�berlegung (symbouleusis, deliberatio, reflexio, s. d.) ist die auf Vergleichung beruhende fragend - urteilend wertende Pr�fung von Motiven zu (inneren oder �u�eren) Willenshandlungen, freies Waltenlassen des Motivenkampfes, bis die Wahl (s. d.) sich vollziehen kann, also der dem Wahlakte vorausgehende psychische Prozess. Nach MICRAELIUS ist �deliberatio� �consultatio de mediis agendi pro ratione finis. adeoque de contingentibus, quae aliter se habere possunt, ut de bonis eligendis aut malis fugiendis� (Lex. philos. p. 305). Nach HOBBES ist �berlegung die Betrachtung der schlechten und guten Folgen einer Handlung (Leviath. 32). LEIBNIZ spricht den Tieren die �berlegung ab (Theodic. II B, � 250). BAUMGARTEN erkl�rt �deliberatio� als �complexus actuum facultatis cognoscitivae circa motiva stimulosque decernendi� (Met. � 696). Nach G. E. SCHULZE ist die �berlegung die �Ber�cksichtigung derjenigen von unseren Einsichten, welche das Handeln leiten k�nnen� (Psych. Anthropol. S. 409). DESTUTT DE TRACY erkl�rt: �R�fl�chir, �tre r�fl�chissant, c'est l'�tat de l'homme qui d�sire apercevoir un ou plusieurs rapports, porter un ou plusieurs jugements� (�l�m. d'id�olog. I, ch. 6, p. 81). BENEKE bemerkt: �Wird... das Erstrebte zugleich als in einer mehr oder weniger bestimmt gedachten Zukunft, von unserem Begehren aus verwirklicht vorgestellt (gewollt), so hei�t das in dieser Vorstellungsverbindung ausgebildete Streben ein Entschlu�. Sind dagegen verschiedene Strebungen nebeneinander in der bezeichneten Ausbildung gegeben, ohne da� eine den anderen entschieden �berlegen w�re, so haben wir Unentschlossenheit, welche �berlegung hei�t, wenn die verschiedenen Strebungen und die an diese gekn�pften Vorstellungsreihen in ruhiger Entwicklung nebeneinander ablaufen und sich gegeneinander messen, Unentschlossenheit im engeren Sinne, wenn, in unruhigem Hin- und Herdr�ngen, bald die eine, bald die andere Reihe zu einem vor�bergehenden �bergewichte gelangt� (Lehrb. d. Psychol.3, � 212). - FOUILL�E erkl�rt: �D�lib�rer, c'est concevoir une alternative et juger la valeur des termes� (Psychol. des id.-forc. II, 269). Die Entscheidung (d�cision) ist �un jugement accompagn� d'�motion et d'app�tition qui acquiert assez d'intensit� et de dur�e pour occuper la conscience d'une mani�re presque exclusive, cons�quemment pour entra�ner � sa suite les mouvements corr�latifs� (l. c. p. 270 f.). Nach JODL ist �berlegung �derjenige Willensakt, durch welchen unter Leitung eines Zweckgedankens ein bestimmter Gang der Reproduktion und Assoziation eingeleitet wird� (Lehrb. d. Psychol. S. 724). A. H�FLER versteht unter �berlegung den �Komplex aller derjenigen psychischen Zust�nde, welche einem Urteile in der Absteht, es richtig zu f�llen, vorangeschickt werden� (Psychol. S. 258). Vgl. A. BAIN, Emot. and Will3, ch. 7. Vgl. Entschlu�, Willensfreiheit.