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Hückeswagen | RP ONLINE · Aug 27, 2026

Hückeswagen und Radevormwald betroffen: Amerikanische Faulbrut bei den Bienenvölkern breitet sich weiter aus

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Stephan Büllesbach · RP ONLINE

Hückeswagen und Radevormwald betroffen Amerikanische Faulbrut bei den Bienenvölkern breitet sich weiter aus

27.08.2026 · 08:03 Uhr

Viel los im Bienenstock – der zum Glück der Imker und Insekten offenbar noch nicht von der Seuche befallen ist.

Viel los im Bienenstock – der zum Glück der Imker und Insekten offenbar noch nicht von der Seuche befallen ist.

Foto: dpa/Jens Büttner

Hückeswagen/Radevormwald · Die Seuche befällt immer mehr der Honig produzierenden Insekten im Oberbergischen Kreis. Das Veterinäramt hat den Sperrbezirk nun massiv ausgeweitet – er umfasst fast ganz Radevormwald sowie Teile von Hückeswagen und Wipperfürth.

Ein von der Faulbrut befallenes Bienenvolk ist alles andere als ein schönes Bild. Vor allem eines, das ein Imker niemals sehen will. Denn diese Bienenseuche ist hoch ansteckend und durch die Schädigung der Brut tödlich für die so wichtigen Insekten. Doch die Amerikanische Faulbrut breitet sich derzeit auch im Bergischen Land aus – mit weitreichenden Folgen auch für die Imker in Hückeswagen, Radevormwald und Wipperfürth.

Im Mai erst hatte Stefan Walder, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins 2010 Hückeswagen, vor der Seuche gewarnt. Wenige Tage später, am 10. Juni, wurde erstmals in einem Hückeswagener Bienenbestand der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt. Das Veterinäramt des Oberbergischen Kreises untersuchte daraufhin auch Bienenstöcke in der Umgebung und stellte in den vergangenen Wochen immer wieder weitere Ausbrüche fest.

In der Konsequenz wurden insgesamt fünf Sperrzonen um die betroffenen Bienenstände – inzwischen auch auf Radevormwalder Gebiet – gebildet, teilte Philipp Ising von der Pressestelle des Kreises am Mittwoch mit. Es folgte eine Reihe von weiteren Untersuchungen in den umliegenden Bienenständen, wobei am 20. August erneut der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut amtlich festgestellt wurde.

„Aufgrund der starken Ausbreitung im Norden des Oberbergischen Kreises wird der Sperrbezirk in einer neuen Allgemeinverfügung vergrößert, so dass annähernd der gesamte Bereich der Stadt Radevormwald sowie direkt angrenzende Bereiche der Städte Hückeswagen und Wipperfürth mit erfasst werden“, berichtete Ising. Um alle Bienenhaltungen, die sich im Bereich des Seuchengeschehens befänden, zu berücksichtigen, erfasse der neue, größere Sperrbezirk die bisher verfügten Sperrzonen.

Aus diesen Zonen dürfen bis auf Weiteres keine lebendigen oder toten Bienen, Waben, Futter, Honig oder an den Bienen benutzte Gerätschaften entfernt werden, um die Krankheit nicht zu verschleppen. Auch dürfen keine neuen Bienen in diesen Bereich gebracht werden.

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