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PUMP FOR THE PLANET · May 18, 2026

Irgendwo wird gerade unverkaufte Kleidung verbrannt. Während wir neue kaufen.

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Schwarzenegger Climate · PUMP FOR THE PLANET

Woche 4. Wir müssen über unsere Kleiderschränke reden.

Jede Sekunde wird irgendwo auf der Welt eine LKW-Ladung Kleidung verbrannt oder auf einer Mülldeponie entsorgt.

Jede einzelne Sekunde!

Die Modeindustrie produziert jedes Jahr rund 92 Millionen Tonnen Textilabfälle. Das entspricht ungefähr dem Gewicht von 61 Millionen Autos. Der Großteil wird vergraben oder verbrannt.

Und es ist nicht nur die Kleidung, die wir selbst wegwerfen.

In Österreich entstehen jedes Jahr rund 230.000 Tonnen Textilabfälle. Der/die durchschnittliche Österreicher:in wirft 11 Kilogramm Gewand pro Jahr weg und kauft gleichzeitig 19 Kilogramm neu.

In Deutschland werden jährlich rund 1,56 Millionen Tonnen Textilien konsumiert. Das sind auch etwa 19 Kilogramm pro Person.

Und diese Differenz von 8 Kilogramm? Die hängt gerade in unseren Kleiderschränken.

Und jetzt kommt der Teil, bei dem man zwei mal hinhören sollte.

Viele der größten Modemarken der Welt - Luxus und Fast Fashion gleichermaßen - vernichten zusätzlich regelmäßig unverkaufte Ware, anstatt sie zu spenden oder einfach die Produktion zu reduzieren. Lagerbestände verbrennen, um den Markenwert zu schützen sozusagen. Kleidung schreddern, damit niemand sie gratis bekommt. Seit 2026 ist die Vernichtung unverkaufter Kleidung, Schuhe und Accessoires in der EU grundsätzlich verboten. Es hat also ein Gesetz dazu gebraucht, um dem entgegenzutreten.

Rund 70% aller weltweit hergestellten Textilien bestehen aus erdölbasierten Kunstfasern - Polyester, Nylon, Elastan. Bei jedem Waschgang lösen sich Millionen winziger Mikroplastikpartikel, die in unsere Flüsse, Meere und die Luft gelangen. Die Kleidung auf deinem Körper ist also mit der fossilen Brennstoffindustrie eng verbunden.

Für uns gilt: Wir müssen deswegen nicht aufhören, uns für Mode und Stil zu interessieren. Aber wir können Teil der Bewegung sein, diese Maschine nicht mehr zu füttern.

Arnold über Stil. 💬

“Das Schlimmste, was ich sein kann, ist genauso wie alle anderen.”

— Arnold Schwarzenegger

Arnold ist nie Trends gefolgt. Stattdessen hat er sie gesetzt. Von den Bodybuilding-Bühnen der 1970er Jahre bis zu den Straßen von Los Angeles heute - sein Stil war immer sein eigener.

Und genau darum geht es.

Für viele Menschen ist Mode eine der persönlichsten Formen von Selbstausdruck, die es gibt. Das selbe gilt für Make-Up. Gerade hier kann man auch Mut beweisen. Niemand sollte nur etwas kaufen, weil es ein Algorithmus vorschlägt, oder das tragen, was diese Woche gerade auf TikTok trendet. Aber oft leichter gesagt als getan in unserer heutigen von Konsum geprägten Welt. Das gilt oft auch für Menschen, die sich nicht für Mode und Trends interessieren.

Wir finden: Einen persönlichen Stil zu haben bzw. zu entwickeln ist etwas Besonderes und Einzigartiges. Und das Schöne ist dabei die Kreativität, die sprühen kann.

Ein paar Vorschläge von uns: Kombiniere Stücke, die du schon besitzt, auf eine Art und Weise, die du noch nie ausprobiert hast. Trag etwas Unerwartetes. Style einen alten Liebling neu. Mach eine Kleidertauschparty in deinem Freundeskreis. So verbindet sich Mode mit Kreativität und Community.

Du musst also nichts Neues kaufen. Es gibt so viele Möglichkeiten, an coole und trendige Kleidung zu kommen. Und das gilt auch für jene, die sich gar nicht für Mode interessieren. Jeder und jede von uns kann hier einen Beitrag leisten, damit nicht LKW-Ladungen voller Kleidung vernichtet werden.

Pump for the Planet — Woche 4: Style Without The Pile. 💪

Nach Woche 1: Less, but better. No Buy Day. Leave No Trace. Touch Some Grass, Woche 2: Move Different. Bike the Commute. Hot Girl Walk. Mindful Travel, Woche 3: Eat The Change. Eat in Season. No Food Left Behind. Green Your Plate.

Diese Woche bekommt lediglich dein Geschmack ein Upgrade. Nicht dein Abfall.

Drei Workouts plus extra Tipps. Ergänze sie zu all dem, was du bereits machst.

Workout 1: Shop Slow Bevor du diese Woche irgendetwas Neues kaufst, schau auf das Etikett. Woraus besteht es? Wo wurde es hergestellt? Wie lange wird es wirklich halten? Naturfasern statt Kunstfasern zu wählen und Qualität statt Quantität ist eines der wirkungsvollsten Dinge, die du tun kannst. Und wenn du wirklich etwas Neues brauchst, schau doch zuerst in einem Secondhandladen nach. Carla, Uptraded, Vinted. Du findest es wahrscheinlich auch dort. Oder vielleicht nimmst du demnächst an einer Kleidertauschparty teil?!

Workout 2: #ProjectPan Hast du diesen Social Media-Trend schon gesehen? Die Idee ist simpel. Verbrauch, was du hast, bevor du etwas Neues kaufst. Fünf Lidschattenpaletten, aber du nutzt nur zwei Farben? Verbrauch sie zuerst. Kauf einzelne Lidschatten statt einer ganzen Palette für eine Farbe. Neigt sich dein Lipgloss dem Ende? Verbrauche den, den du hast, komplett fertig, bevor du einen neuen aufmachst. Das gilt für alles: Hautpflege, Körperpflege, Make-up, Düfte. Achte zusätzlich auf Produkte ohne Plastikverpackung. Vielleicht geht es ja gar nicht darum, jede Jahreszeit einen neuen Duft zu brauchen. Oft reicht ein Duft, der wirklich zu dieser Zeit passt und den man bewusst verwendet, statt viele halb volle Flaschen zuhause zu sammeln.

Workout 3: Upgrade Your Taste, Not Your Waste Du brauchst nicht für jeden Anlass ein neues Outfit. Versuch doch einmal Folgendes: Geh diese Woche durch deinen Kleiderschrank und stell drei neue Outfits zusammen, die du noch nie so getragen hast. Zieh mal wieder etwas an, von dem du vergessen hast, das du es besitzt. Das nachhaltigste Kleidungsstück ist das, das schon in deinem Schrank hängt.

Zum Mitnehmen

Jede Sekunde wird eine LKW-Ladung Kleidung verbrannt oder entsorgt. Und wir können mitmachen, dass das aufhört.

Shop slow. Verbrauch, was du hast. Nutze das, was du hast und werde kreativ mit dem, was du besitzt.

Bis nächsten Montag für Woche 5.

Nächste Woche reden wir über Energie. Und wie man weniger davon smarter nutzt. ⚡🌍

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Read the original on schwarzeneggerclimate.substack.com

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