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Wirtschaft | RP ONLINE · Aug 20, 2026

Wirtschaft unter Trump: US-Staatsverschuldung steigt erstmals auf über 40 Billionen Dollar

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Petrina Engelke · RP ONLINE

Wirtschaft unter Trump US-Staatsverschuldung steigt erstmals auf über 40 Billionen Dollar

20.08.2026 · 05:03 Uhr

Das Finanzministerium der USA hat schlechte Nachrichten zur Staatsverschuldung (Symbolbild).

Foto: Soeren Stache/dpa/Soeren Stache

Washington · Nach OECD-Berechnungen haben die USA die schlechteste Haushaltslage unter Industrieländern. Unter Trump leiht die US-Regierung immer mehr Geld, unter anderem für das Verteidigungsbudget. US-Bürger bekommen dies zu spüren.

Die Staatsverschuldung der USA hat am Mittwoch (Ortszeit) erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Entsprechende Zahlen veröffentlichte das Finanzministerium in Washington. Demnach belief sich die gesamte ausstehende Staatsverschuldung zum Geschäftsschluss am Vortag auf 40,05 Billionen Dollar.

Damit stieg die Staatsverschuldung höher als von der Regierung und Experten bisher prognostiziert. Grund dafür sind nach Angaben von Experten unter anderem die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, langfristige Zahlungsverpflichtungen in den Bereichen soziale Sicherheit und Gesundheitsversorgung sowie steigende Zinskosten. Den Schuldenrekord stellten die USA nur fünf Monate nach dem Erreichen der Marke von 39 Billionen Dollar im März auf.

Kush Desai, Sprecher des Weißen Hauses, sagte, die Regierung von Trump konzentriere sich darauf, „Verschwendung, Betrug und Missbrauch“ bei den Staatsausgaben zu reduzieren und zugleich das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, um das Verhältnis von Schulden zur Wirtschaftsleistung in die richtige Richtung zu bringen.

Staatsverschuldung drückt Löhne und treibt Preise und Kreditkosten in die Höhe

Experten warnen indes, dass die steigende Verschuldung bereits die Geldbeutel der Amerikaner belastet. Sie treibe die Kreditkosten für Hypotheken und Autos in die Höhe. Die zunehmende Staatsverschuldung drücke auch die Löhne, weil Unternehmen weniger Geld für Investitionen zur Verfügung hätten, und führe zu höheren Preisen für Waren und Dienstleistungen. Auch schränken die steigenden Zinszahlungen den finanziellen Spielraum der Regierung ein.

Die gesetzliche Schuldenobergrenze liegt derzeit bei 41,1 Billionen Dollar. Nach Einschätzung des Bipartisan Policy Center dürfte sie zwischen dem Ende des Winters und Mitte 2027 erreicht werden. Dann müsste der Kongress erneut über eine Anhebung oder Aussetzung der Obergrenze entscheiden.

Nach jüngsten Datenanalysen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben die USA unter den Industrieländern die schlechteste Haushaltslage. Verteidigungsausgaben, Sozialprogramme wie die Rentenversicherung Social Security und die Krankenversicherung Medicare sowie Zinszahlungen auf die wachsenden Schulden machen inzwischen einen enormen Anteil der Bundesausgaben aus.

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