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Handball | RP ONLINE · Aug 19, 2026

Rechtsstreit um die 2. Bundesliga: So reagiert die HSG Krefeld auf das Urteil aus Dortmund

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Georg Amend · RP ONLINE

Rechtsstreit um die 2. Bundesliga So reagiert die HSG Krefeld auf das Urteil aus Dortmund

19.08.2026 · 18:15 Uhr

 HSG-Geschäftsführer André Schicks (links) und Coach Mark Schmetz würden gerne in der 2. Bundesliga bleiben.

HSG-Geschäftsführer André Schicks (links) und Coach Mark Schmetz würden gerne in der 2. Bundesliga bleiben.

Foto: samla.de

Krefeld · Nachdem das Landgericht Dortmund das Begehren der Krefelder, per einstweiliger Verfügung noch für den Spielbetrieb der 2. Bundesliga zugelassen zu werden, abgewiesen hat, betont die HSG die „Integrität des Wettbewerbes im professionellen Handball“.

„Die schriftlichen Entscheidungsgründe liegen der HSG Krefeld Niederrhein derzeit noch nicht vor und sind nicht vor kommender Woche Mittwoch zu erwarten“, berichtete der Klub und schreibt weiter: „Die HSG nimmt die Entscheidung des Landgerichts zur Kenntnis. Nach unserem Eindruck der Verhandlung hat das Gericht das Nachrücken nach dem 30. Juni und damit nach Beendigung des Spieljahres 2025/26 als letztlich zu hohe Hürde wahrgenommen. Nach Eingang und sorgfältiger Prüfung der Urteilsgründe wird die HSG gemeinsam mit ihren rechtlichen Beratern über das weitere Vorgehen und mögliche weitere rechtliche Schritte entscheiden.“ Als letzte Option bliebe den Krefeldern ein Gang vor das Oberlandesgericht Düsseldorf. Die Zeit aber drängt, der Spielbetrieb in 2. und 3. Liga startet am 28. August.

HSG fordert vollständige und transparente Aufklärung

Die Tür dafür hält sich die HSG aber ausdrücklich offen, wenn sie schreibt: „Unabhängig von der Frage der Ligazugehörigkeit und trotz weiter anfallender Kosten, die uns als kleinen Verein zusätzlich belasten, hält die HSG Krefeld Niederrhein an ihrem Anliegen fest, eine vollständige und transparente Aufklärung der Vorgänge im Zusammenhang mit der Lizenzerteilung an die HSG Nordhorn-Lingen zu erreichen.“

Für die Krefelder ist klar: „Die aktuelle Entwicklung unterstreicht aus Sicht der HSG die Notwendigkeit einer umfassenden Klärung. Diverse Medienhäuser berichten am heutigen Tag über eine möglicherweise zeitnah bevorstehende Stellung eines Insolvenzantrags durch die HSG Nordhorn-Lingen noch vor dem Saisonstart. Der HSG Krefeld Niederrhein liegen hierzu derzeit keine eigenen, abschließend verifizierten Erkenntnisse vor.“

Es gehe um „die Integrität des Wettbewerbs im Handball“

Auch ohne eigene Erkenntnisse in der Causa Nordhorn-Lingen unterstreichen die Krefelder: „Vor diesem Hintergrund sieht die HSG weiterhin erheblichen Klärungsbedarf hinsichtlich der Umstände und Entscheidungsgrundlagen des Lizenzierungsverfahrens. Dabei geht es ausdrücklich nicht allein um die sportliche und wirtschaftliche Situation der HSG Krefeld Niederrhein, sondern auch um die grundsätzliche Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verlässlichkeit von Lizenzierungsentscheidungen und letztendlich um die Integrität des Wettbewerbes im professionellen Handball.“

Daran hat die HSG offenbar nun Zweifel. Vielleicht räumt die Begründung des Urteils diese in der kommenden Woche aus – oder lässt den Rechtsstreit weiter schwelen, auch wenn der Start in den jeweiligen Ligen dann unmittelbar bevorsteht.

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