Küstenkladde

Vom Leben am Meer.

⚓️ Poesie.

Gerade noch saßen sie da,

die Segler,

in offenen Camper vor ihren Wäscheleinen,

an denen die Taucheranzüge im Wind flatterten.

Aus aller Herren Länder leuchteten die Flaggen

international in den kleinen Küstenort.

Gerade noch zogen sie morgens ihre Boote

über den Sand ins Meer und doch sind sie jetzt

wieder fort, setzen an anderer Stelle ihre Segel,

fortgeweht wie die gelben Blätter, die über die Promenade

wehen.

Die Einheimischen gehen wieder ihrem Alltag nach,

schwimmen im Morgenlicht,

treffen sich auf der Promenade zum Boule,

oder auf dem Markt.

Es ist, als hätte es die Travemünder Woche nie gegeben.

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Au.

Krug.

Natur.

Park.

Zwischen

den

Meeren.

Lost Place.

Wenn man in Schleswig-Holstein von der Küste rund 100 km ins Landesinnere fährt, landet man mitten im Naturpark Aukrug. Ganz im Herzen von Schleswig-Holstein. Nord- und Ostsee liegen gleich weit entfernt. Das Land zwischen den Meeren fühlt sich an wie eine Insel.

Jetzt im Mai ruft der Kuckuck den ganzen Tag. Die Vögel zwitschern ein üppiges Konzert durch die Wälder und mittendrin erhebt sich der Boxberg, ganze 77,5 m hoch.

Über einen der Rundwege nähert sich der Wanderer einem Gebäude, das übrig geblieben zu sein scheint. Es ist so alt wie “Der Zauberberg“ und wurde bei seiner Erbauung als Ort für Tuberkulose-Patientinnen konzipiert. In den alten Gängen hallen die Vorträge von Dr. Krokowski wieder. Das Pfeifen und Stöhnen der fiktiven Figuren ist zu vernehmen. Setembrini scheint durch den Park zu wandeln, zu diskutieren und zu schwadronieren. Die Blätter der Bäume rauschen wie ein Ozean vom Wind bewegt und verleihen dem Gebäude ein uriges Ansehen. Wo früher die fiktive Madame Chautchat die Tür des Speisesaals so laut zu warf, dass niemand ihr Eintreten überhören konnte, surren heute im modernen Reha-Zentrum automatische Türen.

Bald wird vom alten Flair nichts mehr übrig sein. Das Gebäude wird abgerissen. 100 Jahre: Das ist wohl die Halbwertzeit der Vergangenheit.

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Leise knirschen Muscheln

unter dem Fuß.

Wellen rollen sanft ans Ufer.

Ein Rauschen, das

hinein nimmt,

da sein lässt,

in der Natur.

Seevögel,

die auf und ab hüpfen,

auf den Wogen.

Nass glänzende Steine,

schwarz und weiß,

eingegraben im weissen Sand.

Zwei rote Rosen,

verschlungen in Seegras,

das sich wie ein Herz darum windet.

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Märzsonne, blassblau sinkt der Himmel

in die See,

lässt das Wasser kristallklar

aufleuchten.

Gibt Durchsicht bis auf den tiefen

Grund.

Wie gemalt räkeln sich die dicken

Steine felsig am Ufer,

glänzen die Kiesel,

schillert die grün verfärbte

Muschel und verbindet

sich mit kleinen Holzstücken, die im

Seetang versinken.

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Als würde ein Kalenderblatt umgeblättert

schmilzt das Eis, verschwindet der Schnee,

die Zweige werden biegsam, die Sonne schmeichelt

warm und sanft den Gesichtern.

Knospen verdicken, Vögel zwitschern, die Wellen

wogen anmutig über den sandigen Strand.

Ungetüme baggern, Möwen schreien, Boote tuckern,

Pötte gleiten, Verliebte pfeifen, Räder surren,

Cafébesucher blinzeln ins Licht

Denn zack! – Es ist Frühling!

Quelle: Pinterest

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Das neue Jahr,

stürmt herein,

eisig und weiß.

Schnee auf weißem Sand

und Tannenspitzen.

Der Wind pfeift um

die Häuser,

rüttelt an den Fenstern.

Die Wintersonne

grüßt mit kühlem

Schein.

Eiszeit.

Still und starr.

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Das Fremde ist nicht verschwunden in der Welt, es hat nur seinen Platz verloren. Irrt herrenlos umher.

Der Tag startet mit der Lektüre des “Sommernachtstraums“ von Tanya Lieske.

Das Buch beginnt im Januar. Eine Schulklasse probt den Sommernachtstraum und spiegelt gleichzeitig die Alltags-Erlebnisse der Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern wider.

Nach dem Morgentee beende ich einen Brief an eine Freundin und lege ihn zu den kleinen Geburtstagsgeschenken in einen Umschlag.

Es hat wieder geschneit.

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Mal kleinere, mal größere,

mal glatte, mal schaumige Wellen

schlagen ans Ufer.

Möwen kreischen über den Köpfen.

Mal brennt die Sonne heiß vom Himmel herab,

mal senkt sich Nebel über die Landschaft

und lässt sie vollständig darin versinken.

Mal brandet das Meer wild und laut,

mal ruht es still wie ein See.

Im Kreislauf der Natur.

Tag für Tag.

Aufs Gleiche.

Immer aufs Neue.

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Der Tag beginnt mit einer Tasse Tee. Eine frisch gekochte Kanne Kaffee folgt mir unauffällig ins Home-Office. Ich starte den Laptop, schalte die Kamera ein und entzünde ein Adventslicht. Der Bildschirmschoner der Hochschule leuchtet mir entgegen.

Um 8:00 Uhr geht es dann los mit der virtuellen Lehre, dem Live-Tutorium “Inklusion”.

Ich öffne E-Mails und finde eine Bewertung der Studierenden, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ein Glitzermoment!

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Blätterlos reckt sich der Baum,

bretterlos streckt sich der Steg,

allein am grün-weißen Leuchtturm

erhebt sich eine Tanne in ihrem grünen Kleid,

weihnachtlich dorthin dekoriert grüßt sie

die heimkehrenden Seefahrer:innen.

Sanft und weich spülen die Wellen ans Ufer

über den braun-weißen Sand.

Tief ins Wasser versunken sind die Köpfe

der Schwanenfamilie, die schwarzen

Enten lauschen den heiseren Schreien der weißen Möwen.

Glühend leuchten die Feuerstellen in die kühle Dämmerung,

der Rauch des verkohlten Holzes dringt in die Wintermäntel.

#Möwenlyrik

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