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Mettmann | RP ONLINE · Aug 22, 2026

Segeln am Elbsee: Matthias Seel tritt mit Familienboot „Fini“ an

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Alexander Riedel · RP ONLINE

Segeln am Elbsee Matthias Seel tritt mit Familienboot „Fini“ an

27.08.2026 · 18:45 Uhr

Die Vorfreude steht dem Bootswart der SG Hilden ins Gesicht geschrieben.

Die Vorfreude steht dem Bootswart der SG Hilden ins Gesicht geschrieben.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

Mit Ehefrau und Kindern ist Matthias Seel entspannt unterwegs. Jetzt will er mit seinem Bruder Clemens und „Fini“ bei der Regatta am Elbsee bestehen.

Welche besondere Dynamik ein neues Hobby entwickeln kann, erlebte Matthias Seel in den vergangenen Jahren: Als seine Brüder im Jahr 2023 mit dem Segeln begannen und den entsprechenden Schein machten, habe er sich angeschlossen – in erster Linie, um Zeit mit ihnen zu verbringen, verrät der 43-Jährige. Heute ist er Bootswart bei der Segler-Gemeinschaft Hilden und kümmert sich dabei um viele Reparaturen. Und demnächst startet er gemeinsam mit Bruder Clemens bei der FAM-Regatta auf dem Elbsee, der Heimat des Vereins. „Natürlich wollen wir so gut wie möglich abschneiden. Aber ich kann überhaupt nicht einschätzen, wie konkurrenzfähig wir sind, weil ja auch viele erfahrene und ambitionierte Segler mitmachen“, gesteht er.

Ins Rennen geht er dabei mit seiner FAM „Grand Lady Fini“. Auch diese Entwicklung war so ursprünglich nicht geplant: „Ich hatte eigentlich gar nicht vor, ein eigenes Boot zu kaufen“, verrät er. Die unterschiedlichen sportlichen Vereinsboote wie Laser und Katamaran hatte er schon ausprobiert. „Das fand ich sehr spannend“, sagt er. Doch dann entschied sich Seel doch dafür, einen Platz am Steg zu beantragen – und bekam ihn schließlich auch.

Bei der Entscheidung für eine FAM gaben wohl die Bedürfnisse der Familie den Ausschlag. „Wir wollten ein Boot, mit dem wir gemeinsam gut fahren können“, erklärt Seel. Die Kajüte, die hohe Kentersicherheit bei gleichzeitiger Sportlichkeit des Jollenkreuzers für bis zu vier Personen überzeugten ihn letztlich. Und so nutzt Seel mit Ehefrau Esther und den gemeinsamen Kindern Philipp (9) und Julia (7) das Boot für entspannte gemeinsame Ausflüge aufs Wasser. „Wir sind meist so ein bis zwei Stunden unterwegs“, erklärt der Familienvater. Und auch der Nachwuchs hat „Fini“ ins Herz geschlossen: „Sie finden das Boot total gut und haben viel Spaß an den Fahrten.“

Jetzt geht es für ihn aber erst einmal ins Training mit dem Bruder. Sportliche Herausforderungen anzunehmen, ist für Matthias Seel freilich nicht neu. In Neuss war er im Ruderverein aktiv und fuhr außerdem Motorradrennen. Bei der FAM-Regatta auf dem Elbsee warten bis zu fünf Läufe auf ihn und Bruder Clemens. Zehn Boots-Besatzungen hatten sich bis Mitte August angemeldet. An Bord sind dabei stets zwei Segler.

Die Segler-Gemeinschaft Hilden stellt davon sechs Teams, die übrigen reisen aus anderen Städten wie Bonn oder Münster an. Weitere Starter könnten allerdings dazu kommen, da die Anmeldung noch läuft. Im vergangenen Jahr waren 14 Teams gemeldet. Geöffnet ist die Regatta für Teilnehmer aus ganz Deutschland. Anfänger sind dabei stets willkommen – ebenso wie Zuschauer.

Auch Helfer für die Veranstaltung sucht die Segler-Gemeinschaft noch. Der Wettkampf steigt am Samstag, 29. und Sonntag, 30. August: Wann genau die Boote hinausfahren, hängt naturgemäß von den Wind- und Wetterbedingungen ab und wird flexibel entschieden.

Die FAM lag zuletzt im Trend: Rund ein Dutzend Jollenkreuzer liegen derzeit am Steg am Elbsee. Die Boote versprühen dabei einen nostalgischen Charme – schließlich blicken viele schon auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Die ersten dieser rund fünfeinhalb Meter langen Boote wurden im Jahr 1969 gebaut. Viele Modelle am See hatten ihre erste Wasser-Berührung in den 1970er Jahren. Entsprechend gibt es an ihnen auch immer wieder etwas zu tun. Und so beschäftigt sich Matthias Seel nicht nur als Bootswart mit der Instandhaltung, Pflege und Wartung von Vereinsbooten – sondern muss auch an der eigenen Errungenschaft werkeln. „Es war in sehr gutem Zustand, als wir es gekauft haben“, stellt er klar. Nach der Regatta steht allerdings eine größere Reparatur an der „Fini“ auf dem Programm.

Kurzum: Am Elbsee verbringt er eine Menge Zeit. Und der Segel-Leidenschaft hat die Familie auch schon abseits heimatlicher Gefilde gefrönt, wie Matthias Seel berichtet: „Im vergangenen Jahr haben wir mit anderen an einem Segeltörn vor Sardinien mit einem Skipper teilgenommen. Das hat uns allen großen Spaß gemacht.“

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