Chaos

Chaos (von chainein, g�hnen): ungeordneter Weltzustand ohne Bestimmtheit, Gesetzm��igkeit, Harmonie der Vorg�nge, Urzustand des noch ungeformten Weltstoffes, Weltraumes. In noch mythischer Weise lehrt HESIOD, von allem sei zuerst das Chaos entstanden (pant�n men pr�tista chaos genet', autar epeita Gai' eurysternos, Theog. V, 116; ek chaeos d' 'Erebos te melaina te Nyx egenonto (l.c. V, 123). Nach ANAXAGORAS wird das Chaos durch den Geist (nous, Diog. L. II, 6) gestaltet. PLATO nimmt (im Tim. 30 A ff.) eine chaotische Masse (kinoumenon pl�mmel�s kai atakt�s) und (im Philebus) ein Unbestimmtes (apeiron, s. d.) an. Gegen die Annahme eines urspr�nglichen Chaos erkl�rt sich ARISTOTELES (De coel. 2). OVID spricht von der �rudis indigestaque moles� (Met. I, 7). Nach NIETZSCHE ist die Welt an sich ein Chaos von Vorg�ngen ohne Zwang und Gesetze (WW. V, 109, vgl. XV, 319). P. MONGR� erblickt in der empirischen Welt einen von unserem Bewu�tsein vollzogenen �Ausschnitt aus dem gesetzlosen Chaos� (Das Chaos in kosm. Ausl. 1898).


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