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Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung · Aug 21, 2026

Neue Regeln auf Schalke: Was Dauerkarteninhabern jetzt droht

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Stefan Bunse · Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung

Ganz Schalke freut sich schon auf den Ligaauftakt und das erste Heimspiel gegen den FC Bayern München am zweiten Spieltag. Die Veltins-Arena ist natürlich längst ausverkauft.

Für viele S04-Anhänger wird es immer schwieriger, überhaupt mal an Tickets für ein Heimspiel der Königsblauen zu kommen. Manche übernachten dafür sogar am Vereinsgelände. Die rund 40.000 Dauerkarten-Kunden brauchen sich dagegen um ihre Eintrittskarten keine Sorgen zu machen.

FC Schalke 04 v Real Madrid - Pre-Season Friendly

Ein Schalke-Fan beim Testspiel gegen Real Madrid.© Getty | Koepsel

Das Szenario der Kartenknappheit aufzulösen, ist unmöglich. Die Nachfrage übersteigt das Angebot um ein Vielfaches. Und das eben nicht nur gegen die Bayern, sondern auch gegen die SV Elversberg, die zum zweiten Heimspiel nach Gelsenkirchen kommt, und alle anderen Klubs.

Wann Schalke Dauerkarten kündigen will

40.000 verkaufte Dauerkarten schränken das frei verfügbare Kontingent stark ein, bedeuten aber auch eine maximale finanzielle Sicherheit zu Beginn einer Saison. Nicht zuletzt haben diese treuen Schalke-Anhänger ihren Verein unter schwierigsten finanziellen Rahmenbedingungen auch durch drei Spielzeiten in der 2. Liga getragen. Kündigungen gab es während dieser Zeit nur wenige. Entsprechend lang ist die Warteliste für eine Dauerkarte.

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Dennoch versucht der Klub nun, zumindest einige Bedingungen neu zu justieren und so eine maximale Gerechtigkeit zu erreichen. Denn ab dieser Saison müssen Dauerkartenbesitzer, deren Dauerkarte nicht regelmäßig genutzt wird, damit rechnen, dass diese zur kommenden Spielzeit vom Verein gekündigt wird.

Rechtzeitig vor dem ersten Heimspiel wurden nun alle Dauerkartenkunden darüber informiert. „Mit den neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) haben wir eine Mindestnutzung für Dauerkarten eingeführt: Eine Dauerkarte gilt als regelmäßig genutzt, wenn Du mindestens 12 Heimspiele pro Saison besuchst oder Deine Karte über die offiziellen Wege an andere Fans weitergibst“, klärte der S04 auf.

Wichtig: Nicht nur die Nutzung des Inhabers selbst zählt

Der Terminus „regelmäßig genutzt“ bekommt also eine hohe Bedeutung. Was darunter zu verstehen ist, erklärte der Klub ebenfalls. Es gilt nämlich nicht nur die Nutzung des Tickets durch den Inhaber selbst als Nutzung.

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Und was gehört alles dazu? „Persönlicher Stadionbesuch: Deine Dauerkarte wird am Drehkreuz gescannt – unabhängig davon, ob Du eine physische Chip-Dauerkarte oder eine digitale Dauerkarte nutzt oder diese offiziell über unser System zum Beispiel an Freunde oder Familie übertragen hast.“

Ziel des Klubs: Mehr Schalker im Stadion

Aber auch, wenn man seine Karte für ein Spiel, das man nicht besuchen kann oder will, in der S04-Ticketbörse einstellt, zählt das als Nutzung: „Wenn Du ein Heimspiel nicht selbst besuchen kannst, kannst Du Deine Dauerkarte über die offizielle Ticketbörse anbieten. Die Einstellung in die Ticketbörse gilt als Nutzung, weil der Platz dadurch anderen Fans zur Verfügung gestellt wird.“

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Denn genau das ist der Grund für das Vorgehen des Vereins: „Mit der verschärften Mindestnutzung verfolgen wir mehrere Ziele: Mehr Schalker im Stadion: Wir möchten, dass unsere Heimspiele mit möglichst vielen Fans auf den Rängen stattfinden. Weniger leere Plätze: Nicht genutzte Dauerkarten führen zu freien Plätzen, obwohl viele andere Fans gern dabei wären. Fairness gegenüber anderen Fans: Viele Mitglieder und Fans gehen leer aus, obwohl Plätze nicht genutzt werden“, teilte der Verein mit.

Die Regelungen greifen ab dem Heimspiel gegen den FC Bayern München.

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