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Das Feierabend-Projekt · Apr 17, 2026

Nicht, dass du hinterher enttäuscht bist

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Isabell Prophet · Das Feierabend-Projekt

Hast du das auch so gelernt? Lieber die Erwartungen dämpfen, um sich vor Enttäuschung zu schützen. Nicht, dass du hinterher enttäuscht bist. Freu dich nicht zu früh. Den Tag nicht vor dem Abend loben.

Lieber vorher schon mit dem Schlimmsten rechnen – dann trifft es dich hinterher nicht so hart. Oder?

Leider passiert genau das Gegenteil.

Wenn du den Misserfolg gedanklich vorwegnimmst, schützt dich das kein bisschen vor Enttäuschung. Der Moment, in dem etwas nicht klappt, bleibt unangenehm – egal, wie oft du dein Scheitern vorher durchgespielt hast.

Zwei andere Dinge verändern sich. Und die sind ein Problem.

Erstens: Der Prozess verliert an Leichtigkeit. Wenn im Hinterkopf ständig mitschwingt „Das wird wahrscheinlich eh nichts“, wird aus Engagement Druck. Aus Fokus wird Verspannung. Und aus einem sinnvollen Einsatz deiner Energie wird Stress.

Zweitens: Du verschlechterst deine Chancen auf Erfolg. Erwartungen beeinflussen, wie du handelst – wie mutig du bist, wie lange du dranbleibst, wie kreativ du denkst. Wenn du innerlich auf Misserfolg eingestellt bist, nutzt du dein Potenzial nicht aus.

Das bedeutet nicht, blind optimistisch zu sein oder Risiken zu ignorieren. Ein wenig professionelle Zuversicht bringt dich aber voran.

Enttäuschung gehört zum Leben dazu. Aber sie wird nicht kleiner, nur weil wir sie vorab einüben. Was wir beeinflussen können, ist, wie wir den Weg gestalten. Lasst uns den Tag loben. Mit dem Abend beschätigen wir uns, wenn wir so weit sind.

Read the original on feierabend.substack.com

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