Ballettschule aus Wermelskirchen „Diese Leistung ist gar nicht hoch genug zu bewerten“
19.08.2026 · 06:00 Uhr
Den 25 Tänzerinnen der Ballettschule „Modern Movement“ war beim „Dance World Cup“ eine hohe Bewertung der Jury für ihre Show „SYS Failure: Voices“ sicher. Nur knapp verpassten sie einen Podestplatz-
Foto: DWCWermelskirchen / Dublin · Die Ballettschule „Modern Movement“ zählte beim „Dance World Cup 2026“ in Dublin in allen Altersklassen zu den Jüngsten und tanzt sich dennoch mehrfach in die Top Ten.
Einen kleinen Hauch von Enttäuschung kann Xenia Pil dann doch nicht verbergen, wenn sie vom Abschneiden der Ballettschule Modern Movement (MoMo) beim „Dance World Cup“ in Dublin berichtet. „Es ist ärgerlich, wenn der Abstand am Ende bei den Wertungen so knapp ist“, sagt die Trainerin. „Leider haben wir in diesem Jahr keine Medaille gewonnen.“ Es war das i-Tüpfelchen gewesen.
In der Kategorie „Modern Contemporary“ fehlten den 25 Tänzerinnen aus Wermelskirchen als Fünftplatzierte 0,7 Punkte zu Bronze beziehungsweise ein Punkt zu Silber. „Diese Leistung ist gar nicht hoch genug zu bewerten“, stellt Xenia Pil nach dem zehntägigen Wettbewerb in Dublin hochzufrieden fest. Zum einen sei bei dem Gruppen-Wettbewerb der Junior-Klasse (17 Jahre und älter) das Teilnehmerfeld sehr groß gewesen, zum anderen zählte „MoMo“ zu den Jüngsten.
Die zehn- bis 15-jährigen Mädchen tanzen als Gruppe schon einige Jahre zusammen. Und weil einige von ihnen inzwischen der „Children“-Klasse (bis 13 Jahre) entwachsen sind, konkurrierten auch die Jüngsten mit bis zu 17-Jährigen aus aller Welt. „Es macht wahnsinnig stolz, dass alle bewiesen haben, dass sie auf diesem hohen Niveau mithalten können – gegen Konkurrenz aus Kanada oder Taiwan“, sagt Xenia Pil.
Mit knapp 50 Teilnehmern war die Ballettschule „Modern Movement“ vor wenigen Wochen in Dublin dabei. Normalerweise ist nur alle zwei Jahre eine so große Delegation auf WM-Reisen, um sich in verschiedenen Altersklassen und Tanzstilen auf höchster internationaler Ebene zu messen. So ist genug Zeit, um Geld für die Startgebühren und Reisekosten anzusparen. „Nach den jüngsten Erlebnissen, Erfolgen und positiven Erfahrungen ist jedoch eine riesige Motivation zu spüren“, berichtet die „MoMo“-Lehrerin. „Viele haben sich schon jetzt nach Unterkünften und Flügen für Lissabon umgeschaut.“ In der Hauptstadt Portugals findet 2027 der „Dance World Cup“ statt.
Die Teilnahme in diesem Jahr war ein besonders kostspieliges Ereignis. Zwar waren die Flüge nach Irland verhältnismäßig günstig, dafür allerdings waren die Unterkünfte kaum bis gar nicht bezahlbar. Die Kinder und Jugendlichen sowie die Eltern, die als Begleitpersonen mit dabei waren, waren auf viele Hotels und Hostels im gesamten Stadtgebiet und näheren Umgebung der irischen Hauptstadt verteilt.
Um Kosten zu sparen, sind einige Personen aus dem Wermelskirchener Teilnehmerkreis sogar zwischen Deutschland und Irland gependelt – weil sie Auftritte an einem der ersten und an einem der letzten Wettbewerbstage auf der Bühne des Convention Centres hatten. Durch Spenden konnten zumindest die Startgebühren bei der Tanz-Weltmeisterschaft gedeckt werden.
Ob im Ballett, Modern Dance, Contemporary oder Hip-Hop: Gleich mehrere talentierte Kinder und Jugendliche sind in ihren Kategorien an den Start gegangen – einige sogar gleich in mehreren Disziplinen und Formationen. „Wie in der Junior-Klasse gehörten wir in jeder anderen Altersklasse ebenfalls zu den Jüngsten“, stellt Xenia Pil fest, die das Team vor Ort mit Elena Roif betreut hat. Und trotzdem sprangen gleich mehrfach weitere Top-Ten-Platzierungen in großen Teilnehmerfeldern heraus.
Die „MoMo“-Minis belegten in der Altersklasse der Mini Kids mit ihrer Show „Into the Jungle“ den vierten Platz.
Foto: DWCMit ihrer Show „Into the Jungle“ belegten die Minis aus Wermelskirchen (6 bis 8 Jahre) in der Kategorie „Hip-Hop“ Platz vier in der Altersklasse der Mini Kids. Für die Jüngsten war es eine Premiere und ein beeindruckendes Erlebnis, sich bei einem so großen Wettbewerb einer Jury zu präsentieren.
Einen weiteren fünften Rang gab es in der Kategorie „Modern Contemporary“ für die kleine „MoMo“-Formation in der Junior-Klasse mit der Show „Inner Conflict“. Gleich zweimal erreichte Noah Strelow eine Platzierung unter den besten Zehn der Junior-Klasse: Im Solo-Streetdance wurde er Siebter sowie Fünfter im Duo an der Seite von Theresa Blasberg.
„Alle unsere Starter hatten recht hohe Punktzahlen“, berichtet Xenia Pil stolz. Und auch ohne Medaillen war die Ballettschule „Modern Movement“ bei den Siegerehrungen mehrfach präsent, da auf der Bühne die besten Sechs gekürt wurden.
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