Seit 1. August ist Peter Förster der neue Domdekan der Erzdiözese München und Freising. Zusammen mit Domprobst Wolfgang Bischof steht er seitdem dem Domkapitel vor. Das Domkapitel (das Wort leitet sich vom lateinischen capitulum, was „Köpfchen“ bedeutet, ab) besteht aus zwölf Priestern, die den Bischof in der Leitung und Verwaltung des Bistums unterstützen, die Liturgie im Dom pflegen und für dessen Erhalt verantwortlich sind. Sollte der Posten des Erzbischofs frei werden, ist es Aufgabe des Gremiums, eine Liste möglicher Kandidaten zu erstellen. Als Domdekan folgt der 51-jährige Förster auf Lorenz Wolf, der bis Ende März dieses Jahres den Posten innehatte.
Förster wurde 1975 in Rosenheim geboren und studierte Katholische Theologie in München und Münster (Westfalen). Nachdem er 2007 zum Priester geweiht wurde, arbeitete er zunächst als Kaplan in Wolfratshausen, von 2009 bis 2014 dann als stellvertretender Leiter des Herzoglichen Georgianums, ein Priesterseminar in München. Währenddessen studierte er zudem Kirchenrecht. Seit 2014 ist Förster Diözesanrichter, seit 2022 Offizial und damit Leiter der Bischöflichen Gerichtsbehörde. Dem Domkapitel gehört er seit 2023 an.
Die feierliche Einführung in sein Amt findet statt am Mittwoch, 14. Oktober, im Münchner Dom. Kardinal Reinhard Marx wird durch die Abendmesse von 18 Uhr an führen, dabei wird er auch den Vorgänger Lorenz Wolf offiziell verabschieden.

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