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Gesellschaft - SZ.de · Aug 21, 2026

Detail der Woche: Fax

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Andreas Remien · Süddeutsche Zeitung

Es gibt Dinge, die es früher in fast jedem Haushalt gab, die heute aber nahezu verschwunden sind. Dazu gehört diese komplizierte Maschine mit den vielen Tasten: das Faxgerät. Man legt ein Blatt Papier rein und wählt die Nummer von einer anderen Fax-Maschine. Und die druckt dann eine Kopie aus, ganz egal, wie weit weg sie steht.

Vielleicht habt ihr solche Fernkopierer schon mal im Sekretariat eurer Schule oder beim Arzt gesehen, da gibt es sie noch manchmal. Auch die Deutsche Bahn hat noch Faxgeräte. Bei einer Übung haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt aber gemerkt, dass das keine gute Idee ist. Gemeinsam mit der Feuerwehr hat die Bahn geübt, wie man Fahrgäste aus einem Zug rettet, der im Tunnel stecken geblieben ist.

Die Menschen in der Rettungszentrale haben dabei auch Faxe verschickt, um einander Bescheid zu geben. Dabei stellte sich aber heraus: Das ist viel zu langsam. Manchmal kann es mehrere Minuten dauern, bis die Kopie am anderen Ende rauskommt. Gerade in Notfällen ist das viel zu lang. Eine Mail oder eine Handynachricht sind meist in weniger als einer Sekunde übermittelt. Auch doof: Das Fax landet immer nur an einer Stelle. Man kann es also nicht an mehrere Menschen gleichzeitig schicken.

Weil die Technik schon so alt und unpraktisch ist, machen viele Menschen Witze über sie. Das Fax steht heute für Dinge, die einfach völlig veraltet sind und die heute eigentlich niemand mehr braucht. Dabei gibt es noch viel ältere Arten, wie sich Menschen früher im Notfall gewarnt haben. Mit Rauchzeichen zum Beispiel. In Afrika waren Trommeln sehr beliebt, um sich über große Entfernungen Nachrichten zu schicken. Nicht wahnsinnig praktisch, aber ganz schön eigentlich. Manche Menschen finden es auch ein bisschen schade, dass Faxgeräte ausgestorben sind. Nun ja, fast jedenfalls.

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