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Geldern | RP ONLINE · Aug 23, 2026

„Wir waren gieriger“: „Weltklasse-Freistoß“ führt den SV Rindern auf die Siegerstraße

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Nils Hendricks · RP ONLINE

„Wir waren gieriger“ „Weltklasse-Freistoß“ führt den SV Rindern auf die Siegerstraße

23.08.2026 · 11:57 Uhr

Der Rinderner Angreifer Piet Kramer (am Ball) sorgte für den Höhepunkt des Flutlicht-Kicks an der Wasserburg.

Der Rinderner Angreifer Piet Kramer (am Ball) sorgte für den Höhepunkt des Flutlicht-Kicks an der Wasserburg.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Kleve · Der Fußball-Bezirksligist zeigt mit einem 4:1 gegen den Kevelaerer SV, dass in dieser Saison mit ihm zu rechnen ist. Angreifer Piet Kramer sorgt mit einem Treffer, den alle Beteiligten so schnell nicht vergessen werden, für die Entscheidung.

In seinem persönlichen Ausblick auf die neue Spielzeit in der Fußball-Bezirksliga hatte Patrick Znak, Trainer des Kevelaerer SV, noch davor gewarnt, den SV Rindern zu unterschätzen. Am Freitagabend musste der 37-jährige Coach am eigenen Leib erfahren, welche Qualität die Rinderner in dieser Saison auf den Platz bringen können. Vor rund 70 Zuschauern kassierte der KSV eine 1:4 (1:1)-Niederlage.

Marius Krausel, der seit dieser Saison beim SV Rindern die Verantwortung an der Seitenlinie trägt, wollte das deutliche Resultat aber nicht überbewerten. „Ich denke, wir haben uns den Sieg schon verdient, weil wir ein bisschen gieriger aufgetreten sind. Aber das Ergebnis ist am Ende etwas zu hoch ausgefallen. Trotzdem bin ich mit der Intensität, die die Jungs gefahren sind, sehr zufrieden. So wollen wir weitermachen“, sagte der Rinderner Trainer, der auch privat gut mit seinem Kevelaerer Kollegen kann. „Ich kenne Znaki auch schon lange, das bringt natürlich eine gewisse Brisanz mit. Wir haben uns auf ein intensives Spiel vorbereitet“, so Krausel.

Rinderns Torjäger Max Janssen nach 18 Minuten verletzt raus

Und tatsächlich nahm die Partie schnell Fahrt auf. Nach 18 Minuten musste Rinderns Leistungsträger Max Janssen nach einem Foul mit einem Pferdekuss verletzt vom Feld. Nur wenige Minuten später sorgte Robin Kaschubat nach einem schön vorgetragenen Angriff für den Führungstreffer der Gäste (22.). Der SV Rindern ließ sich von den frühen Rückschlägen jedoch nicht beeindrucken und schlug schnell zurück: Mika Winkler köpfte bei einem Eckball in der 29. Minute zum Ausgleich ein.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber den besseren Start. Bei einem weiteren Eckball war Sommer-Neuzugang Lennis Bonnet aus dem Rückraum zur Stelle und hämmerte die Kugel zum 2:1 (53.) in die Maschen. In der Folge hatte der Kevelaerer SV gleich mehrere Chancen auf den Ausgleich, doch Bjarne Janßen im Tor der Zebras hielt die Führung seiner Mannschaft mit überragenden Paraden fest. In der 84. Minute zog Rinderns Piet Kramer der Kevelaerer Drangphase dann den Stecker, als er einen Freistoß aus mehr als 20 Metern traumhaft in den Winkel jagte. Bei einem Konter in der Nachspielzeit traf Florian Engelen zum 4:1-Endstand.

Piet Kramers Freistoß-Hammer sorgte im Anschluss noch für Gesprächsbedarf – auch bei KSV-Trainer Patrick Znak, der selbst nicht so richtig glauben konnte, was er da gesehen hatte. „Das war ein Weltklasse-Freistoß. Er hat sich am Ende noch mal richtig schön runtergesenkt“, erkannte Znak neidlos an.

„Der Gegner hat bei Standards oft Größenvorteile“

An der Leistung seiner Mannschaft wollte der Kevelaerer Trainer das deutliche Ergebnis ohnehin nicht festmachen. „Das Spiel war insgesamt sehr ausgeglichen und hätte auch Unentschieden enden können, hätte uns der Freistoß nicht aus der Partie genommen. Unsere Chancenverwertung muss besser sein. Bei Defensivstandards sorgen Verletzungen aktuell noch dafür, dass der Gegner gegen uns meist Größenvorteile hat“, sagte Znak.

Gleichzeitig erinnerte er daran, dass der erste Sieg in der vergangenen Saison erst am fünften Spieltag herausgesprungen war. Am Ende landete der KSV bekanntlich auf Rang vier. „Ein solches Ergebnis ist kein Beinbruch. Die Saison geht noch lange“, so Znak. Am kommenden Sonntag trifft sein Team auf eigenem Platz auf den Hamminkelner SV. Der SV Rindern ist parallel beim SV Friedrichsfeld gefordert.

SV Rindern: Janßen – Romanow, Baumeister, Albrecht, Kramer (84. Ploenes), Janssen (18. Engelen), Polders (90. Evrard), Mayr, Winkler (81. Al Ahmad), Bonnet (80. Ernst), Boßmann.

Kevelaerer SV: Ingenpaß – F. Dittrich (63. Schulz), Hacks (70. Jansen), Quarta (57. Theysen), Kaschubat (86. Garic), G.-L. Dittrich (63. N. Dittrich), Wienhofen, Bolz, Gastens, Külcür, da Costa.

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