emissionen der Landwirtschaft

  • Umweltbundesamt, „Klimaschutz in der Landwirtschaft”: https://www.umweltbundesamt.de/themen/landwirtschaft/landwirtschaft-umweltfreundlich-gestalten/klimaschutz-in-der-landwirtschaft

  • Umweltbundesamt, „Treibhausgas-Emissionen in Deutschland”: https://www.umweltbundesamt.de/daten/umweltzustand-trends/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland

  • Thünen-Institut, „Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft”: https://www.thuenen.de/de/themenfelder/klima-und-luft/emissionsinventare-buchhaltung-fuer-den-klimaschutz/treibhausgas-emissionen-aus-der-landwirtschaft

  • Stadt Frankfurt am Main, Treibhausgasbilanz 2022 (Vergleichsgröße): https://frankfurt.de/-/media/frankfurtde/frankfurt-themen/klima-und-energie/pdf/klimareferat/treibhausgasbilanz/treibhausgasbilanz_2022_frankfurt-am-main.pdf

Moorböden

  • DEHSt, Moore: https://www.dehst.de/DE/Themen/Klimaschutzprojekte/Natuerlicher-Klimaschutz/Moore/moore_artikel.html

  • Agora Agrar, „Wiedervernässung von Moorböden” (2026): https://www.agora-agrar.de/publikationen/wiedervernaessung-von-moorboeden

  • BMLEH, „Klimaschutz durch Moorbodenschutz”: https://www.bmleh.de/DE/themen/landwirtschaft/klimaschutz/moorbodenschutz.html

  • BZL / landwirtschaft.de, „Chancen auf Moorböden”: https://www.landwirtschaft.de/umwelt/natur/boden/klimaschutz-moorboeden

Elektrotraktor und Batterien

  • Fendt, „Voll batterie-elektrisch: Der Fendt e100 V Vario”: https://www.fendt.com/de/voll-batterie-elektrisch-der-fendt-e100-v-vario

  • profi, „Fendt e107 V Vario: Voll-Elektrisch in die Plantage”: https://www.profi.de/aktuell/neuheiten/fendt-e107-v-vario-voll-elektrisch-die-plantage-31189.html

  • agrarheute, „Fendt zeigt neuen Elektro-Traktor mit 90 PS”: https://www.agrarheute.com/technik/traktoren/fendt-zeigt-neuen-elektro-traktor-90-ps-626239

  • top agrar, „John Deere entwickelt über 400 PS starken Elektrotraktor” (GridCON): https://www.topagrar.com/technik/news/john-deere-entwickelt-ueber-400-ps-starken-elektrotraktor-10135969.html

  • GridCON-Projekt (DLR-Projektträger, TU Kaiserslautern, John Deere): http://www.gridcon-project.de/

  • electrive, „So viel CO2 stößt die Batterieproduktion wirklich aus”: https://www.electrive.net/2025/08/14/so-viel-co2-stoesst-die-batterieproduktion-wirklich-aus/

  • InsideEVs, „LFP-Akkus haben viel kleineren CO2-Fußabdruck als NMC-Batterien”: https://insideevs.de/news/769245/elektroautobatterien-co2fussabdruck-lfp-versus-nmc811/

HVO100 und Biokraftstoffe

  • Deutsche Umwelthilfe / ifeu, „Klimabilanz von Diesel aus Altspeiseöl (UCO)”: https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Pressemitteilungen/Verkehr/250822_Zusammenfassung_ifeu_Studie_HVO100.pdf

  • dena, „Chancen und Risiken von HVO100 im Schwerlastverkehr”: https://www.dena.de/fileadmin/dena/Publikationen/PDFs/2025/Chancen_und_Risiken_von_HVO100_im_Schwerlastverkehr.pdf

  • ZDFheute, „Betrugsverdacht bei Biosprit: Klimaschädliches Palmöl im Tank”: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/biodiesel-hvo-palmoel-umdeklaration-betrugsverdacht-100.html

  • Tagesspiegel Background, „HVO100: Palmöl durch die Hintertür”: https://background.tagesspiegel.de/verkehr-und-smart-mobility/briefing/hvo100-palmoel-durch-die-hintertuer

Global: Emissionen, Wasser, Dünger

  • FAO, „Greenhouse gas emissions from agrifood systems 2001–2023”: https://www.fao.org/statistics/highlights-archive/highlights-detail/greenhouse-gas-emissions-from-agrifood-systems.-global--regional-and-country-trends--2001-2023/en

  • Our World in Data, „Environmental Impacts of Food Production”: https://ourworldindata.org/environmental-impacts-of-food

  • Nature Food, „Food systems are responsible for a third of global anthropogenic GHG emissions”: https://www.nature.com/articles/s43016-021-00225-9

  • Nature Synthesis, „Green ammonia synthesis”: https://www.nature.com/articles/s44160-023-00362-y

  • IOP Environmental Research Letters, „Energy and food security implications of transitioning synthetic nitrogen fertilizers to net-zero emissions”: https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/aca815

Länder

  • World Resources Institute, „Denmark’s Agriculture and Climate Policy Sets Strong Example”: https://www.wri.org/insights/denmark-agriculture-climate-policy

  • EY, „Danish Government plans to introduce a new agriculture CO2 tax”: https://www.ey.com/en_gl/technical/tax-alerts/danish-government-plans-to-introduce-a-new-agriculture-co2-tax

  • Carbon Brief, „Q&A: How Denmark plans to tax agriculture emissions to meet climate goals”: https://www.carbonbrief.org/qa-how-denmark-plans-to-tax-agriculture-emissions-to-meet-climate-goals/

  • MAFF Japan, „MIDORI Strategy for Sustainable Food Systems”: https://www.maff.go.jp/e/policies/env/env_policy/midori.html

  • Agriculture Institute, „Japan’s Agricultural Policy: Balancing Tradition and Modernization”: https://agriculture.institute/agricultural-policy/japan-agricultural-policy-tradition-modernization/

  • India Water Portal, „Why India’s rice and wheat subsidies are drying up our groundwater”: https://www.indiawaterportal.org/groundwater/why-indias-rice-and-wheat-subsidies-are-drying-up-our-groundwater

  • Springer, „India’s fertilizer policies: implications for food security, environmental sustainability, and climate change”: https://link.springer.com/article/10.1007/s10113-025-02395-9

  • USDA, „USDA Cancels Biden Era Climate Slush Fund”: https://www.usda.gov/about-usda/news/press-releases/2025/04/14/usda-cancels-biden-era-climate-slush-fund-reprioritizes-existing-funding-farmers

  • Civil Eats, „Trump’s USDA Revamped the ‘Climate Smart’ Program”: https://civileats.com/2026/06/04/trumps-usda-revamped-the-climate-smart-program-in-a-blow-to-many-small-farms/

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