Für künftige Dachauer Volksfeste soll eine professionelle Laser-Show vorbereitet werden. Das fordert die Bürgervereinigung „Wir“ in einer Pressemitteilung. Zugleich übt sie Kritik am Einsatz von Drohnen, die in diesem Jahr auf der Thoma-Wiese für ein Lichtspektakel am Nachthimmel sorgten. Dies sei „keine nachhaltige Lösung für die Zukunft“, meint Stadtrat Wolfgang Moll.
Die Drohnen-Show mit 200 Fluggeräten war kurzfristig als Ersatz für das Feuerwerk organisiert worden, das wegen Trockenheit und Brandgefahr abgesagt werden musste. Als Publikumsmagnet funktionierte die Alternative offensichtlich bestens: Der Besucherandrang war so groß, dass die Eingänge zum Gelände wegen drohender Überfüllung zeitweise gesperrt werden mussten.
Moll sieht die Drohnen-Show aus mehreren Gründen kritisch: Sie sei technisch störanfällig, planerisch aufwendig und mit hohen Kosten verbunden. Zudem werfe der Einsatz von Drohnen Fragen zu Manipulationsrisiken sowie zu Energie- und Umweltwirkungen auf. „Die Verantwortlichen haben mit einer Flugkörper-Drohnen-Show leider neuerlich zu kurz gedacht und offensichtlich die Erkenntnisse aus den allgegenwärtigen Terror- und Hybridkriegsgefahren nicht wahrgenommen“, schreibt Moll.
In Dachau zeichnet sich ein Kurswechsel ab
Das Feuerwerk musste in Dachau bereits mehrfach wegen Brandgefahr verschoben werden: 2015 und 2022. In diesem Jahr wurde es vollständig abgesagt. Damit zeigt sich, dass das traditionelle Feuerwerk angesichts von Hitze, Trockenheit und steigender Brandgefahr in Dachau zum Auslaufmodell werden könnte.
Tradition und Klimawandel
:Volksfeste: Drohnen-Show statt FeuerwerkWar’s das mit den Feuerwerken? Wegen der extremen Trockenheit müssen sie in der Region nun reihenweise abgesagt werden. Die Suche nach Alternativen ist bereits im Gange.
In Verwaltung und Politik werden inzwischen Alternativen zum Feuerwerk diskutiert. Kulturamtsleiter Tobias Schneider bezeichnete die Drohnen-Show als „Testballon“. Volksfestreferent Robert Gasteiger von den „Bürgern für Dachau“ erklärte, man müsse sich angesichts der klimatischen Veränderungen nach Alternativen zum Feuerwerk umsehen. In den Debatten der vergangenen Jahre hatte Gasteiger noch zu den entschiedensten Verteidigern des traditionellen Feuerwerks gehört.
„Eine Abkehr vom klassischen pyrotechnischen Volksfest-Feuerwerk ist erfolgt“, so Stadtrat Moll. „Was früher abgelehnt worden ist, ist heuer Realität geworden.“ Es schade einem traditionsreichen Volksfest nicht, mit der Zeit zu gehen. Gleichzeitig erneuert Moll die Forderung, die er bereits 2019 und 2022 im Stadtrat erhoben hatte, „mit entsprechenden Vorbereitungen ein zeitgemäßes Lasershow-Event auf den Weg zu bringen“.

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