Liebe Leser:in,
manchmal genügt eine Idee im Community-Call und schon wird daraus ein fertiges Sticker-Album mit den Mitarbeiter:innen eines Konzerns. Und das binnen einer Woche.
So schnell entsteht Sichtbarkeit, wenn ein Unternehmen seiner Corporate Influencer Community wirklich Raum gibt. Beim #TeamMediaMarktSaturn zeigt sich das gerade sehr konkret.
Genau darum geht es in dieser Newsletter-Ausgabe: wie Corporate Influencer sichtbar werden, warum Fachwissen dabei mehr zählt als Reichweite, und wie Du KI-Tools wie Copilot oder AuthoredUp so einsetzt, dass Deine Stimme dabei erkennbar bleibt.
Laut einer Analyse von Meltwater und LinkedIn stammen 75 Prozent der von KI-Systemen zitierten LinkedIn-Inhalte von persönlichen Profilen, nicht von Unternehmenskanälen. Wie Du das für Dich nutzt, zeige ich Dir in diesem Newsletter.
Ich freue mich, wenn Du den Eck-Newsletter weiterempfiehlst oder mir Feedback gibst.
Viele Grüße
Klaus Eck
Bei MediaMarktSaturn ist aus einer Idee im Community-Call binnen einer Woche ein fertiges Sticker-Album für die gesamte Belegschaft entstanden.
Corporate Influencer sind Mitarbeitende, die mit Unterstützung ihres Unternehmens auf LinkedIn oder anderen Plattformen fachlich sichtbar werden und damit auf Marke, Recruiting und Vertrieb einzahlen.
Die Idee dazu kam von Annabel Klarwein. Als Kind war sie nie die größte Fußballfan, aber an Stickeralben und Schulhof-Tauschbörsen erinnert sie sich bis heute. Genau diese Erinnerung brachte sie mit ihren Kolleg:innen in die Corporate Influencer Community von MediaMarkt Saturn ein.
Konzipiert und umgesetzt an einem Tag. Ihr Ziel war nie, ein Album vollzukriegen. Ihr Ziel war, als Community Managerin ihre Kolleg:innen sichtbar zu machen und ihnen Raum für eigene Geschichten zu geben.
In der neuen Folge des Corporate Influencer Podcasts erklärt Winfried Ebner, Community Manager und Treiber des Corporate-Influencer-Programms bei MediaMarkt Saturn, im Gespräch mit Sophie Rickmann, warum das spontane Format mit den Sammelkarten so schnell gezündet hat. Zu hören auf den üblichen Kanälen und auf der Corporate Influencer Podcast Website.
Möglich wurde das Tempo, weil das Team auf vorhandene Assets der laufenden WM-Kampagne bei MediaMarktSaturn zugreifen konnte. Farben, Hashtag und Bildsprache waren bereits markenkonform abgesegnet.
Das Ergebnis zeigt keine Produkte, sondern die eigene Mannschaft: Mitarbeitende von MediaMarktSaturn, die auf den Sammelbildern ihre persönlichen Eigenheiten zeigen.
Die stärksten Formate entstehen nicht am Reißbrett der Kommunikationsabteilung, sondern dann, wenn eine Community-Idee ernst genommen und schnell ermöglicht wird. Ähnliche Sichtbarkeits-Effekte zeigen auch andere Programme: Bei der DATEV (PR-Blogger) haben sich mehr als 300 Mitarbeitende freiwillig für ein Botschafter-Programm angemeldet.
Genau diese Dynamik erlebe ich auch bei Corporate Influencer Content Days. Dort feilen Corporate Influencer gemeinsam an Content-Ideen und entwickeln weiter, was einer allein nie so schnell hinbekommen hätte. Beides zahlt am Ende auf dasselbe Konto ein: Corporate Influencer werden mit ihrer Expertise sichtbarer.
“Ich habe keine Zeit.” Diesen Satz höre ich von Corporate Influencern öfter als jeden anderen.
Sichtbar wirst Du als Corporate Influencer nur, wenn Du regelmäßig Deine Expertise zeigst und dafür echtes Interesse bei Deinen Followern weckst.
Dank KI-Tools wie Claude, AuthoredUp und Perplexity komme ich schneller auf Ideen und nutze sie für die Recherche. Es geht dabei nicht darum, mit KI generische Beiträge zu verfassen, die Deine Kontakte als KI Slop langweilen und ohnehin im LinkedIn-Algorithmus abgestraft werden. Bevor Du ein Posting planst, überleg Dir, was Deine Zielgruppe wirklich interessiert, nicht die Zielgruppe ALLE. Die bringt zwar Reichweite, zahlt aber nicht auf Deine Positionierung ein.
Kommentiere ausführlicher, wenn Dich ein Thema reizt, und beobachte die Reaktionen. Daraus entstehen oft spätere Postings.
Verwandle eine Frage aus einem Workshop in einen Post mit offenem Ende. Die Diskussion in den Kommentaren liefert oft mehr als jede Erklärung.
Bookmarke inspirierende Texte auf LinkedIn, damit Du jederzeit auf sie zugreifen und Themen weiterentwickeln kannst.
Schau Dir die Kommentare unter Deinen eigenen Posts an. Die Fragen, die dort auftauchen, sind fertige Themen für den nächsten Beitrag.
Verwende ältere Postings erneut, wenn sie gut angenommen wurden. Tausche Hook und Bild aus.
Sammle laufend gute Bilder, am besten selbst fotografiert, an einem festen digitalen Ort.
Begrenze die Zeit für ein Posting und verzichte auf Perfektionismus. Experimentiere lieber.
Sprich Deine Gedanken aufs Smartphone und lass sie automatisch transkribieren. Die Rohfassung hilft beim Schreiben oder als Grundlage für eine KI.
Prüfe einmal im Monat, welcher Deiner Posts am besten performt hat, und leite daraus Dein nächstes Thema ab.
Halte Dir 3 bis 5 feste Zeitfenster pro Woche frei, je 15 bis 30 Minuten. Kontinuität schlägt Spontan-Perfektionismus.
Wie stark Substanz und Persönlichkeit dabei zusammenspielen, beschreibe ich im PR-Blogger in einem früheren Beitrag zu Relevanz und Reichweite auf LinkedIn genauer.
Ein Sommerloch auf LinkedIn sorgt jedes Jahr dafür, dass Impressions und Engagement im August um bis zu 40 Prozent sinken, weil viele in der Urlaubszeit weder posten noch lesen.
Falls Deine Reichweite zuletzt gefallen ist, ist das kein Grund zur Sorge. Das liegt weniger an Deiner Content-Strategie als daran, dass viele Deiner Kontakte gerade ihren Urlaub genießen und auf LinkedIn pausieren.
Richard van der Blom hat in seinen Analysen herausgefunden, dass es diesen Reichweiten-Einbruch jeden Sommer auf LinkedIn gibt. Der Juli 2026 brachte im Schnitt 18 Prozent weniger Reichweite und 16 Prozent weniger Engagement gegenüber Juni. Gleichzeitig nimmt die Zahl der fremden Inhalte von Nicht-Kontakten im Newsfeed deutlich zu, offenbar um die Feed-Aktivität für aktive Leser:innen auszugleichen.
Was Du mit diesen Sommerloch-Erkenntnissen anfangen kannst:
Kämpfe nicht gegen die Flaute an. Wer jetzt seine bisherige Strategie über Bord wirft, weil die Zahlen sinken, löst ein Problem, das gar keins ist.
Achte auf die Kommentare und führe echte Gespräche mit denjenigen, die sich Zeit für Deine Inhalte nehmen. Reduziere die Zahl Deiner Texte, wenn die Resonanz merklich zurückgeht.
Unterschätze Beiträge zu persönlichen Anlässen nicht. Diese Kategorie bekommt laut Richards Analyse aktuell deutlich mehr Reichweite als noch im Frühjahr.
Ich war selbst bereits im Mai im Urlaub und bin deshalb in diesem Sommer präsent auf LinkedIn. Einzelne meiner Postings haben zuletzt überdurchschnittliche Aufmerksamkeit erzielt, weil insgesamt weniger auf LinkedIn gepostet wird.
Meltwater und LinkedIn haben bis Juni 2026 insgesamt 9,5 Millionen KI-Zitate ausgewertet: 75 Prozent der zitierten LinkedIn-Inhalte stammen von persönlichen Profilen, nicht von Unternehmenskanälen. Ob Dein Account groß oder klein ist, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist die Substanz Deines Textes.
Wenn Du mit Deinen Texten GEO-Effekte erzielen willst, solltest Du auf Folgendes achten:
Schreib aus Deiner Rolle heraus und nenne hin und wieder Deine Position. Das ist ein wichtiges Reputationssignal für KI-Systeme.
Je konkreter Dein Text, desto wohlgesonnener sind Dir KI und Leserschaft. Allgemeinplätze gibt es auf LinkedIn genug.
Beziehe klar Haltung zu Deinem Thema und sorge hin und wieder für Reibung, indem Du anderen widersprichst.
Guter Content allein reicht noch nicht, um von einer KI als Autorität anerkannt zu werden. Sie bewertet auch, welche Spuren Du sonst online hinterlässt: Trittst Du als Referent in Podcasts oder als Speaker auf? Schreibst Du Bücher oder Fachbeiträge? Erzählt Dein Profil lückenlos, wofür Du stehst? Hast Du Kompetenzen, die andere bestätigt haben? Hast Du den Verifizierungshaken? Diskutieren andere sinnvoll unter Deinen Beiträgen?
Ein Fehler, den viele Corporate Influencer Programme machen: Sie fördern den Aufbau von Personal Brands, legen aber zu wenig Wert auf den Nachweis von Fachwissen und persönlicher Erfahrung. Die meisten Corporate Influencer schreiben über Event-Erfahrungen und Employer Branding und vernachlässigen dabei ihre eigene Expertise.
Wie genau sich das für einen LinkedIn-Newsletter nutzen lässt, habe ich in einem eigenen PR-Blogger-Beitrag zu GEO beschrieben. Dein wertvollstes Asset ist Dein echtes Know-how, nicht die Zahl Deiner Follower.
Die meisten KI-Texte scheitern nicht an schlechter Grammatik. Sie wirken generisch und seelenlos, weil sie nicht wirklich zu Dir passen.
6 Faktoren, die Du bei der Co-Creation mit einer KI berücksichtigen solltest:
Persönlichkeit: KI hat ohne Dich keine Haltung. Schreib mindestens einen Satz pro Text, in dem Du klar Position beziehst. Reibung führt mitunter zu guten fachlichen Debatten auf Kommentarebene.
Emotionen: Je mehr Begeisterung oder Unsicherheit Du zu Deinem Thema zeigst, desto besser stellst Du eine Verbindung zu Deinen Leser:innen her.
Erfahrungen: Nur Du kennst Deine konkreten Learnings und Fehlschläge. Füge sie Deinem Text hinzu.
Wissen: Nur wer selbst Fachwissen hat, kann KI-Antworten beurteilen und richtig einordnen. Überprüfe alle KI-Ergebnisse, bevor Du sie postest.
Kontext: KI kennt weder Deine Kontakte noch die Feinheiten Deiner Branche. Manuelle Ergänzungen aus Deinem Know-how machen jeden KI-Text zu Deinem Text.
Kontrolle: Publiziere nie ungeprüft. Schräge Formulierungen solltest Du immer überarbeiten.
Dominik Ruisinger und Kai Heddergott haben mit “Besser Texten mit Kopf und KI” genau diesen Ansatz zu einem praxisnahen und lesenswerten Leitfaden ausgebaut, mit dem sich der eigene KI-Prozess von Grund auf neu aufsetzen lässt.
Die Speichern-Funktion auf LinkedIn wirkt sich direkt auf Deine Reputation und Sichtbarkeit aus, obwohl viele sie bis heute nicht kennen. Du findest den Speichern-Button oben rechts bei einem Beitrag hinter den drei Punkten.
Speichern ist kein einmaliger Trend, sondern ein stabiles Verhaltensmuster, das sich nicht abnutzt. Einer meiner Beiträge wurde innerhalb von 2 Wochen 163-mal gespeichert und erzielte daraus 18.500 Impressions.
Nicht jeder Text verdient einen Save. Gespeichert wird selten der Beitrag, der im Moment unterhält, meistens der, zu dem man später zurückkehren will: eine Checkliste, eine Studie, eine How-to-Anleitung.
Saves wirken anders als Likes oder Kommentare. Sie wachsen oft erst Tage nach der Veröffentlichung, wenn jemand wirklich Zeit für den Text hat. Das verlängert die Lebensdauer eines Beitrags im Feed und signalisiert dem Algorithmus echten Wert.
5 Tipps, wie Du die Funktion für Dich nutzt:
Speichere Texte, statt sie sofort zu lesen, und schau sie Dir an, wenn Du wirklich Zeit dafür hast.
Nutze gespeicherte Beiträge als Ideenspeicher für eigenen Content. Was Dich anspricht und bei anderen gut ankam, spricht wahrscheinlich auch Deine Follower an.
Speichere Texte, zu denen Du später einen Kommentar hinterlassen willst, statt im ersten Moment oberflächlich zu reagieren.
Schau Dir unter dem Link “Analysedaten anzeigen” an, welche Deiner eigenen Beiträge am häufigsten gespeichert wurden. So siehst Du, was wirklich Mehrwert für Deine Leserschaft hat.
Schreib selbst Inhalte mit Nachschlagewert. Checklisten, Studieninfos und How-to-Anleitungen werden öfter gespeichert als reine Meinungsposts.
Ich nutze meine Bookmarks vor allem für zwei Dinge: als Ideenspeicher für eigene Postings und als Basis für meine Content Perlen (siehe unten).
Ich habe Claude gefragt, was im Juni bei mir auf LinkedIn am erfolgreichsten war. Sofort kamen die drei besten Beiträge, dazu eine Analyse, warum sie funktioniert haben. Möglich macht das ein neues AuthoredUp-Update. Ich nutze
So können KI-Tools wie Claude oder ChatGPT direkt auf deine Statistiken, Entwürfe und deinen Content-Kalender in AuthoredUp zugreifen. Bisher war mein Workflow ein ewiges Copy-Paste. Post in AuthoredUp schreiben, Text kopieren, in ein KI-Tool einfügen, Feedback holen, zurückkopieren. Bei jeder Idee dasselbe Spiel. Diesmal ist der Schritt einfach weggefallen. Kein Kopieren, keine Lücke zwischen Tool und KI, nur eine Frage und eine Antwort mit echten Zahlen. Das eigentlich Bemerkenswerte daran ist nicht die Zeitersparnis. Es ist, dass die KI jetzt an echten Daten arbeitet statt an dem, was ich ihr zufällig erzähle. Die Vorteile sind enorm, wenn du folgendes machst: ✔️ Frag nach deinen eigenen Top-Hooks der letzten Monate Alles der KI überlassen würde ich trotzdem nicht. Ich setze auf Cocreation, schreibe meine Beiträge lieber selbst und optimiere sie danach mit Claude. Wer 3 bis 4 Beiträge pro Woche postet, für den lohnt sich Content-Management über AuthoredUp.
✔️ Überprüfe, welche Beiträge besonders gut bei deinen Followern ankommen
✔️ Lass Rechtschreibfehler automatisch korrigieren
✔️ Lass dir zeigen, bei welchen Themen deine Zielgruppe wirklich reagiert
✔️ Schreib einen Entwurf gemeinsam mit der KI deiner Wahl und schick ihn direkt als Entwurf in den Kalender
Ich liebe Bücher und wundere mich darüber, dass immer weniger gelesen wird. Dabei gibt es so viele großartige Romane und Fachbücher, die sich als Sommerlektüre eignen.
28 Bücher habe ich bislang 2026 gelesen, 8 davon empfehle ich dir.
1️⃣ Dimitré Dinev, Zeit der Mutigen
Ich mag Generationenromane. Über mehr als 1.100 Seiten verfolgt Dinev mehrere Familien und Figuren vom Vorabend des Ersten Weltkriegs bis in die Gegenwart. Im Zentrum stehen die Opfer und Überlebenden der Zeitenwende.
2️⃣ Karl Ove Knausgård, The School of Night
Am bekanntesten ist von Knausgård sein sechsbändiger autobiografischer Romanzyklus „Min Kamp“. Doch auch die Morgenstern-Reihe gefällt mir. Der vierte Band ist ein düsterer Künstlerroman über Ehrgeiz ohne moralische Grenzen, den du auch ohne Vorwissen lesen kannst.
3️⃣ John Irving, Königin Esther
Irving verwebt eine sehr persönliche Geschichte mit der Geschichte des Antisemitismus. Es ist mein erster Irving-Roman gewesen und hat mir gut gefallen, weil er große politische Themen konsequent durch ein einzelnes Leben erzählt.
4️⃣ Leïla Slimani, Dann schlaf auch du
Slimani macht in ihrem älteren Buch aus einer scheinbar privaten Familienkatastrophe eine lesenswerte Geschichte über Klasse, Care-Arbeit, Mutterschaft und Abhängigkeit, die zurecht mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet worden ist.
5️⃣ Karine Tuil, Die Liebeshungrigen
Ein politischer Roman über einen französischen Ex-Präsidenten, seine Ehe als Fassade und ein später MeToo-Skandal in Cannes. Für alle, die Geschichten über Macht, Begehren und öffentliches Ansehen mögen, treffend geschrieben. Die Lektüre war ein Vergnügen.
6️⃣ Siri Hustvedt, Ghost Stories
Von Hustvedt kann ich alles empfehlen. Sie schreibt sogar besser als ihr verstorbener Ehemann Paul Auster. In ihrem Trauerbuch geht sie auf 43 gemeinsame Jahre mit ihm ein. Es ist zudem ein tolles Künstlerporträt und ihre Liebesgeschichte.
7️⃣ Klaus Brinkbäumer, Der amerikanische Albtraum
Der langjährige USA-Korrespondent und Podcaster von “Ok, America” hat mit MAGA-Anhängern, Journalist:innen und Wissenschaftlern gesprochen. Gut für alle, die verstehen wollen, wie demokratische Normen in den USA gerade erodieren und zum „Faschismus made in USA“ führen.
8️⃣ Asma Mhalla, Cyberpunk
Ich liebe Science Fiction. Deshalb gefällt mir der Cyperpunk-Ansatz der Politikwissenschaftlerin aus Frankreich. Sie beschreibt in ihrem Bestseller ein Bündnis aus Big Tech und Big State und nutzt dafür Bilder aus Blade Runner und Matrix statt der üblichen Faschismus-Vergleiche.
Nicht jeder gute LinkedIn-Text schafft es in deinen Feed. Deshalb stelle ich wieder 5 Content-Perlen vor, die es wert sind.
1️⃣ Winfried Ebner präsentiert das neue Sammelalbum MediaMarktSaturn, das die Vielfalt der Corporate-Influencer-Community von Führungskräften bis Mitarbeitenden zeigt. Das Stickeralbum verlinkt jeden Namen direkt zum passenden Profil.
2️⃣ Katharina Wolff, Gründerin und Herausgeberin von STRIVE, zieht nach den ersten Wochen ihres neuen LinkedIn-Newsletters ein Fazit zu 3 zentralen Learnings. Der Start brachte ihr innerhalb von zwei Wochen rund 5.000 Abos, weil LinkedIn die eigene Community automatisch informiert, und die Kommentare fielen substanzieller aus. Ihr wichtigster Rat: Auch ein guter Newsletter braucht einen starken Teaser-Post, denn seitdem sie dort mehr Mühe investiert, funktionieren die Ausgaben spürbar besser.
3️⃣ Dennis Horn ordnet den Influencer Marketing Report 2026 von Sprout Social ein. Die Studie zeigt, dass 60 Prozent der Instagram-Reels ein Publikum erreichen, das zu über 70 Prozent nicht aus eigenen Follower:innen besteht, während nur 17 Prozent der Nutzer:innen die Followerzahl überhaupt für relevant halten. Gleichzeitig gewinnen Mitarbeitende als Corporate Influencer an Bedeutung, denn 62 Prozent der Gen Z entdecken monatlich neue Produkte über deren Inhalte. Follower als Kennzahl gelten damit zunehmend als überholt.
4️⃣ Beate Roos räumt mit Fehlinterpretationen zur seit dem 2. August geltenden Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte nach Artikel 50 der EU-KI-Verordnung auf. Voll kennzeichnungspflichtig sind Inhalte wie KI-Videos mit KI-Stimme oder unredigierte KI-Texte, ein dezenter Hinweis reicht bei Satire oder erkennbarer KI-Kunst, und selbst geprüfte oder rein private Nutzung bleibt ganz kennzeichnungsfrei.
5️⃣ Felix Beilharz widerspricht dem Tipp, Keywords in den ersten Satz eines LinkedIn-Posts zu packen, nur weil LinkedIn daraus die Post-URL bildet. Der erste Satz ist die Hook und entscheidet über Öffnungsrate, deshalb muss er auf Neugier statt auf Keywords optimiert werden. Wer die URL trotzdem für die KI-Suche relevant machen will, sollte stattdessen bis zu 3 Hashtags setzen, denn aus diesen bildet LinkedIn die URL, wenn welche vorhanden sind.

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