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MSV Duisburg | RP ONLINE · Aug 15, 2026

Joker-Wahnsinn beim MSV: Duisburg gewinnt in Verl – Krüger trifft doppelt, Sussek macht den Deckel drauf

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Marcel Eichholz · RP ONLINE

Joker-Wahnsinn beim MSV Duisburg gewinnt in Verl – Krüger trifft doppelt, Sussek macht den Deckel drauf

15.08.2026 · 18:37 Uhr

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Der Spielplan des MSV Duisburg in der Saison 2026/27

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Foto: dpa

Verl · Verrücktes Spiel in Ostwestfalen: Zum Start der zweiten Halbzeit liegt der MSV Duisburg mit 0:2 beim SC Verl hinten – dreht dann aber die Partie innerhalb von acht Minuten. Beim 4:2-Erfolg beweist Coach Dietmar Hirsch ein glückliches Händchen mit seinen Einwechslungen.

Das erste Auswärtsspiel in der noch jungen Saison in der 3. Liga führte den MSV Duisburg zum SC Verl. Begleitet wurde der Spielverein dabei von deutlich mehr als 2500 Fans, die das Stadion einnahmen. Der Funke wollte aber zunächst nicht auf den Rasen überspringen. Eine schwache erste Halbzeit endete mit einer knappen 1:0-Führung für die Hausherren. Nach der Pause wurde es wild in der Sportclub Arena. Letzten Endes präsentierte sich der MSV ganz im Stil einer Spitzenmannschaft und drehte die Partie nach 0:2-Rückstand noch zu einem 4:2-Sieg.

Auf einer Position veränderte MSV-Coach Dietmar Hirsch die Startformation seiner Mannschaft im Vergleich zum Saisonauftakt gegen den SV Meppen vor einer Woche. Ramien Safi erhielt den Vorzug vor Dominik Kother. Auch Verl nahm eine Änderung vor. Statt Joshua Eze lief Niko Kijewski von Beginn an auf.

Ex-Duisburger Heike trifft für Verl

Die erste Torchance der Partie konnten die Gäste für sich verbuchen. Safi spielte seine Schnelligkeit aus und passte dann in den Lauf des durchstartenden Simon Symalla. Auf das Tor bringen konnte der seinen Abschluss zwar nicht, aber es gab immerhin den ersten Eckball der Partie, der aber ohne Ertrag blieb (4.). Auf der Gegenseite sorgte ein Standard für die frühe Führung. Almin Mesanovic fand im Strafraum die Stirn von Tim Heike. Gegen seinen ehemaligen Verein nickte er sicher ein (8.).

In der Folge passierte auf dem Rasen wenig. Verl spielte zwar clever, kam bis zum Pausenpfiff jedoch nicht mehr erwähnenswert vor den Duisburger Kasten. Die Gäste konnten ebenfalls über lange Zeit keine zwingenden Torchancen herausspielen. Die beste Gelegenheit hatte noch Jakob Bookjans, der nach flachem Zuspiel den direkten Abschluss aus der Drehung suchte, aber kein Durchkommen fand (30.).

Kurz vor der Pause erhöhten die Gäste noch einmal das Tempo. Can Coskun marschierte bis zur Grundlinie, sein Zuspiel in die Mitte fand Lex-Tyger Lobinger, der aber nicht das Ziel (42.). Eine Symalla-Flanke aus dem rechten Halbfeld kam zu Ben Schlicke, der es mit dem Kopf versuchte, den Verler Kasten jedoch knapp verfehlte (42.). Mit einem vollen Spickzettel marschierte Hirsch schließlich in die Kabine, er hatte sich einiges notiert.

Krüger-Festspiele nach Einwechslung

Zwei Wechsel nahm Hirsch vor. Für Bookjans kam Conor Noß, Aljaz Casar ersetzte Schlicke. Bevor die Wechsel ihre Wirkung entfalten konnten, schlug Verl eiskalt zu. Aus 20 Metern nahm André Leipold einfach mal Maß und zimmerte die Kugel unhaltbar in den Winkel (47.). Auf der Gegenseite bremste Paul Lehman den eingewechselten Noß aus, da der Verler im ersten Durchgang aber bereits eine Verwarnung kassiert hatte, war für ihn vier Minuten nach Wiederanpfiff vorzeitig mit der Ampelkarte Schluss. Duisburg war in der Folge deutlich besser im Spiel, legte wenig später in der Offensive nochmals nach. Patrick Sussek und Florian Krüger kamen für Symalla und Safi (58.).

Besser hätte das Timing kaum sein können. Drei Minuten nachdem er das Feld betreten hatte, drückte Krüger den Ball aus kurzer Distanz zum 1:2 über die Linie. Völlig explodierte der Gästeblock zwei weitere Minuten später. Sussek brachte die Ecke und wieder war Krüger zur Stelle – 2:2.

Und es sollte noch verrückter werden. Nachdem der MSV in der gesamten vergangenen Saison nicht einen Elfmeter zugesprochen bekam, war es in der laufenden Spielzeit bereits am zweiten Spieltag der Foul. Lobinger wurde im Strafraum zu Fall gebracht, schnappte sich die Kugel und drehte die Partie. Sein Schuss unten links war für den Keeper unhaltbar, hatte der sich doch für die andere Ecke entschieden (69.).

Ein Ende war hier aber noch nicht in Sicht. Nach einem 40-Meter-Solo stellte Sussek mit einem platzierten Abschluss auf 4:2 und brachte den MSV-Anhang an den Rand der Ekstase (72.). In der Schlussphase kontrollierten die Duisburger das Geschehen auf dem Rasen und den Rängen, ließen sich den Dreier nicht mehr nehmen und holten den zweiten Sieg in Folge. In der Tabelle übernahm der MSV zumindest für den Moment die Tabellenführung.

Am kommenden Wochenende steht für den MSV das Spiel in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg an, in der Woche drauf geht es im Niederrheinpokal in Velbert gegen den 1. FC Wülfrath. Das nächste Heimspiel bestreiten die Zebras am Samstag, den 29. August, gegen Aufsteiger Würzburger Kickers.

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