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Berliner Morgenpost · Aug 22, 2026

Füchse Berlin ohne Chance: Herbe Supercup-Pleite gegen Magdeburg

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Nelis Heidemann · Berliner Morgenpost

Es war zu befürchten, und im Duell mit dem SC Magdeburg hat es sich am späten Sonnabend dann tatsächlich bestätigt. Die Füchse Berlin sind zum Start in die neue Saison meilenweit von der nationalen Spitze entfernt. Für den amtierenden Pokalsieger setzte es im Supercup von München gegen den deutschen Meister ein herbes 31:38 (15:20).

Den Handballern aus der Hauptstadt wurden schonungslos die Grenzen aufgezeigt. Einzig Welthandballer Mathias Gidsel (zehn Tore) präsentierte sich in Normalform. In allen anderen Mannschaftsteilen war die Mängelliste lang.

Füchse Berlin im Supercup gegen Magdeburg ohne Chance

Zwischen Matthes Langhoff und Tobias Gröndahl, den anderen beiden Rückraumspielern neben Gidsel, passte die Abstimmung viel zu selten. Dennoch konnten sich die Berliner Gelegenheiten herausspielen, die Chancenverwertung war aber deutlich zu schwach. Mit dem dünnen Füchse-Kader für die neue Saison und den Verletzungsproblemen (Fabian Wiede und Nils Lichtlein fehlen noch immer) hatte Coach Nicolej Krickau keinerlei Möglichkeiten zum Wechseln.

Doch nicht nur im Angriff gab es Defizite. Die Abwehrreihe, die eigentlich Schlüsselelement für das neue Füchse-Spiel im bevorstehenden Spieljahr werden soll, fand nie Zugriff. Und das Torhüterduell ging klar an Magdeburg. Das neue Berliner Gespann aus Lasse Ludwig und Andreas Palicka konnte nie nachhaltige Impulse setzen.

„Uns fehlen ein paar Paraden, natürlich“, sagte Kapitän Max Darj. „Die Torwart- und Abwehrleistung in Kombination war unser größter Kritikpunkt.“ Immerhin: Die Moral stimmte, die Füchse kämpften – doch im Grunde waren sie über die komplette Spielzeit ohne Chance.

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Vor dem Bundesligaauftakt gegen die MT Melsungen am Donnerstag (20 Uhr, Max-Schmeling-Halle) hat Trainer Nicolej Krickau somit Anlass für reichlich Sorgenfalten. Die Standortbestimmung durch Magdeburg hat deutlich gezeigt, woran er mit seinem Team noch zu arbeiten hat.

„Es war von Minute eins bis sechzig ein verdienter Sieg für Magdeburg“, sagte Krickau nach Spielschluss. „Wir wissen, dass, wenn wir gegen Magdeburg konkurrenzfähig sein möchten, die Abwehr auf einem besseren Niveau sein muss. Aber wir wissen auch, dass es das erste Mal war in der ganzen Vorbereitung, wo wir so herausgefordert wurden. Wir sind immer noch megafrüh in der Saison. Wir müssen jetzt strategisch sein und deutlich auswerten, wo wir uns jetzt schnell verbessern müssen.“

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