Konzerte in Mettmann Großer Abschied mit fulminantem Programm
26.08.2026 · 10:08 Uhr
Am Wochenende ist die Orgel von St. Lambertus in ihrer vollen Pracht zu hören.
Foto: Köhlen, Stephan (teph)Mettmann · Zum Abschluss der Sommerferien spielt Regionalkantor Matthias Röttger zwei Orgelkonzerte in St. Lambertus. Interpret und Instrument werden sich schon bald verabschieden.
Jemand, der 32 Jahre lang eine verantwortungsvolle Stelle bekleidet, tut gut daran, den Abschied auf mehrere Veranstaltungen zu verteilen. Das mag sich Matthias Röttger, Regionalkantor an St. Lambertus, gedacht haben: Im März leitete er mit Brahms‘ Requiem sein letztes klassisches Chorkonzert, im Juni traten nochmals alle Chöre mit einem poppigen Best-of auf, am letzten Septembersonntag ist mit einer letzten Chormesse endgültig Schluss – und nun, am Samstag und Sonntag, 29. und 30. August, spielt Röttger seine letzten beiden Orgelkonzerte. Traditionell am letzten Wochenende der Sommerferien lädt er dazu nach St. Lambertus ein: am Samstag um 19 Uhr und am Sonntag um 17 Uhr.
Unter dem Titel „Von Bach bis Pop...“ möchte Röttger dann seinen Zuhörern noch einmal die volle Klangpracht der 1912 von der Firma Stahlhut erbauten, zuletzt bis 2012 restaurierten Lambertusorgel vorführen. Im Zentrum der Programmauswahl stehen drei Jubilare. Von Josef Rheinberger, dessen 125. Todestag in diesem Jahr begangen wird, spielt Röttger die elfte Orgelsonate Opus 148 in d-Moll; vom englischen Komponisten Charles Wood (100. Todestag) „Three Preludes on Melodies from the Genevan Psalter“. Seinen 40. Geburtstag feiert in diesem Jahr Florian Schachner, der als Kantor in Höxter wirkt und auch kompositorisch aktiv ist. Aus seinem Zyklus „Top & Pop – Come and play Organ“ erklingen die Sätze „Big Joe“, „The Shadow“, „Elephant-Reggae“ und „Rock it!“.
Das Konzertprogramm wird ergänzt durch das große Praeludium in e-Moll des bedeutenden Barockkomponisten Nicolaus Bruhns und vom berühmten B-A-C-H von Franz Liszt – eine Huldigung voll romantischer Virtuosität des ungarischen Komponisten an Johann Sebastian Bach.
Die Konzerte gehören zugleich zu den vorerst letzten Gelegenheiten, die Orgel zu hören. Denn das Instrument wird aufgrund der Kirchensanierung ab Oktober ausgebaut und eingelagert. Daher wird anlässlich der kostenlosen Konzerte um eine Spende zur Förderung des Orgelbaus an St. Lambertus gebeten.
Hinweis: In einer früheren Fassung dieses Beitrags hatten wir irrtümlich eine falsche Uhrzeit für die Konzerte angegeben. Wir haben dieses Versehen im Text korrigiert.
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