RSS Amplifier

Sarah Julia Hartmann · Dec 13, 2024

Was Surfen über Traumaheilung, Mut und Vertrauen lehrt – Meine Reise nach Marokko

0
Sign in to vote or save

Sarah Julia Hartmann · Sarah Julia Hartmann

Hast du jemals das Gefühl gehabt, dass dich das Leben an einen bestimmten Ort führen möchte? Genau das geschah, als ich nach Marokko reiste – ohne zu wissen, dass der Ozean mein größter Lehrer werden würde.

So fühlte ich mich, als ich im Dezember 2022 nach Marokko zurückkehrte. Was zunächst wie eine instinktive Entscheidung wirkte, entpuppte sich als etwas viel Größeres – eine transformative Erfahrung, bei der der Ozean mein Lehrer war. Dabei hätte ich nicht geahnt, dass ich tiefgehende Lebenslektionen übers Surfen bekommen würde.

Surfen ist für mich mehr als nur ein Sport. Es ist ein Spiegel, der die tiefsten Lebenslektionen widerspiegelt: Vertrauen in sich selbst, sich der Angst stellen, das Urteil loslassen und Demut angesichts der Kraft der Natur finden. In diesem Artikel möchte ich mit dir teilen, wie ich auf diese Erkenntnisse gestoßen bin, mit einem Surfbrett unter mir und den endlosen Wellen vor mir. Egal, ob du surfst oder nicht, ich denke, diese Gedanken könnten auch mit deiner eigenen Reise in Resonanz gehen.

Ich habe auf dieser Reise so viel über mich selbst entdeckt, einen Teil davon habe ich dem Surfen zu verdanken. Bevor ich nach Marokko kam, hatte ich nur ein paar Mal in meinem Leben gesurft, aber es war nie eine Priorität für mich. In meinen frühen Zwanzigern war ich in einem Surfcamp in Portugal, und obwohl es mir Spaß machte, tat ich es hauptsächlich, weil ich dachte, es sähe cool aus, statt aus einem tieferen Grund. Dass ich dadurch auch persönliches Wachstum und sogar Traumaheilung erleben könnte, hatte ich damals noch nicht erahnt – und schon gar nicht, dass es ein wichtiger Teil meines Prozesses des Vertrauens in mich selbst werden würde.

Im Dezember 2022 verspürte ich jedoch einen starken Drang, nach Marokko zurückzukehren. Zu dieser Zeit wusste ich nicht genau, warum, aber ich hörte auf dieses innere Gefühl. Es mag kitschig klingen, aber als ich in Marokko ankam, hatte ich ein überwältigendes Gefühl der Verbundenheit und des Geerdetseins – als wäre ich genau an dem Ort, an dem ich sein sollte.

Ich verbrachte ein paar Tage in Marrakesch, bevor ich zu dem Küstenhaus meiner Freundin nahe Agadir ging, um auf ihr Haus und ihre Hündin Lola aufzupassen. Meine Freundin empfahl mir eine Surftrainerin namens Maryam für meine ersten richtigen Surf-Sessions nach Jahren. Maryam el Gardoum ist eine einfühlsame, leidenschaftliche Frau, die mehrere marokkanische Surfmeisterschaften gewonnen hat. Sie gründete die Dihya Surf School in Tamraght – eine women-led Surfschule, die mehr Frauen dazu ermutigt, die Wellen zu reiten. Artikel über Maryam im Condé Nas Traveler

Was mir an ihrem Unterrichtsstil besonders auffiel, war, wie sie das Surfen nahtlos mit Lebensweisheiten und persönlicher Entwicklung verband. Maryam lehrte mich nicht nur, wie man surft, sondern auch, wie man durch das Leben navigiert – mit Vertrauen, Mut und der Fähigkeit, sich den eigenen Ängsten zu stellen. Ihre Art, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und sich von den Wellen treiben zu lassen, half mir, Traumaheilung auf einer tiefen Ebene zu erfahren.

Eine der tiefgründigsten Erkenntnisse, die ich durch das Surfen hatte, ist die Bedeutung des Selbstvertrauens. Kann ich mir selbst vertrauen, die Welle zu erwischen, den richtigen Moment abzupassen und wieder aufzustehen, wenn ich falle? Maryam hat mir beigebracht, dass jede Welle eine neue Chance ist. Sie hat nie aufgegeben und das gleiche erwartet sie von einem. Ihr Glaube an meine Fähigkeit, jede Welle zu erwischen, half mir, denselben Glauben in mich selbst zu entwickeln.

Surfen ist eine Erfahrung, die dich dazu zwingt, zu fühlen, anstatt zu viel nachzudenken. Ich musste aufhören, jede Bewegung zu analysieren, und mich einfach mit der Welle verbinden. Die Frage war nicht: „Mache ich es richtig?“ sondern vielmehr: „Kann ich die Welle unter mir spüren?“ Maryam betonte immer, dass Surfen darin besteht, mit der Energie des Ozeans im Einklang zu sein. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, den Drop zu spüren, den richtigen Moment zum Aufstehen zu erkennen und die Kontrolle loszulassen.

Angst ist nicht nur ein Thema beim Surfen, sondern auch im Alltag. Immer wieder fragte ich mich: “Kann ich diese große Welle wirklich nehmen?“ Die Angst, zu fallen oder von einer Welle verschluckt zu werden – in die “Waschmaschine” zu geraten, kann überwältigend sein. Aber der einzige Weg, besser zu werden, ist, sich dieser Angst direkt zu stellen. In kleinen Schritten. Ich habe gelernt, die Nervosität zu akzeptieren – und trotzdem rauszupaddeln. Im Vertrauen darauf, dass ich, auch wenn ich falle, wieder auftauche. In meiner körperorientierten Arbeit als Coach unterstütze ich Menschen dabei, diese Ängste achtsam zu begegnen und Vertrauen in sich selbst zu entwickeln.

Ich musste auch lernen, Scham zu überwinden. „Werden die Leute mich auslachen, wenn sie mich auf dem Board sehen?“ Solche Gedanken plagten mich anfangs. Aber das Surfen lehrte mich, diese Unsicherheiten abzulegen. Es ist egal, was andere denken; was zählt, ist die Freude und Erfüllung, die ich fühle, wenn ich eine Welle reite, egal wie unperfekt es und ich von der Küste aus aussieht.

Der Ozean hat eine Art, einen zu demütigen. Egal, wie gut man ist, der Ozean ist immer mächtiger. Er erinnerte mich an meine Unbedeutendheit – nicht auf eine schlechte Weise, sondern auf eine Art und Weise, die mir die schiere Kraft der Natur bewusst machte. Es ist eine schöne Erinnerung daran, dass wir nie wirklich die Kontrolle haben – wir sind nur Gäste hier auf der Erde und demnach auch in der Welt des Ozeans.

Timing ist beim Surfen alles. Zu wissen, wann man paddeln, wann man stoppen und wann man warten sollte. Es geht darum, die Wellen zu lesen und ihren Rhythmus zu verstehen. Diese Lektion gilt über das Surfen hinaus. Es geht darum, zu wissen, wann man handeln und wann man still sein sollte, im Vertrauen darauf, dass der richtige Moment kommen wird, wenn man geduldig genug ist, die Zeichen zu lesen und zu spüren. Wie die Wellen des Ozeans zeigen auch die Herausforderungen des Lebens, dass Heilung und Wachstum Zeit brauchen. In meiner ganzheitlichen Traumaarbeit als Coach begleite ich dich dabei, den richtigen Rhythmus für deinen Weg zu finden.

Surfen ist für mich mehr als nur ein Sport. Es ist ein Spiegel, der wichtige Lebenslektionen widerspiegelt. Vom Vertrauen in mich selbst über das Umarmen der Angst, das Loslassen von Urteilen bis hin zur Demut vor der Natur – jede Welle hat mir etwas Neues beigebracht und jede weitere wird mir ebenfalls wieder Neues beibringen.

Was als eine von Instinkten geleitete Reise begann, wurde zu einer transformierenden Erfahrung. Ich lerne nicht nur, besser zu surfen – ich lerne, besser zu leben.

Surfing Life. With Ups and Downs and Everything in Between.

Ich hoffe, dieser Artikel inspiriert dich, das Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten – sei es durch das Surfen, eine andere Aktivität oder eine innere Reise. Ich würde mich freuen, deine Gedanken dazu zu hören. Schreib mir oder hinterlasse einen Kommentar!

Leave a comment

  • Was ist deine größte Herausforderung, wenn es darum geht, dir selbst zu vertrauen und Risiken einzugehen?

  • Wie gehst du mit Angst um, wenn sie in deinem Leben auftaucht?

  • Welche Aktivität hat dich am meisten überrascht, weil sie dir eine neue Perspektive auf dein Leben gegeben hat?

  • Wie schaffst du es, die Kontrolle loszulassen, wenn du unsicher bist?

Lass dich inspirieren – auch abseits der Wellen!
Der Ozean hat mir geholfen, Vertrauen, Mut und Leichtigkeit zu entwickeln. In meiner Arbeit als Coach helfe ich dir, ähnliche Schritte in deinem eigenen Leben zu gehen – egal, ob du gerade mit alten Ängsten, Selbstzweifeln oder Unsicherheiten kämpfst.

👉 Erfahre mehr über meine Arbeit hier oder kontaktiere mich direkt, um ein unverbindliches Gespräch zu vereinbaren. Ich freue mich, von dir zu hören!

Als Coach für NI Neurosystemische Integration® begleite ich einfühlsam vergangene Wunden, bringe Hoffnung in die Gegenwart und unterstütze dich auf dem Weg zur inneren Transformation. Indem wir ein Bewusstsein für Traumata und deren Auswirkungen entwickeln, kannst du das Leben mit mehr Mitgefühl und Leichtigkeit angehen und es in seiner vollen Tiefe annehmen.

Schau auf meiner Webseite vorbei, um zu erfahren, wie ich dich auf deinem Weg unterstützen kann. Kontaktiere mich gerne!

Read the original on sarahjuliahartmann.substack.com

Comments

Nothing yet. Say the first thing.

    Sign in to join the conversation.