Bab al Yemen
Das Bab al Yemen wäre schon allein als Wiens einziges mir bekanntes yemenitisches Lokal einen Besuch wert, und dann ist es auch noch ziemlich gut! In einem zart umgebauten Wirtshaus im Erdgeschoss eines Favoritener Gemeindebaus kann man hier in einer Teppichecke liegend schlemmen, dass es nicht nur für Jemen-Anfänger wie mich eine große Freude ist. Wien kann sehr, sehr schön sein.
Wir haben Zurbian mit Lamm gegessen, ein geschichtetes Reisgericht, das wie ein richtig gutes Biriani schmeckt: butterweich geschmortes Fleisch unter einem Berg aufregend gewürzten, locker fluffigem Reis; eine klare, fleischige Lammsuppe mit Zitrone; Fahsah, einen Eintopf aus geschmorte, zupfweichem Rindfleisch, und Bamia, den klassischen arabischen Okraeintopf, beide in bruzzeld heißen Tontöpfen serviert. Zu all dem dazu gab’s frisches Brot aus dem Tandoor, Sahawg, scharfe yemenitische Chilisalsa, und jede Menge picksüßen, stark gewürzten Tee.
Das Fest für vier hat keine 70 Euro gekostet. Und keine Sorge, Tische mit Sesseln gibts eh auch, falls wer nicht lungernd mit den Fingern essen will. Ich komme auf jeden Fall wieder, wahrscheinlich mit Kindern, die große Freude an der Teppich-Essecke haben sollten.
Insalata di Nervetti

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