Frauenkino in Mettmann Kritischer Blick auf Gottschalk & Co.
20.08.2026 · 14:00 Uhr
Hella von Sinnen und Thomas Gottschalk in einer Szene des Films „Was haben wir gelacht“.
Foto: ----/Port au Prince Pictures/dpa/----Mettmann/Wülfrath · Die Frauenkino-Reihe im Weltspiegel-Kino geht in eine neue Saison. Den Auftakt macht eine Doku über Schattenseiten der deutschen TV-Unterhaltung.
Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Mettmann und Wülfrath nehmen die gemeinsame Frauenfilmreihe wieder auf. Für Laura Kirschey, Kostenpflichtiger Inhalt seit April dieses Jahres neue Gleichstellungsbeauftragte in Mettmann, ist dies zugleich eine Gelegenheit, gemeinsam mit Franca Calvano an das bewährte Format anzuknüpfen. Die Filmreihe wird im Mettmanner Weltspiegel Kino gezeigt.
Den Auftakt macht am Mittwoch, 23. September, um 19 Uhr der Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“ der Regisseurinnen Eva Müller und Isabel Schneider, der im Juli in die deutschen Kinos kam. Darin geht es um das Frauenbild, das in der deutschen Fernsehunterhaltung der 1990er Jahre propagiert wurde. Archivmaterial aus den Shows von Thomas Gottschalk, Harald Schmidt und Co. sowie Interviews mit Zeitzeuginnen wie Hella von Sinnen, Bettina Böttinger und Gaby Köster zeichnen das Bild einer Branche, in der Sexismus und verbale wie körperliche Übergriffigkeiten gegenüber Frauen selbstverständlich waren. Anspruch der Dokumentation ist es, diese Geschichte erstmals aus Frauenperspektive zu erzählen. Auf diese Weise entstand ein aus heutiger Sicht erschütterndes Zeitdokument. Der zweite Filmabend der Reihe findet am 18. November statt, wenn ebenfalls um 19 Uhr das romantische Drama „Nur noch ein einziges Mal“ (Regie: Justin Baldoni) gezeigt wird.
"Das Frauenkino möchte Frauen aus Mettmann, Wülfrath und Umgebung zusammenbringen, den Austausch fördern und zugleich Themen der Gleichstellung sichtbar machen. Dabei steht vor allem im Mittelpunkt, gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen und das Kino als Ort der Begegnung zu genießen", so Kirschey und Calvano. „Neu ist die frühere Anfangszeit um 19 Uhr, damit auch bei Filmen mit Überlänge noch genügend Zeit für Austausch und Begegnung bleibt.“ Der Eintritt beträgt weiterhin elf Euro und beinhaltet wie gehabt ein Glas Sekt oder Orangensaft. „Alle Interessierten sind herzlich zum Kinoabend eingeladen“, schreiben die Veranstalter. Tickets gibt es im Kino oder auf der Internetseite des Weltspiegel-Kinos.
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