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Gesundheit | RP ONLINE · Aug 19, 2026

Melanom-Studie in den USA: Moderna-Aktie verdoppelt sich nach erfolgreicher Studie zu Hautkrebs-Impfstoff

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Alexander Mroos · RP ONLINE

Melanom-Studie in den USA Moderna-Aktie verdoppelt sich nach erfolgreicher Studie zu Hautkrebs-Impfstoff

19.08.2026 · 18:01 Uhr

 Die Studie untersuchte die Wirksamkeit eines neuen Impfstoffs von Moderna in Kombination mit der Krebsimmuntherapie Keytruda des Partners Merck & Co. (Symbolfoto)

Die Studie untersuchte die Wirksamkeit eines neuen Impfstoffs von Moderna in Kombination mit der Krebsimmuntherapie Keytruda des Partners Merck & Co. (Symbolfoto)

Foto: AFP/SPENCER PLATT

Chicago · Eine entscheidende Studie von Moderna hat ihre Ziele erreicht: Ein neuer mRNA-Impfstoff soll Rückfälle bei schwarzem Hautkrebs bremsen. Die positiven Studienergebnisse beflügeln die Aktie des US-Unternehmens.

Erfolgreiche Studiendaten zu einem neuartigen Hautkrebs-Impfstoff haben den Aktien der US-Biotechfirma Moderna am Mittwoch kräftigen Aufwind beschert. Eine für eine mögliche Zulassung entscheidende klinische Studie mit dem mRNA-Impfstoff Intismeran in Kombination mit der Krebsimmuntherapie Keytruda des Partners Merck & Co habe ihre Ziele erreicht, teilten die Unternehmen mit. Die Moderna-Papiere verdoppelten sich im vorbörslichen Handel an der Wall Street und lagen zuletzt 103 Prozent im Plus. Die Aktien von Merck & Co legten um 7,5 Prozent zu.

Im Sog von Moderna griffen Anleger auch bei anderen Biotechfirmen zu: Die in den USA gelisteten Papiere der Mainzer BioNTech stiegen um 17,4 Prozent, Novavax gewannen 5,9 Prozent.

Intismeran von Moderna ist ein auf den jeweiligen Patienten zugeschnittener mRNA-Impfstoff. Dafür werden die genetischen Veränderungen im Tumor analysiert, um das Vakzin gezielt gegen die individuellen Krebsmerkmale auszurichten. Das Medikament Keytruda aktiviert zugleich das Immunsystem, damit es Krebszellen besser erkennen und angreifen kann. An der Studie nahmen 1137 Patienten nach einer Operation wegen eines Melanoms, des sogenannten schwarzen Hautkrebses, teil.

Die Patienten waren an Tumoren im Stadium IIB bis IV erkrankt, die ein hohes Rückfallrisiko aufweisen oder sich bereits in andere Körperregionen ausgebreitet haben. Sie erhielten über ein Jahr entweder die Kombination aus Intismeran und Keytruda oder ausschließlich Keytruda. Zwischenergebnissen zufolge konnte die Kombination sowohl das Wiederauftreten des Krebses als auch dessen Ausbreitung im Körper deutlich eindämmen. Die Daten sollen nun auf einem medizinischen Kongress vorgestellt und den Zulassungsbehörden vorgelegt werden.

Für Moderna ist der Erfolg ein wichtiger Schritt beim Aufbau eines Geschäfts jenseits des Corona-Impfstoffs. Das Unternehmen hatte zuletzt die US-Zulassung für einen Grippeimpfstoff erhalten und entwickelt derzeit unter anderem Vakzine gegen das Norovirus und Borreliose.

Analysten der Bank Barclays schätzen, dass die Hautkrebstherapie bis 2035 einen Umsatz von rund drei Milliarden Dollar erzielen könnte. Bereits im Januar hatten die beiden Konzerne Daten aus einer mittleren Studienphase veröffentlicht, denen zufolge die Kombination das Risiko eines Rückfalls oder Todes nach fünf Jahren um 49 Prozent senkte.

Das Melanom ist die gefährlichste Form von Hautkrebs. In den USA lebten 2023 nach Angaben des National Cancer Institute mehr als 1,5 Millionen Menschen mit einer entsprechenden Diagnose.

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