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Emmerich | RP ONLINE · Aug 20, 2026

IHK-Standortanalyse für Emmerich: Emmericher Unternehmen geben Schienennetz ein „Mangelhaft“

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Markus Balser · RP ONLINE

IHK-Standortanalyse für Emmerich Emmericher Unternehmen geben Schienennetz ein „Mangelhaft“

20.08.2026 · 13:16 Uhr

Eva Folkerts, IHK-Regionalleiterin, Wirtschaftsförderin Sara Kreipe, Bürgermeisterin Claudia Lindlahr und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger beim Gespräch im Rathaus.

Eva Folkerts, IHK-Regionalleiterin, Wirtschaftsförderin Sara Kreipe, Bürgermeisterin Claudia Lindlahr und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger beim Gespräch im Rathaus.

Foto: IHK

Emmerich · IHK-Chef Dr. Stefan Dietzfelbinger und Bürgermeisterin Claudia Lindlahr sprachen jetzt über die wirtschaftliche Lage in Emmerich aus Unternehmenssicht. Was eine Standortanalyse der IHK zeigt.

Emmerich ist ein Wirtschaftsstandort mit Potenzial. Es gibt Flächen für neues Gewerbe. Die Beschäftigung wächst. „Die Unternehmen schätzen Emmerich. Wegen der Lage am Rhein ist die Chemie hier stark. Der Gewerbesteuer-Satz ist stabil. Das fördert Wachstum. Die Niederlande, unser wichtiger Handelspartner, sind nur einen Steinwurf entfernt. Das eröffnet Chancen für grenzüberschreitendes Business“, sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger.

Starke Industrie und Logistik

Der Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK war jetzt nach Emmerich gekommen, um mit Bürgermeisterin Claudia Lindlahr über die wirtschaftliche Lage in Emmerich aus Unternehmenssicht zu sprechen. Alles in allem sehen die Unternehmen die Stadt positiv. Vor allem die starke Industrie und die Logistik hätten gute Chancen, weiter zu wachsen. Die Wirtschaft braucht dafür neue Impulse. Eine IHK‑Standortanalyse zeigt: Die Genehmigungsverfahren müssen schneller werden.

Insgesamt fehle es dem Standort an Dynamik. Die wirtschaftliche Leistung der Unternehmen entwickele sich langsamer als in der Region. Die Industrie müsse die Transformation stemmen hin zu weniger CO2. Besonders problematisch sei das Schienennetz. Von den Unternehmen gibt es dafür ein „Mangelhaft“.

„Das ist nicht mehr vermittelbar“

„Das dritte Gleis zwischen Emmerich und Oberhausen muss endlich fertig werden. Der Ausbau dauert bereits Jahrzehnte. Das ist nicht vermittelbar. Eine bessere Schienenverbindung zwischen den Städten bedeutet: mehr Wachstum für unsere Unternehmen. Wir brauchen endlich mehr Dampf bei den Genehmigungsverfahren.“

Gleiches gelte für den Bürokratieabbau. Aus Sicht des IHK-Chefs liegt hier der entscheidende Hebel: „Eine schnelle und digitale Verwaltung hilft den Betrieben. Wer Verfahren beschleunigt, bringt den Standort nach vorne. Das sorgt für mehr Einnahmen, weil mehr Unternehmen in Emmerich investieren und sich ansiedeln.“

Bürgermeisterin Claudia Lindlahr: „Emmerich ist ein starker und vielseitiger Wirtschaftsstandort. Darauf sind wir stolz. Gleichzeitig wissen wir, wie wichtig gute Rahmenbedingungen sind. Dazu gehört auch eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur – insbesondere der Ausbau der Betuwe-Linie, der für unsere Region und die ansässigen Unternehmen von großer Bedeutung ist.“ Auch wenn die Stadt hier nicht die verantwortliche Stelle sei, unterstütze sie dieses wichtige Infrastrukturprojekt. Der regelmäßige Austausch mit der IHK sei dabei von großem Wert. „Die Standortanalyse liefert wichtige Impulse und hilft uns, die Bedürfnisse der Unternehmen noch besser in unsere Arbeit einfließen zu lassen“, so Lindlahr.

Die Standortanalyse der IHK basiert auf 450 Antworten, davon 140 aus dem Kreis Kleve aus dem Sommer 2025.

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