«Trattoria di mare»! So nennt sich das beste Restaurant von Portofino, aber «Trattoria» ist natürlich krass untertrieben. Auch wenn Chef Riccardo Valore einen prima Job macht, Kontrolle muss sein. Mal reist Boss Chicco Cerea persönlich an, mal sein Bruder Bobo, diesmal Schwager Paolo Rota (im Winter im «Da Vittorio», Carlton, St. Moritz). «Ein paar Vorspeisen auf dem Meer», verspricht mir Paolo, aber schon bald biegt sich die Tischplatte. Schale um Schale wird aufgetragen, sehr sorgfältig zubereitet. Natürlich ist auch ein teurer Scampo dabei, aber besonders fasziniert bin ich vor allem, was zur schneeweissen Polenta (Polenta bianca, wie in Venedig) passt: Seppioline (kleine Tintenfische) und Moscardini (Moschuskraken), beide an Saucen, die man freudig weglöffelt. Auch im «Starter Kit»: Frittino mit Gamberi rossi aus dem benachbarten Santa Margherita Ligure (Fritto misto). Ricciola-Taco. Tuna, gerollt wie Spaghetti. Baccalà. Una notte italiana, bei Vollmond, mit Gassenhauern von den Strassenmusikanten auf der Piazzetta und freier Sicht auf beeindruckende Jachten auf der Piazzetta.
GaultMillau News Feed · Aug 20, 2026
Cerea in Portofino: Seppiolini, Trofie & Co.
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