Jugendprojekt im Messing Museum Krefeld Der Geschichte von Omas Zinnteller auf der Spur
21.08.2026 · 13:51 Uhr
In der Bibliothek des Messingmuseums forschen die Jugendlichen zum traditionellen Handwerk.
Foto: DMMKrefeld · Krefeld war einst eine gute Adresse für wundervoll gestaltete Alltags- und Dekogegenstände aus Messing und Zinn. Die Handwerksbetriebe sind Geschichte. Im Messing Museum können Jugendliche sie erforschen und dabei Schätze entdecken.
) Den Zinnteller kennen manche noch vom Sammelregal der Oma. Wie kunstvoll in früherer Zeit auch Kaffeekannen und Warmhalte-Stövchen in Silber und Messing gearbeitet waren, lässt staunen, in einer Zeit, in der To-Go-Becher eine Selbstverständlichkeit sind. Deshalb war es eine richtige Forschungsreise, zu der das Team des Deutschen Messing Museums für angewandte Kunst die Jugendlichen eingeladen hatte. Unter dem Titel „Junge Generation forscht – früher, heute, morgen“ konnten sie im Haus an der Medienstraße verborgene Schätze entdecken.
Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit der Klasse 10d der Bischöflichen Maria Montessori Gesamtschule statt. .Ziel war, dass das Projekt „Firmenhistorien offenlegt, Ergebnisse für das Heute festlegt und mit einer zukünftigen Ausstellung Forschungsergebnisse visualisiert und einem Publikum erfahrbar macht“, wie Sammlungsleiterin Svenja Lopenz erklärt. „Ziel ist es, ein intelligentes Verhältnis zur Tradition bei jungen Menschen hervorzurufen mit der Quintessenz, dass ohne Kenntnis der Vergangenheit und deren Verständnis die Gegenwart nicht oder nur unvollständig wahrzunehmen ist und die Zukunft nicht wirklich gestaltet werden kann.“
Kylie (16) und Marie (15), beschäftigten sich mit der Geschichte traditionsreicher Krefelder Firmen, wie Sieben oder Kayserzinn. „Fast niemand in Krefeld weiß heute noch, wie wichtig die früheren Handwerksbetriebe waren, die hier Gegenstände aus Messing hergestellt haben“, sagt Kylie. Die Exponate im Museum waren Ausgangspunkt für die Arbeit mit historischen Quellen und Archivalien. Marie erklärt: „Hier erfahren wir, wie Messing früher verarbeitet wurde und welche Geräte daraus hergestellt wurden.“
Das Projekt bietet Raum für partizipative Forschungs-, Kultur- und Ausstellungsprojekte und soll die Teilnehmenden zum eigenständigen historisch-politischen Denken anregen, so Lopenz. Gleichzeitig sieht das Museum die Chance, dass „junge Persönlichkeiten in den letzten schulischen oder studentischen Jahren durch partizipative pädagogische Formate gezielt in die Gestaltung von Sonderausstellung einbezogen werden“. Interessierte können unter Telefon 02151 9363808 Kontakt aufnehmen.
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