Niederrhein Musikfestival Musik, Erinnerung und Migration – Konzerte in Haus Katz und auf dem Schloss
18.08.2026 · 04:50 Uhr
Auf Schloss Dyck finden wieder Konzerte des Musiksommers Niederrhein statt.
Foto: Klaus StevensJüchen · Das Maiburg-Ensemble und Autorin Lena Gorelik erzählen beim Niederrhein Musikfestival von jüdischer Geschichte, Migration und Zugehörigkeit. Der Eintritt ist frei – die Plätze sind begrenzt.
Unter dem Motto „Sound Stories“ eröffnet am Sonntag, 23. August um 18 Uhr, das Niederrhein Musikfestival auf Schloss Dyck. Das neue Programm von Blockflötist Stefan Temmingh und Barockharfenistin Margret Koell umfasst Musik aus fünf Jahrhunderten und sechs Ländern, gespielt auf neun Blockflöten und drei Harfen. Das Projekt sei ein über Jahre entstandenes Kunstwerk aus Liedern, erklärt das Ensemble. Es umfasse Sonaten, Variationszyklen und Tanzsätze – fast wie eines der bunteren Programme des 19. Jahrhunderts. „Werke von Bach, van Eyck, Gluck und Scarlatti treffen auf die Weltersteinspielung einer sphärischen Auftragskomposition von Klaus Lang“, so das Ensemble.
Vor dem Konzert bieten die Veranstalter eine Führung durch den Park von Schloss Dyck. Beginn ist um 16.30 Uhr, um Anmeldung wird gebeten.
Am Samstag, 29. August, geht es weiter mit dem Werkstattkonzert um 16 Uhr unter dem Titel „Ein Siegel aus Rubin - in Klang und Wort – Jüdische Lebenswelten in Liedern und Erinnerung“ in Haus Katz. Der Eintritt ist frei. Eine Reservierung ist über die Homepage des Festivals erforderlich. Es spielt das Maiburg-Ensemble mit Anette Maiburg (Flöte), Pascal Schweren (Piano), Caspar van Meel (Kontrabass) und Fethi Ak (Percussion). Das Werkstattkonzert ist eine Vorbereitung auf das Konzert im Innenhof von Schloss Dyck am Folgetag um 18 Uhr im Innenhof.
Die Autorin Lena Gorelik liest aus ihrem autobiografischen Buch und erzählt darin die Geschichte ihrer jüdischen Familie – geprägt von Migration und der Suche nach Zugehörigkeit. Ihre Worte spiegeln Erfahrungen, die viele Menschen mit jüdischem Hintergrund teilen – „sensibel, nachdenklich und zugleich voller Kraft und Humor“, wie das Ensemble erklärt.
Diese Produktion des Niederrhein Musikfestivals wurde erstmals 2024 in der Langen Foundation in Neuss aufgeführt.
Am 13. September, 16 Uhr, gibt es in Haus Katz wieder ein Werkstattkonzert mit Literaturlesung und Lied unter dem Titel „Into the Wild – Klang der Freiheit“ – eine Neuproduktion des Niederrhein Musikfestivals. Die Künstler auf der Bühne sind Thomas Kitsche (Sprecher), Florian Gerhards (Gesang) und Friederike von Krosigk (Dramaturgie). Ausgangspunkt ist der Roman „Into the Wild“ von Jon Krakauer, der die wahre Geschichte von Chris McCandless erzählt. Seine Entscheidung, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen und in der Natur ein einfaches, selbstbestimmtes Leben zu suchen, bildet den roten Faden des Abends.
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