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Rommerskirchen | RP ONLINE · Aug 18, 2026

In Rommerskirchen könnten künftig Schafe helfen: Grüne haben ausgefallenen Vorschlag im Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

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Friederike Hilgers · RP ONLINE

In Rommerskirchen könnten künftig Schafe helfen Grüne haben ausgefallenen Vorschlag im Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

18.08.2026 · 15:00 Uhr

Die Raupen, die sich später zum Schmetterling entwickeln, bewegen sich in einer Art „Prozession“ voran. Daher der Name.

Die Raupen, die sich später zum Schmetterling entwickeln, bewegen sich in einer Art „Prozession“ voran. Daher der Name.

Foto: Patrick Pleul/dpa/Patrick Pleul

Rommerskirchen · Mehr als 2000 Euro kostet die Behandlung von 82 Eichen in Rommerskirchen mit Neemöl. Die Grünen wollen jetzt eine andere Methode ins Gespräch bringen. Dafür schlagen sie eine Zusammenarbeit mit der Biostation vor.

Gekostet hat dieser Einsatz der Fachfirma die Gemeinde im vergangenen Jahr 2005 Euro, dieses Jahr wurden 2036 Euro fällig. Jetzt haben die Grünen also eine ziemlich genaue Vorstellung von den Kosten und können damit ihre weitere Argumentation vorbereiten, erklärt Fraktionsvorsitzender Gunnar Dykstra.

Denn im Gespräch mit der Biostation sei ein Thema aufgekommen, das in Dykstras Augen auch für die Gemeinde von Interesse sein könnte: Unbehandelte Schafwolle kann nämlich als biologische und chemiefreie, alternative Methode zur Eindämmung der Eichenprozessionsspinner funktionieren. Dafür werden Schnüre aus der Wolle um die Baumstämme gewickelt. Sie fungieren dann als Barriere, die Struktur der Wolle verhindert, dass die Tierchen passieren. Infolgedessen kommen sie nicht aus dem Baum auf den Boden, um sich zu verpuppen.

Dykstra schlägt eine Kooperation mit der Biostation des Rhein-Kreis Neuss in Dormagen vor: Für wenige hundert Euro könnte man dort Wolle kaufen. Dann brauche es noch ein paar Freiwillige, die die Bäume einwickeln. „Und dann hieße es erst mal: Abwarten. Da könnte es eine steile Lernkurve geben“, glaubt der Fraktionsvorsitzende.

Dass die Tiere überhaupt eingedämmt werden, hat den Schutz der Rommerskirchener zum Ziel. Kontakt mit den Tierchen kann Gesundheitsrisiken haben, weswegen insbesondere im Umfeld von Spielplätzen, Kitas und in hochfrequentierten Bereichen bisher Neemöl aufgetragen wird.

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