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Impact-Newsletter · Feb 23, 2026

18 gute Nachrichten zum Jahresstart

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Stephan Dörner · Impact-Newsletter

Das neue Jahr ist knapp zwei Monate alt und viele haben schon jetzt das Gefühl von „yet another 2020“ – die weltpolitischen Turbulenzen halten uns weiter in Atem. Mit dieser fast Trump-freien Ausgabe des Impact-Newsletters will ich auf zahlreiche positive Entwicklungen hinweisen, die von vielen übersehen werden.

  1. Deutschlands Strom so grün wie nie

Der in Deutschland erzeugte Strom stammte im dritten Quartal 2025 zu zwei Dritteln (64,1 Prozent) aus erneuerbaren Quellen. Das war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein Höchststand für diesen Zeitraum.

Laut dem Umweltbundesamt haben erneuerbare Energien in Deutschland im Jahr 2024 rund 259 Millionen Tonnen an klimaschädlichen CO2-Äquivalenten vermieden. Der mit Abstand größte Teil dieser eingesparten Treibhausgase stammt aus der umweltfreundlichen Stromerzeugung, während auch der Wärme- und Verkehrssektor wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten.

  1. Europa könnte 1,6 Billionen Euro bei Energie sparen

Laut einer aktuellen Studie von WindEurope und Hitachi Energy wäre ein auf erneuerbaren Energien basierendes Energiesystem der kostengünstigste Weg zur Klimaneutralität und könnte Europa bis 2050 rund 1,6 Billionen Euro einsparen. Darüber hinaus stärkt dieser Ansatz durch eine deutlich geringere Abhängigkeit von Energieimporten die europäische Energiesicherheit und schafft hunderttausende neue Arbeitsplätze.

  1. Chinas Klimaschutz wirkt

Laut einer neuen Analyse von Carbon Brief stagnieren oder sinken Chinas CO2-Emissionen seit nunmehr 21 Monaten, da der massive Ausbau von sauberer Energie und Energiespeichern den Emissionsrückgang in fast allen wichtigen Sektoren vorantreibt.

Insbesondere die Stromproduktion in China und Indien ist ein Treiber des Wandels – in beiden Ländern sank 2025 die fossile Strommenge erstmals seit 52 Jahren, obwohl insgesamt sehr viel mehr Strom produziert wurde.

  1. Fidschi ist Trachom-frei

Fidschi hat es geschafft, die Augenkrankheit Trachom offiziell zu eliminieren. Weltweit geht die bakterielle Augenkrankheit zurück: Erstmals seit der Erhebung der entsprechenden Daten müssen weltweit weniger als 100 Millionen Menschen wegen eines Trachoms behandelt werden.

  1. Artenschutz macht Fortschritte

Fortschritte beim Artenschutz in Mexiko: Die jüngste Jaguar-Zählung von 2024 ergab, dass die Population auf 5.326 Jaguare angewachsen ist – ein Anstieg von 30 Prozent gegenüber der vorangegangenen Zählung 2010. Unterdessen kehren die bis vor kurzem als ausgestorben geltenden Przewalski-Pferde in die weiten Grassteppen Kasachstans zurück.

  1. Die Ozonschicht zeigt wie es beim Klima gehen könnte

Die fortschreitende Regenerierung der Ozonschicht zeigt, wie wissenschaftlich fundierte Zusammenarbeit echte Fortschritte bei der Wiederherstellung des wichtigsten Schutzschildes unseres Planeten bewirken kann.

  1. Dicke Eisbären geben Hoffnung

Eisbären auf Spitzbergen werden trotz Eisschmelze am Nordpol und fortschreitendem Klimawandel wieder dicker. Das hat eine norwegische Forschungsgruppe herausgefunden. Wider Erwarten war der körperliche Zustand der Bären erstaunlich gut.

  1. Die Luftqualität Europas verbessert sich

Zwischen 2005 und 2023 sanken die vorzeitigen Todesfälle durch Feinstaub in der EU um 57 Prozent. Das Ziel des EU-Aktionsplans für null Verschmutzung, die gesundheitlichen Auswirkungen bis 2023 um 55 Prozent zu reduzieren, wurde damit erreicht. 2023 waren in der EU noch mehr als 180.000 Todesfälle auf die Exposition gegenüber Feinstaub zurückzuführen.

  1. Starker Start für E-Autos in Deutschland

Zum Jahresanfang hat das Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland 42.692 neue E-Autos registriert – was starken 22 Prozent Marktanteil entspricht – 23,8 Prozent mehr als im Januar 2025 und doppelt so viele wie vor zwei Jahren. Im Jahresschnitt 2025 machten die reinen E-Autos (BEV) in Deutschland einen Anteil von 19,1 Prozent am Gesamtmarkt aus. Auch batterieelektrische Lkw gewinnen in der Logistikbranche an Bedeutung. Die Mehrzahl (77 Prozent) der vom Öko-Institut befragten Unternehmen geht davon aus, dass batterieelektrische Lkw bis zum Jahr 2030 entweder als Standard (25 Prozent) oder zumindest teilweise (52 Prozent) im Einsatz sein werden. Das GitHub-Repository „ev_transition“ enthält verschiedene Daten und Statistiken rund um den Wandel hin zur Elektromobilität.

  1. Starkes Wachstum bei Wärmepumpen

Die Wärmepumpen-Branche vermeldet ein erfolgreiches Absatzjahr 2025: Mit 299.000 Heizungs-Wärmepumpen stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent. In einer aktuellen Umfrage von Thermondo verteidigte die Wärmepumpe ihren Platz als die beliebteste Heizungsart von Immobilienbesitzenden in Deutschland. In den vergangenen vier Jahren hat sich der Anteil der Wärmepumpen laut dem aktuellen dena-Report verdoppelt, fossile Heizungen wie Gas sind rückläufig.

  1. Europa könnte Energie-Unicorns weltweit anführen

Laut einem Bericht der Investmentfirma EQT ist Europa aufgrund seines strategischen Bedarfs an Energieunabhängigkeit und bestehender industrieller Stärken hervorragend positioniert, um den globalen Energietechnologie-Sektor anzuführen, wobei bereits über 50 potenzielle „Unicorns“ in diesem Bereich identifiziert wurden.

  1. Nordsee soll „größter Energie-Hub der Welt“ werden

1.600 Windräder stehen bereits vor deutschen Küsten. Tausende weitere sollen hinzukommen. Die Energiegewinnung aus Windkraft soll bis 2050 verzehnfacht werden. Beim Gipfeltreffen der Nordsee-Anrainerstaaten Ende Januar in Hamburg ist ein Investitionspakt für Windenergie beschlossen worden. Die von den Energieministern unterzeichnete Vereinbarung sieht unter anderem vor, Offshore-Windenergie-Anlagen mit Stromanbindungen mehrerer Länder zu vernetzen.

  1. Weiteres Rekordjahr für Batteriespeicher-Zubau

Die EU verzeichnet nun bereits das 12. Rekordjahr beim Batteriespeicher-Zubau in Folge. Im vergangenen Jahr sind in den EU-Ländern neue Batteriespeicher mit einer Kapazität von 27,1 Gigawattstunden hinzugekommen, ein Wachstum um 45 Prozent.

  1. Kalifornien ist nach 25 Jahren erstmals Dürre-frei

Zum ersten Mal seit 25 Jahren ist Kalifornien laut dem U.S. Drought Monitor vollständig frei von Dürre und weist auch keine ungewöhnlich trockenen Gebiete mehr auf. Zu verdanken ist diese bemerkenswerte Erholung den jüngsten Winterstürmen und starken Regenfällen, welche die Wasserreservoirs des Bundesstaates wieder weit über ihre historischen Durchschnittswerte hinaus gefüllt haben.

  1. Der freie Westen sortiert sich neu

Mit dem weiteren Abrutschen der USA Richtung Autoritarismus braucht der freie Westen neue Anführer*innen. Ein möglicher Kandidat: Kanadas Premierminister Mark Carney. Der hielt nicht nur eine flammende Rede gegen Trump in Davos, sondern schmiedet auch federführend das Bündnis des neuen Westens ohne die USA: eine weitreichende neue Handelsallianz zwischen der Europäischen Union und dem indopazifischen Wirtschaftsblock.

  1. EU-Parlament fordert Loslösung von US-Tech-Riesen

EU-Abgeordnete skizzieren einen Kurswechsel in der Digitalpolitik. Sie verlangen Unabhängigkeit von US-Infrastrukturen sowie mehr heimische KI und Open Source. Die EU-Kommiussion setzt auf Matrix statt Microsoft Teams. Frankreich geht voran und tauscht aus Sicherheitsgründen Lösungen von Microsoft und Zoom durch europäische Software aus. Auch Airbus plant, seine geschäftskritischen Anwendungen im Rahmen eines langfristigen Millionenvertrags in eine souveräne europäische Cloud auszulagern.

  1. Die deutsche Wirtschaftsstimmung steigt auf ein Vierjahreshoch

Die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland hat Anfang 2026 ein Vierjahreshoch erreicht und trotzt damit den potenziellen Belastungen durch neue US-Zölle. Dieser starke Optimismus der Investoren stützt sich vor allem auf die Erwartung geplanter staatlicher Konjunkturprogramme und gestiegener Verteidigungsausgaben, die das Vertrauen in die europäische Wirtschaft beflügeln.

  1. Neues Rekordtief für Batteriepreise

Laut einer Analyse von BloombergNEF sind die Preise für Lithium-Ionen-Akkupacks im Jahr 2025 auf ein neues Rekordtief von 108 US-Dollar pro Kilowattstunde gefallen, was vor allem durch anhaltende Überkapazitäten und den Wechsel zu günstigeren Lithium-Eisenphosphat-Batterien bedingt ist. Besonders stark sanken die Preise im Bereich der stationären Stromspeicher, die mit 70 US-Dollar pro Kilowattstunde (einem Rückgang von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr) erstmals das günstigste Marktsegment bilden.

Was sollten wir wissen?

  • Die weltweit 280 Millionen E-Bikes und Elektro-Mopeds reduzieren die globale Ölnachfrage weitaus stärker als E-Autos. Das liegt vor allem an ihrer enormen Verbreitung als alltägliche Transportmittel, mit denen sie massenhaft kurze, zuvor oft mit fossilen Brennstoffen zurückgelegte Fahrten ersetzen. (The Conversation via Dieterjosef bei BlueSky)

  • Eine neue Studie widerlegt die gängige Annahme, dass Solarmodule nach Ablauf ihrer typischen 25-jährigen Garantiezeit unbrauchbar werden. Stattdessen zeigen reale Leistungsdaten, dass die Module noch viele weitere Jahrzehnte lang effizient sauberen Strom produzieren können. (econews)

  • Ostafrika positioniert sich als Pionier der Elektromobilität auf dem afrikanischen Kontinent. Länder wie Äthiopien, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda wollen neue Maßstäbe für klimafreundliche Mobilität setzen. Verbrennungsmotoren sollen hier bald Geschichte sein. (FOCUS)

  • Eine neue Studie belegt anhand von hochauflösenden Satellitendaten, dass die zunehmende Verbreitung von emissionsfreien Fahrzeugen in Kalifornien zu einem realen und messbaren Rückgang der Luftverschmutzung führt. Die Forschenden stellten dabei fest, dass für jeweils 200 neu zugelassene Elektrofahrzeuge in einem Viertel die gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxidwerte (NO2) um 1,1 Prozent sanken. (Keck School of Medicine of USC)

  • China hat das entscheidende Puzzleteil der Energiewende gelöst: das Stromnetz. Mit Ultra-Hochspannungsleitungen transportiert das Land grünen Strom verlustarm über Tausende Kilometer – schneller, günstiger und koordinierter als Europa. Ein technologischer Vorsprung mit globalen Folgen. (FOCUS)

  • Wer in der EU ein Startup gründet, hat es nicht leicht. Einige der Hürden will Brüssel nun abbauen: EU Inc soll schnellere Firmenanmeldungen innerhalb von 48 Stunden ermöglichen. (DER SPIEGEL)

  • Zusammen mit anderen Organisationen ruft der Chaos Computer Club zum „Digital Independence Day“ auf. An jedem 1. Sonntag eines Monats sollen Wechselpartys stattfinden. (Heise)

  • Die grüne Suchmaschine Ecosia will eine Million Euro für einen Klima-Nobelpreis zur Verfügung stellen. (Christian Kroll auf LinkedIn)

  • Europäische Bahnbetreiber haben sich auf eine einheitliche Definition für Fahrräder in internationalen Zügen geeinigt, wodurch bisherige Größen- und Gewichtsbeschränkungen für reguläre Fahrräder und E-Bikes (bis 25 km/h) bei grenzüberschreitenden Fahrten entfallen. Zudem werden Falträder künftig europaweit wie reguläres Handgepäck behandelt und können kostenlos sowie ohne Maßvorgaben mitgenommen werden. (Fabian Küster bei LinkedIn)

  • In Mehrum bei Hannover ist der weltweit erste Statcom auf Superkondensatorbasis ans Netz gegangen. Siemens Energy und Tennet wollen damit Momentanreserve und Blindleistung bereitstellen – Funktionen, die früher große rotierende Kraftwerksgeneratoren übernahmen. Die Anlage gilt als Blaupause für den Umbau des Stromsystems im Zuge der Energiewende. (pv magazine)

  • Den Beipackzettel von Medikamenten muss es bald digital geben. Erste Krankenkassen beteiligen sich daran. Bis 2028 soll eine Datenbank aufgebaut sein. (Heise)

  • Da US-Präsident Trump die Forschungsgelder kürzt, wandern junge Forschende ins Ausland ab. Eine aktuelle Studie zeigt das Ausmaß: Rund ein Viertel der in den USA ausgebildeten MINT-Doktorand*innen verlässt das Land innerhalb von 15 Jahren nach ihrem Abschluss wieder. Entgegen der landläufigen Befürchtung profitiert die US-Wirtschaft jedoch weiterhin maßgeblich von der Forschung dieser Abwanderer*innen, da der amerikanische Anteil an weltweiten Patentzitaten auf ihre Arbeiten extrem hoch bleibt. (The Guardian, arxiv.org)

  • Die Windkraft in Baden-Württemberg leistet nach einer neuen Studie des Klima-Sachverständigenrats einen zentralen Beitrag zur Versorgungssicherheit in ganz Deutschland. Denn im Südwesten treten häufig günstige Windbedingungen auf, wenn der Norden ein geringeres Windaufkommen hat. (SWR)

  • Die VW-Tochter PowerCo hat ihre Batteriezellfertigung in Salzgitter begonnen. Der Automobilkonzern will so die Kosten seiner E-Autos senken. (DER SPIEGEL)

  • In Deutschland sind auch 2025 wieder Hunderttausende Balkonkraftwerke in Betrieb genommen worden. Der Bundesverband Solarwirtschaft schätzt, dass es zum Jahresende rund 500.000 neue Anlagen waren. (Golem)

  • Norwegen führt seinen Verbrenner-Ausstieg konsequent fort. 2025 wurden fast ausschließlich vollelektrische Pkw neu zugelassen. (DER SPIEGEL)

  • Im Jahr 2025 hat die Bundesnetzagentur rund 2.000 Kilometer Stromleitungen genehmigt – etwa 45 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die häufig als „Stromautobahnen“ bezeichneten Nord-Süd-Verbindungen A-Nord, Ultranet, SuedLink und SuedOstLink hat die Bundesnetzagentur die Baugenehmigungen erteilt. (Bundesnetzagentur)

  • Reutlingen setzt auf Hightech gegen Plastik im Biomüll: Kameras und Sensoren in Müllwagen entlarven Störstoffe. Für unverbesserliche Müllsünder wird es teuer. (Staatsanzeiger via Michael Jesina bei LinkedIn)

  • Das Vereinigte Königreich hat bei einer Rekordauktion für Offshore-Windkraft 8,4 Gigawatt an neuer Kapazität gesichert, deren Strompreise etwa 40 Prozent unter denen von Gas liegen. Diese Maßnahme soll Verbraucher*innen jährlich fast 1,7 Milliarden Pfund sparen und gleichzeitig private Investitionen in Höhe von 22 Milliarden Pfund sowie rund 7.000 neue Arbeitsplätze im Land schaffen. (electrek.co)

  • Die Alge Sargassum, die seit einigen Jahren an den Stränden der Karibik angespült wird und dort den Tourismus stört, wird allmählich in Produkte umgewandelt. Am weitesten ist ein einfacher Ziegelstein, der aus der Alge hergestellt wird. (Undecided with Matt Ferrell bei YouTube via Dieterjosef bei BlueSkye)

  • Mit einem Elektroauto können in Deutschland im Durchschnitt aller verglichenen Modelle jährlich 1.100 Euro eingespart werden. Höhere Anschaffungskosten für Elektro­autos werden in den meisten Fällen aufgrund niedrigerer Betriebskosten schnell kompensiert, so eine aktuelle Analyse der britischen Energy & Climate Intelligence Unit (ECIU) und der Initiative Klimaneutrales Deutschland. (Initiative Klimaneutrales Deutschland, ecomento)

Wie wollen wir leben?

  • Die ukrainische Armee hat laut einer Datenauswertung des US-Institute for the Study of War (ISW) in nur wenigen Tagen netto 63 Quadratkilometer eigenes Staatsgebiet von der russischen Armee zurückerobert. Wer die ukrainische Armee bei der Verteidigung gegen Russland unterstützen möchte, kann das unter UNITED24 tun. (ZDF)

  • Die von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) initiierte Petition für ein bundesweites Böllerverbot ist von rund 2,7 Millionen Menschen unterzeichnet worden. Wie das Kampagnenportal innn.it mitteilte, handelt es sich damit um die bislang größte Petition in Deutschland. (Stern)

  • Das reichste Prozent der Welt vermehrt sein Vermögen massiv, während Millionen weiter abrutschen. Das ist ein Risiko für die Demokratie – auch in Deutschland, sagt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und fordert, Superreiche stärker zu besteuern. (DIW Berlin)

  • Die Einführung der City-Maut in New York City hat laut einer neuen Studie im ersten Halbjahr zu einem Rückgang der Feinstaubbelastung um 22 Prozent im betroffenen Gebiet geführt. Darüber hinaus verbesserte sich die Luftqualität nicht nur in Manhattan, sondern in der gesamten Metropolregion, was darauf hindeutet, dass viele Pendler*innen generell auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel umgestiegen sind. (Yale School of the Environment)

  • Zucker, Alkohol, Tabak: Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, drängt auf höhere und neue Steuern auf die Konsumgüter. Damit könnten Krankheiten verhindert – und die Budgets des Gesundheitssystems gestärkt werden. (Tagesschau)

  • Im Süden von Paris wurde die 4,5 Kilometer lange Câble C1 eröffnet. Die 138-Millionen-Euro-Anlage verkürzt die Fahrtzeit um mehr als die Hälfte. (Golem)

  • Ein neues Programm der maltesischen Regierung bietet Jugendlichen im Alter von 18 bis 20 Jahren eine sechsmonatige kostenlose Mitgliedschaft in Fitnessstudios, um der im Land weit verbreiteten Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken. (the boar)

Wo gibt es Fortschritte?

  • Ein südkoreanisches Forschungsteam hat eine anodenfreie Lithium-Metall-Batterie entwickelt, die mit 1.270 Wh/L eine rekordverdächtige volumetrische Energiedichte erreicht. Da dieser Wert fast doppelt so hoch ist wie bei den derzeitigen Lithium-Ionen-Akkus, könnte diese neue Technologie die Reichweite von Elektrofahrzeugen bei gleichem Batterievolumen künftig verdoppeln. (POSTECH)

  • Eine neuartige „CO2-Batterie“ des Unternehmens Energy Dome speichert überschüssige erneuerbare Energie, indem sie Kohlendioxid komprimiert und verflüssigt. Wenn wieder Strom benötigt wird, wird das flüssige CO2 zurück in ein Gas verwandelt, das sich ausdehnt und über eine Turbine emissionsfrei Strom für das Netz erzeugt. (IEEE Spectrum)

  • Forschende der Monash University und der Yale School of Medicine arbeiten gemeinsam an einem neuen Behandlungsansatz für ischämische Schlaganfälle, der das natürliche Abfallentsorgungssystem des Gehirns nutzt. Dafür entwickeln sie nicht-invasive Geräte, welche die Funktion der Lymphgefäße im Hals unterstützen, um schädliche Giftstoffe und überschüssige Flüssigkeit nach einem Schlaganfall effektiver abzutransportieren. (Monash University)

  • Forschende der Jiangnan-Universität haben mit der Genschere CRISPR den fleischähnlichen Pilz Fusarium venenatum so optimiert, dass er bei der Proteinproduktion deutlich effizienter, nahrhafter und ressourcenschonender ist als sein natürliches Vorbild. Die gentechnisch veränderte Variante wächst schneller, erfordert weniger Zucker und verursacht im Vergleich zur traditionellen Herstellung oder der Hühnerzucht wesentlich geringere Treibhausgasemissionen sowie einen geringeren Flächen- und Wasserverbrauch. (International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications (ISAAA))

  • Forschende aus Japan haben entdeckt, dass das Darmbakterium Ewingella americana, isoliert aus japanischen Laubfröschen, eine außergewöhnlich starke und gezielte Anti-Krebs-Wirkung besitzt. In Tierversuchen führte eine einzige intravenöse Verabreichung dieses Bakteriums zur vollständigen Beseitigung von Darmtumoren, indem es Krebszellen direkt abtötet und gleichzeitig das Immunsystem zur Zerstörung des Tumors anregt, ohne dabei gesundes Gewebe zu schädigen. (Japan Advanced Institute of Science and Technology)

  • Ein Forschungsteam der McMaster University hat historische epidemiologische Daten aus über 100 Jahren digitalisiert und in einem neuen Datensatz namens „CANDID“ zusammengefasst. Diese Datenbank umfasst mehr als eine Million Fallzahlen von Infektionskrankheiten, die bis ins Jahr 1903 zurückreichen, und soll künftig dabei helfen, Krankheitsmuster und Ausbrüche besser zu analysieren, ohne dabei den Datenschutz einzelner Patient*nnen zu gefährden. (McMaster University)

  • Ein Forschungsteam hat in einer neuen Studie an Tiermodellen gezeigt, dass sich die Alzheimer-Krankheit nicht nur verlangsamen, sondern durch die Wiederherstellung des zellulären Energiegleichgewichts im Gehirn sogar rückgängig machen lässt. Durch die Verabreichung eines speziellen Wirkstoffs, der den lebenswichtigen NAD+-Spiegel normalisiert, konnten bei Mäusen mit fortgeschrittener Alzheimer-Erkrankung sowohl die krankhaften Veränderungen behoben als auch die kognitiven Fähigkeiten vollständig wiederhergestellt werden. (Case Western Reserve University)

  • Forschende der Stanford University haben eine Methode entwickelt, mit der durch das Blockieren eines spezifischen „Alterungsproteins“ (15-PGDH) geschädigter Gelenkknorpel regeneriert und Arthrose gestoppt werden kann. Diese Therapie stellte in Versuchen mit Mäusen und menschlichen Gewebeproben die natürliche Dämpfungsfunktion der Gelenke wieder her und könnte künftig die Notwendigkeit für künstliche Knie- oder Hüftgelenke drastisch reduzieren. (ScienceDaily)

  • Forschende haben eine neue Dreifach-Kombinationstherapie entwickelt, die in präklinischen Modellen das vollständige und dauerhafte Verschwinden von Bauchspeicheldrüsentumoren bewirkt hat. (Drug Target Review)

  • Chinesische Forschende haben ein Verfahren zur künstlichen Photosynthese entwickelt, das mithilfe von Sonnenlicht, Wasser und CO2 den wichtigen Benzin-Vorläufer Kohlenmonoxid in hoher Effizienz erzeugt. (Smart Up News)

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