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Erkelenz | RP ONLINE · Aug 24, 2026

Modernisierung abgeschlossen: Heller, übersichtlicher, freundlicher – Bahnhof Erkelenz saniert

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Christos Pasvantis · RP ONLINE

Modernisierung abgeschlossen Heller, übersichtlicher, freundlicher – Bahnhof Erkelenz saniert

24.08.2026 · 05:10 Uhr

 Der Erkelenzer Bahnhof soll nach der Umgestaltung übersichtlicher und heller sein.

Der Erkelenzer Bahnhof soll nach der Umgestaltung übersichtlicher und heller sein.

Foto: Ruth Klapproth

Erkelenz · Weniger Angsträume, mehr Sitzplätze und neue Displays: Die Deutsche Bahn hat den Bahnhof Erkelenz umgebaut. Nun zeigt sich, ob die Aufwertung dauerhaft hält.

Während die Deutsche Bahn in diesem Jahr eine neue Eisenbahnbrücke vor dem Erkelenzer Bahnhof baut, ist auch der Bahnhofsbereich selber in den vergangenen Monaten runderneuert worden. Die „ganzheitliche und zukunftsfähige Modernisierung des Bahnhofs Erkelenz“ ist nun abgeschlossen, teilte das Unternehmen mit. Und: Der Bahnhof sei nun ein „Zukunftsbahnhof“, weil er den Reisenden „deutlich mehr Komfort, mehr Barrierefreiheit und eine bessere Anschlussmobilität“ biete.

Die Renovierung war dringend nötig geworden, da der Bahnhof – nicht zuletzt durch fast wöchentlich wiederkehrende Verschmutzung und Vandalismus – zuletzt ein wenig einladendes Bild abgegeben hatte. Insbesondere im Bereich der Unterführung hatten Graffiti, Müll und ein immer wieder defekter Aufzug für Unmut gesorgt.

Für den Moment sieht der Bahnhof nun fast aus wie neu – auch wenn vereinzelt bereits wieder erste Kritzeleien und „Tags“ den Eingangsbereich zieren. Das Gelände hat zahlreiche neue Elemente erhalten, die in einem eigens für Erkelenz entwickelten Design in der Stadtfarbe Blau gehalten sind. Wetterschutz, Sitzbänke, Vitrinen und Reiseinformationen sind komplett erneuert worden. Der Bahnhof soll nach dem Umbau aufgeräumt und transparent wirken und dadurch auch kein „Angstraum“-Potenzial mehr bieten.

 Auch das Treppenhaus am Bahnhof ist umgestaltet worden.

Auch das Treppenhaus am Bahnhof ist umgestaltet worden.

Foto: Christos Pasvantis

Angefangen hat man damit in der Unterführung zwischen den Gleisen, wie ein Bahnsprecher mitteilt: „Die DB hat die Unterführung neu gefliest, Nischen entfernt, die Beleuchtung erneuert und den Boden aufgehellt. Dadurch wirkt der Tunnel modern, heller, freundlicher und übersichtlicher.“

Auf den Bahnsteigen hat die DB neben einer neuen Beleuchtung moderne Wetterschutzhäuser, Sitzbänke und Vitrinen eingesetzt. „Die Aufenthaltsqualität für Reisende steigt dadurch deutlich“, meint der Sprecher. Zwei neue dreizeilige Displays informieren Reisende über die nächsten Verbindungen. Der Monitor zeigt die nächsten zwei abfahrenden Züge und deren Abfahrtszeit an. Dazu gehören auch digitale Aushänge zu baustellenbedingten Fahrplanänderungen.

Schon länger zieren den Bahnhofseingang an der Neusser Straße ein Bahn-Logo und der Schriftzug „Bahnhof Erkelenz“, was für ein wertigeres Aussehen sorgen soll. Der Schriftzug ist allerdings nur auf dem aus Sicht der Innenstadt „hinteren“ Eingang angebracht.

Gleichzeitig hat die Deutsche Bahn auch mehrere Flächen im Bahnhofsumfeld entsiegelt. Es handelt sich um kleinere Bereiche, die nicht mehr für den Betrieb gebraucht werden. Überarbeitet wurde auch der bereits viele Jahre nicht mehr genutzte Gleis 3. Am Bahnsteigzugang wurden zudem Trampelpfade beseitigt und durch Hochbeete ersetzt. „Dies alles trägt zu einem deutlich schöneren und stimmigen Erscheinungsbild bei“, wirbt der Bahnsprecher.

Wie viel Geld der Umbau kostete, hat die Bahn nicht bekanntgegeben. Das Geld stammte aus einem umfassenden deutschlandweiten Infrastrukturprogramm der Bundesregierung.

Bereits im vergangenen hatte die Stadt Erkelenz die Arbeiten flankiert, um ihrerseits das Bahnhofsumfeld im Bereich des Busbahnhofs umzugestalten. Statt der häufig beschädigten und bekritzelten Scheiben finden sich dort seitdem Street-Art-Elemente, die einen deutlich besseren Eindruck machen.

Eine deutliche Aufwertung lässt derweil beim Zugverkehr auf sich warten. So gehört der RE4, der auch in Erkelenz hält, weiterhin zu den am schlechtesten bewerteten Zügen in NRW – zuletzt befand er sich im Bahnranking auf Platz 94 von 98, vor allem wegen seiner Unpünktlichkeit. Auch in den kommenden sechs Wochen wird es hier Einschränkungen geben: Bis zum 2. Oktober werden die Verstärkerfahrten, die normalerweise halbstündig in den Hauptverkehrszeiten stattfinden, komplett ausfallen. Grund dafür sind Bauarbeiten auf der Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln, wo unter anderem Signalanlagen, Brücken und Bahnhöfe saniert werden.

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