Wenn man in Schleswig-Holstein von der Küste rund 100 km ins Landesinnere fährt, landet man mitten im Naturpark Aukrug. Ganz im Herzen von Schleswig-Holstein. Nord- und Ostsee liegen gleich weit entfernt. Das Land zwischen den Meeren fühlt sich an wie eine Insel.
Jetzt im Mai ruft der Kuckuck den ganzen Tag. Die Vögel zwitschern ein üppiges Konzert durch die Wälder und mittendrin erhebt sich der Boxberg, ganze 77,5 m hoch.
Über einen der Rundwege nähert sich der Wanderer einem Gebäude, das übrig geblieben zu sein scheint. Es ist so alt wie “Der Zauberberg“ und wurde bei seiner Erbauung als Ort für Tuberkulose-Patientinnen konzipiert. In den alten Gängen hallen die Vorträge von Dr. Krokowski wieder. Das Pfeifen und Stöhnen der fiktiven Figuren ist zu vernehmen. Setembrini scheint durch den Park zu wandeln, zu diskutieren und zu schwadronieren. Die Blätter der Bäume rauschen wie ein Ozean vom Wind bewegt und verleihen dem Gebäude ein uriges Ansehen. Wo früher die fiktive Madame Chautchat die Tür des Speisesaals so laut zu warf, dass niemand ihr Eintreten überhören konnte, surren heute im modernen Reha-Zentrum automatische Türen.
Bald wird vom alten Flair nichts mehr übrig sein. Das Gebäude wird abgerissen. 100 Jahre: Das ist wohl die Halbwertzeit der Vergangenheit.
Das Buch beginnt im Januar. Eine Schulklasse probt den Sommernachtstraum und spiegelt gleichzeitig die Alltags-Erlebnisse der Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern wider.
Nach dem Morgentee beende ich einen Brief an eine Freundin und lege ihn zu den kleinen Geburtstagsgeschenken in einen Umschlag.
Der Tag beginnt mit einer Tasse Tee. Eine frisch gekochte Kanne Kaffee folgt mir unauffällig ins Home-Office. Ich starte den Laptop, schalte die Kamera ein und entzünde ein Adventslicht. Der Bildschirmschoner der Hochschule leuchtet mir entgegen.
Um 8:00 Uhr geht es dann los mit der virtuellen Lehre, dem Live-Tutorium “Inklusion”.
Ich öffne E-Mails und finde eine Bewertung der Studierenden, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ein Glitzermoment!