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Jüchen | RP ONLINE · Aug 17, 2026

Waldbrand in der Eifel: Drohne aus Jüchen spürt Glutnester in Hürtgenwald auf

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Jan Sting · RP ONLINE

Waldbrand in der Eifel Drohne aus Jüchen spürt Glutnester in Hürtgenwald auf

17.08.2026 · 17:00 Uhr

Das Einsatzteam aus Jüchen bereitet die Drohne für den Flug über Hürtgenwald vor.

Foto: Feuerwehr Jüchen

Jüchen · In Hürtgenwald konzentriert sich die Feuerwehr auf verbliebene Glutnester. Bilder aus Jüchen weisen den Weg. Doch die Kräfte vor Ort brauchen noch Tage.

(jast) Dass die Lage im Hürtgenwald in der Eifel weiter unter Kontrolle ist, dazu dürfte auch die Feuerwehr Jüchen einen Teil beigetragen haben. Sie erhielt am Sonntagabend um 18 Uhr einen Anruf aus dem Kreis Düren, ob sie ihre Drohneneinheit im Ort Gey einsetzen könne. Sie konnte und war zwei Stunden später mit Einsatzleiter Heinz-Dieter Abels und fünf weiteren Einsatzkräften vor Ort. An Bord hatte der Einsatzleitwagen unter anderem eine Drohne mit Wärmebildkamera.

Dass die Jüchener eine solche Ausstattung haben, war den Feuerwehrleuten in Düren bekannt, und es war genau das, was sie in den späten Abendstunden und in der Nacht für ihre weitere Arbeit brauchten. Ein Hubschrauber hätte bei der Dunkelheit nicht eingesetzt werden können.

„Die Drohne mit der Wärmebildkamera hat auch eine Funktion des Kartierens“, erklärte Abels. Die Jüchener Einsatzkräfte waren bis 8.30 Uhr vor Ort. Ihre Karten und Bilder bedeuten für die Einsatzkräfte, die noch weiter in Hürtgenwald gegen die Brandnester vorgehen, einen enormen Zeitgewinn, da sie die Nester schneller lokalisieren können und einen Überblick haben. Die Wehr im Kreis Düren kann damit gezielter arbeiten.

Der Dank aus der Bevölkerung galt den zahlreichen Einsatzkräften der Feuerwehr aus unterschiedlichsten Gebieten.

Foto: Feuerwehr Jüchen

Offene Flammen gab es gestern Vormittag nicht mehr, wohl aber wurden noch Brandnester bekämpft. Auf den Glutnestern liegt laut Kreis Düren der Schwerpunkt der Brandbekämpfung. Ein Ende der Lage ist aber noch nicht in Sicht, weiterhin sind Hunderte Kräfte im Einsatz.

„Wir waren erst einmal etwas übermannt“, erklärt Abels die ersten Eindrücke, als sie im Hürtgenwald ankamen. „Es herrscht dort in der Bevölkerung eine ungemeine Dankbarkeit. Man wird mit Schildern am Straßenrand begrüßt. Und es gab Hotdogs für uns.“ Sein Eindruck vom Einsatzort sei, dass alles sehr strategisch durchorganisiert sei, neben Jüchen wurden auch andere Kräfte aus dem Rhein-Kreis Neuss angefordert, die alle ihren Teil zur Bekämpfung der Flammen beitragen. Die Bodenkräfte vor Ort werden nach Einschätzung von Heinz-Dieter Abels noch einige Tage beschäftigt sein. Die Wehr aus Jüchen reiste am Vormittag wieder ab und holte zu Hause angekommen erst einmal den versäumten Schlaf nach.

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