RSS Amplifier

Erdherz Journal – Worte aus der Tiefe · Jun 2, 2026

Einweihung: Wo Glauben zu Erfahrung wird

0
Sign in to vote or save

Erdherz · Erdherz Journal – Worte aus der Tiefe

Bereits als Kind wollte ich Magier werden.

Oder vielleicht wusste ich einfach, dass ich einer bin.

Doch wie viele andere verlor auch ich diese Welt irgendwann aus den Augen. Nicht plötzlich, sondern langsam. Durch Glaubenssätze. Durch das Erwachsenwerden. Durch eine Welt, in der Magie irgendwann nur noch als Fantasie gilt.

Ich fand sie später vor allem in PC-Spielen wieder.

In Gothic 2 und 3. In Final Fantasy 7, 8 und 9.
Oder später die ersten Witcher-Teile.

Diese Welten hatten etwas,
das mich tief berührte.

Nicht nur wegen ihrer Fantasie.

Sondern wegen der archetypischen Reise,
die in ihnen verborgen lag.

Der Weg des Helden.
Die Prüfung.
Die Wandlung.
Die verborgenen Kräfte hinter der sichtbaren Welt.
Und der Aufstieg durch Ebenen der Entwicklung.

Irgendwann fand ich genau diese Magie in einem Kartenspiel, das mir begegnete und ich wissenschaftlich zu erforschen begann: den Tarot.

Dabei erkannte ich es nicht als profanes Werkzeug, um die Zukunft vorherzusagen. Sondern als Sprache der Entsprechungen im Leben.

Zwischen inneren Bewegungen und äußeren Ereignissen.
Zwischen Archetypen und Lebenswegen.
Zwischen Synchronizität, Zeit und dem, was Menschen vielleicht Schicksal nennen würden.

Das Verständnis dieser Entsprechungen wurde für mich zu einem Einweihungsweg. Zu einer Form von Erkenntnis über tiefere Gesetzmäßigkeiten des Lebens —
und unseren eigenen Platz darin.

Für mich beginnt genau dort, wo Glauben zu Erfahrung wird,
das, was alte Traditionen Einweihung nannten.

In magischen Traditionen und spirituellen Orden wie z.B. dem Hermetischen Orden der Goldenen Morgenröte oder den Rosenkreuzern gab es seit jeher sogenannte Einweihungsgrade.

Stufen des Verstehens.

Nicht nur intellektuell — sondern existenziell.

Denn wahres Wissen entsteht nicht dadurch, dass man etwas liest. Sondern dadurch, dass man beginnt, es im eigenen Leben zu erkennen.

Neue Wahrnehmungen.
Neue Zusammenhänge.
Neue Spiegelungen des Lebens.

Nicht, weil die Welt sich verändert hätte.

Sondern weil man beginnt, sie anders zu sehen.

Und genau deshalb glaube ich heute,
dass Zeit nicht wirklich linear verläuft.

Sondern vertikal iterativ.

Mit vertikal meine ich: Es gibt letztlich nur diesen einen Moment: Das Jetzt.

Vergangenheit und Zukunft existieren vor allem als Konstruktionen unseres Geistes.

Als Erinnerungen.
Als Projektionen.
Als kulturelle Orientierungssysteme.

Doch das Leben selbst geschieht immer nur hier.

Jetzt.

Nicht horizontal fortlaufend — sondern vertikal durch Tiefe.

Und mit iterativ meine ich: Dass Erfahrungen sich spiralförmig wiederholen.

Nicht exakt gleich. Aber archetypisch verwandt.

Wir begegnen ähnlichen Situationen erneut und erneut.
In Beziehungen. Im Beruf. In Krisen. In Macht. In Verlust. In Liebe. In Angst. In Sichtbarkeit…

Die Formen verändern sich. Doch darunter wirken oft dieselben Muster. Wie ungelöste Frequenzen, die das Leben so lange spiegelt, bis etwas in uns wirklich verstanden wurde.

Oder vielleicht besser:

Verkörpert wurde.

Denn kognitive Erkenntnis verändert wenig.

Transformation geschieht oft erst dann,
wenn Glauben zu Erfahrung wird.

Wenn etwas,
das vorher nur eine Idee war,
plötzlich real erlebt wird.

Ein innerer Wendepunkt.
Eine Entscheidung.
Ein Loslassen.
Ein Moment tiefer Klarheit.

Und genau dort beginnt etwas Neues:
Die Spirale verändert ihre Ebene.

Im Kern erzählen viele Einweihungsgeschichten genau davon. Nicht geheimes Wissen, sondern Wandlung.

Der Übergang von theoretischem Glauben zu gelebter Erfahrung.

Vom Lesen über Wahrheit zum Verkörpern von Wahrheit.

Vielleicht beschreiben deshalb so viele Mythen, Religionen und Mysterientraditionen ähnliche Reisen.

Tod und Wiedergeburt.
Abstieg und Aufstieg.
Verlust und Erkenntnis.
Chaos und Neuordnung.

Nicht, weil Menschen einfach dieselben Geschichten kopiert hätten. Sondern weil sie archetypische Bewegungen des Bewusstseins beschreiben. Bewegungen, die bis heute durch unser Leben wirken.

Meine letzten beiden Artikel handelten vom Sprung ins Unbekannte des Narren: Aufbruch, innere Führung und Übergang.

Und dann der Einweihung des Magiers: Synchronizität, und den verborgenen Entsprechungen des Lebens.

Die ersten beiden Archetypen auf dem Weg des Helden, den der Tarot beschreibt. Das viel mir durch Zufall auf als ich verstand, dass sich dieser Artiekl um genau den nächsten Archetypen dreht, die Hohepriesterin:

Denn in dieser Qualität begleite ich die oben beschriebenen Übergänge heute.

Ich helfe Menschen dabei,
die Einweihungen ihres eigenen Lebens sichtbar zu machen und diese zu druchschreiten.

Nicht als jemand,
der Antworten vorgibt.

Sondern als Sparringspartner,
Raumhalter
und Halter von Feldern für Gruppen-Transformationsprozesse

Ein Raum, in dem Menschen erfahren können, was passiert wenn sie ihrer eigenen Intuition wieder voll und ganz vertrauen.

Ein Raum, in dem sie die Synchronizitäten ihres Lebens lesen lernen. Zu hören, was durch sie ins Leben kommen möchte. Und dem eigenen inneren Erleben Ausdruck zu geben.

Durch Gespräch.
Durch Spiegelung.
Durch Symbolik.
Durch kreativen Ausdruck.

Ein Leben im Fluss

Gerade entsteht aus meiner Arbeit etwas Neues.

Ein kreativer Gruppenraum für Menschen, die bewusster mit den Bewegungen ihres Lebens in Kontakt kommen möchten – mit ihren Fragen, Entscheidungen, Übergängen, Träumen, Synchronizitäten und ihrer eigenen inneren Wahrnehmung.

Kein Kurs im klassischen Sinn.

Eher ein gemeinsamer Erfahrungsraum, in dem wir erkunden, wie wir unserer Intuition wieder mehr vertrauen, unsere persönliche Symbolsprache verstehen lernen und dem folgen können, was durch uns gelebt werden möchte.

Aktuell führe ich dazu erste Gespräche und Interviews.

Dafür suche ich Menschen, die sich in einer Phase von Veränderung befinden, vor wichtigen Entscheidungen stehen oder spüren, dass etwas Neues in ihrem Leben entstehen möchte.

Die Gespräche sind kostenlos und helfen mir dabei, die erste Kohorte zu gestalten.

Wenn dich das anspricht oder du jemanden kennst, für den das passend sein könnte, freue ich mich über eine Nachricht oder einen Kommentar.

Einen Kommentar hinterlassen

Vielen Dank, dass du dabei bist!

Neu dabei, schon länger dabei - ganz egal:
Ich freue mich das du hier bist!

Von Herz zu Herz - Benjamin

Teilen

Keine Posts

Read the original on erdherz.substack.com

Comments

Nothing yet. Say the first thing.

    Sign in to join the conversation.