Giftalarm in Zürich: Dutzende von Einsatzkräften rücken unter Blaulicht ins Seefeld aus
In einem Bürogebäude ist am Donnerstag eine verdächtige Substanz entdeckt worden. Später kann Schutz und Rettung Entwarnung geben.
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Aus diesem Bürogebäude im Zürcher Seefeld mussten am Donnerstagnachmittag mehrere Personen in Sicherheit gebracht werden.
NZZ
Am Donnerstag haben kurz vor 15 Uhr im Zürcher Seefeld die Sirenen geheult. Mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr, der Sanität von Schutz und Rettung Zürich sowie von den ABC-Spezialkräften der Feuerwehr steuerten unter Blaulicht die Seefeldstrasse bei der Tramstation Opernhaus an. ABC-Einsatzkräfte rücken bei «atomaren, biologischen oder chemischen Ereignissen» aus, wie es auf einer Website der Berufsfeuerwehr der Stadt Zürich heisst.
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Minuten später wurde eine kurze Querstrasse zur Seefeldstrasse gegenüber dem Restaurant Tibits abgesperrt. Für einen Moment war es Journalisten gestattet, die gesperrte Strasse zu betreten.
Zu sehen war, wie zwei Einsatzkräfte von ihren Kollegen in aller Ruhe in silbergraue Schutzanzüge gekleidet wurden. Ein Experte für biologische Stoffe war ebenfalls vor Ort. Am anderen Ende der kurzen Strasse, vor einem Bürogebäude aus dem 19. Jahrhundert, sassen zwei Personen auf dem Trottoir, eine Frau und ein junger Mann. Sie trugen Atemschutzmasken und machten einen ruhigen, aber erschöpften Eindruck. Bevor man sie ansprechen konnte, wurden die Medienvertreter weggeschickt: Man werde später informieren.
Kurz darauf konnte eine Pressesprecherin von Schutz und Rettung Entwarnung geben. Man habe einen Notruf erhalten, in einem Büro- und Gewerbegebäude sei eine verdächtige Substanz entdeckt worden. «Die Messungen unserer Spezialisten haben aber ergeben, dass der Stoff harmlos ist.» Offenbar handelte es sich um ein Pulver. Wie dieses ins Gebäude gelangt sei, sei bis jetzt unklar und Gegenstand weiterer Abklärungen, teilte die Sprecherin mit. Die beiden Personen mit den Atemschutzmasken vor dem Gebäude mussten nicht hospitalisiert werden. Laut einem Communiqué vom Donnerstagabend wurden insgesamt zehn Personen aus der Liegenschaft vorübergehend in Sicherheit gebracht.
Etwas gar viel Lärm um fast nichts also?
«Zum Zeitpunkt des Alarms müssen wir jeweils davon ausgehen, dass die entdeckte Substanz gefährlich ist», sagte die Sprecherin weiter. Da mobilisiere man lieber zu viele Einsatzkräfte als zu wenige. Einen Einsatz wie diesen habe es schon länger nicht mehr gegeben.

Spezialisten der ABC-Wehr werden in Schutzanzüge eingekleidet.
NZZ




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