„Herr, wirf Hirn vom Himmel“ Wie sich ein paar Mutige in Sachsen-Anhalt gegen die AfD stemmen
20.08.2026 · 13:35 Uhr
Sie zeigen Gesicht: Teilnehmer der Plakatkampagne „Ich wähle demokratisch, weil...“ in Aken.
Foto: Henning RascheAken/Dessau/Zerbst · Die AfD tut so, als würde ihr Sachsen-Anhalt schon gehören. Doch nicht alle wollen ihre Heimat den Rechtsextremen überlassen. In einer Hochburg stellen sich ihnen ein paar Mutige in den Weg.
Sie starten im Namen des Vaters. Als in der Zerbster Altstadt das Abendläuten von St. Bartholomäi verstummt, sitzen vier Frauen und vier Männer in einem Halbkreis aus Holzstühlen vor dem Altar und rufen Gott um Hilfe. Pfarrer Fabian Groh zitiert Wolf Biermann, der einst sang: „Du, lass dich nicht verhärten, in dieser harten Zeit.“
Sie sprechen das Vaterunser, und erlöse uns von den Bösen, bis einer nach dem anderen zum Altar geht und ein Teelicht entzündet. Auf dem Weg kommen sie an einem Gemälde vorbei, das die Taufe Jesu zeigt, es ist von Lucas Cranach dem Jüngeren, der Stolz der Gemeinde. Ein Mann mit grauem, lockigem Haar bleibt vorne stehen.

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