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Kleve | RP ONLINE · Aug 21, 2026

Im Kalkarer Gymnasium: Second-Hand-Markt bringt nachhaltige Mode nach Kalkar

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Anja Settnik · RP ONLINE

Im Kalkarer Gymnasium Second-Hand-Markt bringt nachhaltige Mode nach Kalkar

21.08.2026 · 05:15 Uhr

 Second-Hand-Mode ist inzwischen bei allen Bevölkerungsschichten beliebt. Und sie ist ein wichtiger Baustein zur Nachhaltigkeit (Symbolbild).

Second-Hand-Mode ist inzwischen bei allen Bevölkerungsschichten beliebt. Und sie ist ein wichtiger Baustein zur Nachhaltigkeit (Symbolbild).

Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Kalkar · Am 12. September wird die Aula des Jan-Joest-Gymnasiums zum Treffpunkt für nachhaltige Mode. Rund 30 Stände und kreative Aktionen warten – unter anderem ein Repair-Café.

Das „Fashion Event“ fand schon mehrmals statt, diesmal wird es besonders groß und vielseitig: Ein Second-Hand-Markt, ein Upcycling-Workshop und ein Fachvortrag gehören zu der Veranstaltung, die Kalkars Klimaschutzbeauftragte Sabrina Meisen am Samstag, 12. September, von 11 bis 16 Uhr in der Aula des Jan-Joest-Gymnasiums organisiert. Sie verspricht ein abwechslungsreiches Event rund um das Thema nachhaltige Mode – und die Schüler sind natürlich engagiert mit im Boot. Der Eintritt und alle Angebote des Rahmenprogramms sind kostenfrei, eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Der Second-Hand-Markt wird an rund 30 liebevoll hergerichteten Ständen Mode präsentieren. Da der Herbst kurz vor der Tür steht, bietet sich hier die Gelegenheit für Besucherinnen und Besucher, gut gepflegte und hochwertige Kleidungsstücke für die kühlere Saison zu finden. „Aber auch wer den Sommer noch nicht ziehen lassen will und sich lieber ein Sommerkleid kaufen möchte, wird bestimmt fündig. So oder so, gebrauchte Kleidung kaufen spart Ressourcen und ist obendrein auch noch günstiger, als neu zu kaufen“, sagt Meisen.

Ebenso ressourcenschonend sei es, Kleidung gut zu pflegen, zu reparieren und so lange wie möglich zu tragen. Im offenen Repair-Café können Besucher beschädigte Kleidungsstücke aus dem eigenen Kleiderschrank mitbringen und auf kreative Weise reparieren und verschönern. Nähmaterial und Nähmaschinen werden zur Verfügung gestellt. Jutta Meisen hat Modedesign studiert und ist auf Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich Textilien und Mode spezialisiert. Sie begleitet das Repair-Café, gibt Tipps beim Flicken und bringt Designideen zum Verschönern der Kleidung mit.

Noch eine originelle Idee: Spülschwämme aus alten Socken. Eliza Wolfram macht aus ausgedienten oder einzelnen Socken besondere Lappen. „Tawashi“ heißt die japanische Technik, mit der zwei Socken miteinander verwebt werden. Damit bekommen die Socken ein zweites Leben, und man spart sich den Kauf eines neuen Schwamms. Jeder ist eingeladen, selbst Socken mitzubringen, um seinen Haushalt mit etwas Nachhaltigem aufzurüsten. Man kann die Socken auch für die Upcycling-Aktion spenden. Genauso lassen sich Handtücher, Geschirrtücher und Kleidung verarbeiten.

Außerdem erklärt Jutta Meisen von 15 bis 16 Uhr in einem Vortrag, warum Upcycling eine wichtige Rolle im Kampf gegen Überkonsum und Ressourcenverschwendung spielen kann. Dafür wird den Zuhörern ein Überblick über die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft gegeben, die die kurze Nutzungsdauer und die Überproduktion von Fast Fashion mit sich bringen. Die Teilnehmenden bekommen einen Überblick, wie sie selbst einen Beitrag gegen den Überkonsum leisten können.

Die Schüler des Jan-Joest-Gymnasiums verkaufen dazu Kaffee und Kuchen. Die Einnahmen dienen der Finanzierung des Abiballs.

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